Musik, die verbindet: Benefizkonzert kehrt im Mai nach Lauffen zurück

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Zum dritten Mal gibt die Brackenheimer Band Sie&W!r ein Konzert am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum. Für Bandgründer Gerd Müller ist es ein Herzensprojekt.

Von Lea Kobs
Seit 30 Jahren steht die Band aus Brackenheim auf der Bühne und engagiert sich dabei auch für soziale Projekte. Beim Benefizkonzert an der Kaywaldschule wird deutlich, wie Musik Menschen zusammenbringen kann.
Seit 30 Jahren steht die Band aus Brackenheim auf der Bühne und engagiert sich dabei auch für soziale Projekte. Beim Benefizkonzert an der Kaywaldschule wird deutlich, wie Musik Menschen zusammenbringen kann.  Foto: privat

„Helfen wo es wirklich ankommt“ ist das Motto von Bassist, Sänger und Bandgründer Gerd Müller. Mit seiner Musikgruppe Sie&W!r tritt er am 8. Mai zum dritten Mal ehrenamtlich in der Kaywaldschule in Lauffen auf. Die Kaywaldschule ist ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Schwerpunkt auf geistige und motorische Entwicklung. Der Erlös der Veranstaltung geht an den Förderverein der Schule. 

Wer steckt hinter „Sie&W!r“?

Vor rund 30 Jahren gründete Gerd Müller die sechsköpfige Musikgruppe Sie&W!r, die für ihn inzwischen zum Hauptberuf geworden ist. Mit dabei sind Ehefrau Gerti Müller und Tochter Julia Müller, die beide singen. In diesem Jahr konnte die Gruppe sogar einen Plattenvertrag ergattern und arbeitet derzeit fleißig an einem eigenen Studioalbum. Trotz dieser Entwicklungen hat die Zusammenarbeit mit der Kaywaldschule für die Band weiterhin einen hohen Stellenwert. Besonders schätzt Claudia Bay, Rektorin der Schule, dass es Sie&W!r immer wieder gelingt, dass Publikum mitzureisen und zu begeistern.

Ein Abend voller Begegnungen

„Wir machen das aus voller Überzeugung“, sagt Gerd Müller. „Die Menschen sind unglaublich dankbar und geben uns viel zurück.“ Für ihn steht dabei in keiner Weise der Aufwand im Vordergrund, sondern die Freude an der Musik und am gemeinsamen Erlebnis. Das Leitmotiv der Band lautet: Musik, die verbindet. Genau das soll sich im Konzert widerspiegeln: Es soll gemeinsam gesungen, gelacht und gefeiert werden. „Es sind immer unglaublich schöne Erfahrungen, die wir mit den Kindern machen“, betont Müller. „Das ist für uns eine echte Herzensangelegenheit.“

Auch für Schulleiterin Bay ist das Konzert von großer Bedeutung. Es bietet für die Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen einen Raum, der sonst fehle. Einen Raum, in dem sie geschützt und frei ein Konzert genießen und Spaß haben können. Gleichzeitig spielt die Wirkung nach außen eine wichtige Rolle: „Es ist wichtig, dass Menschen von außerhalb zu unserer Schulgemeinschaft kommen“, erklärt Bay. Nur so könne Inklusion sichtbar und erlebbar werden. Die Veranstaltung findet bewusst in der Turnhalle der Schule statt und nicht in einem separaten Veranstaltungsort. So wird nicht nur Barrierefreiheit gewährleistet, sondern auch ein Ort geschaffen, der Begegnungen ermöglicht und Berührungsängste abbaut.

Wachsende Begeisterung

Das Benefizkonzert findet zum dritten Mal statt – mit durchweg positivem Feedback, so Müller. In den vergangenen Jahren besuchten jeweils zwischen 80 bis 100 Gäste die Veranstaltung, Tendenz steigend. Die Band hat sich inzwischen eine treue Fangemeinde aufgebaut, und auch die Spendensumme wächst von Jahr zu Jahr. Der Erlös kommt dem Förderverein der Schule zugute und unterstützt unter anderem Projekte wie Therapiepferde, Trainingswohnungen oder Investitionen in barrierefreie Ausstattung. Ein fester Eintrittspreis wird für das Konzert nicht erhoben. Jeder ist willkommen.

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