Bürgermeisterwahl in Jagsthausen: David Janz – mit Maß und Bodenhaftung ins Rathaus
Bewährtes bewahren, Verbesserungen anstoßen – so möchte David Janz als Bürgermeister Jagsthausen gestalten – von sicheren Schulwegen bis zu kulturellen Highlights.

David Janz ist gekommen, um zu bleiben. Seit sechs Jahren lebt der Vater von zwei Kindern in Jagsthausen. Erst im Ortsteil Olnhausen, jetzt mitten im Heimatort seiner Frau. Das Rathaus steht um die Ecke, zur Arbeit hätte es der 31 -Jährige also nicht weit, wenn er bei der Bürgermeisterwahl am 8. März die meisten Stimmen bekommen würde. Die räumliche Nähe ist allerdings nicht der Grund, warum sich Janz bewirbt: „Wenn ich Einfluss darauf haben kann, wie sich Jagsthausen entwickelt, wäre das ein Traum für mich.“
David Janz möchte mehr Zebrastreifen für Jagsthausen
Aufgewachsen ist David Janz im Widderner Teilort Unterkessach, beim SV Olnhausen spielt der Maschinenanlagenführer Fußball – ohne feste Position. „Ich werde dort eingesetzt, wo man mich braucht“, erzählt er. Der Sport war es auch, der ihn im weitesten Sinne das erste Mal mit dem Bürgermeisteramt in Kontakt gebracht hat. „Ein Mannschaftskollege hat sich vor vielen Jahren in seinem Wohnort beworben. Ich fand die Aufgaben schon damals spannend“, erinnert er sich. Doch mit Anfang 20 fühlte sich Janz noch zu jung für eine solche Aufgabe. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, auch weil „Jagsthausen eine wunderschöne Gemeinde ist“.
Besonders die Götzenburg, aber auch die Schlösser hebt Janz hervor. Für ihn eigentlich die perfekte Kulisse für einen Advents- oder Weihnachtsmarkt. Natürlich sei ihm bewusst, dass eine solche Veranstaltung mit viel Aufwand und auch Kosten verbunden sei. „Aber ich bin davon überzeugt, dass die Menschen mitmachen und kommen würden.“ Doch Janz möchte nicht nur das kulturelle Leben stärken – ihm liegt auch die Sicherheit der Bewohner am Herzen. Besonders die Jüngsten sollen gefahrlos unterwegs sein: „Zebrastreifen sind Mangelware im Ort, in Olnhausen gibt es keinen einzigen. Das ist vor allem für Schulkinder gefährlich.“
Nichts versprechen, was man nicht halten kann
Versprechen, die er am Ende nicht halten kann, möchte David Janz nicht machen. Er kenne die finanzielle Lage der Kommune, die große Sprünge kaum zulässt. „Deshalb möchte ich das, was gut funktioniert, bewahren und wo möglich noch verbessern“, erklärt er. Beim Dorfladen sieht er allerdings wenig Bedarf: „Der ist einfach klasse.“ Besonders beeindruckt ihn, wie diese mittlerweile fest in Jagsthausen verwurzelte Institution alleine gestemmt wird.
In seiner neuen Heimat fühlt sich der gebürtige Widderner wohl. Das Eigenheim modernisiert er nach und nach in Eigenleistung. „Ich liebe es, für Probleme Lösungen zu finden“, erzählt er. Genau so möchte er auch als Bürgermeister agieren – und authentisch bleiben, bei Problemen beide Seiten sehen und neutral auf Sachverhalte reagieren. „Man kann immer auf mich zukommen.“ Bis zur Wahl gilt das aber erst einmal andersherum. Für die nächsten Tage hat er sich vorgenommen, so viele Personen wie möglich anzusprechen und Präsenz zu zeigen. „Die Menschen“, sagt er, „sollen mich so kennenlernen, wie ich bin.“
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