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Messerangriff auf Polizisten in Bad Friedrichshall: 25-Jähriger angeklagt

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Ein 25-jähriger Mann aus Bad Friedrichshall steht vor Gericht. Ihm wird versuchter Totschlag an einem Polizisten vorgeworfen. Außerdem soll er  einen Anschlag auf eine Synagoge geplant haben.

Messerangriff auf Polizisten in Bad Friedrichshall. Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Foto: Archiv/Kümmerle
Messerangriff auf Polizisten in Bad Friedrichshall. Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Foto: Archiv/Kümmerle  Foto: Kümmerle, Jürgen

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen einen 25-jährigen Mann aus Bad Friedrichshall Anklage erhoben – ihm wird unter anderem versuchter Totschlag an einem Polizisten vorgeworfen. Das teilte die Behörde am Freitag mit. 

Der Mann soll am 3. Mai mit mehreren Messern bewaffnet Polizisten in Bad Friedrichshall angegriffen haben. Eines der Messer soll er nach einem der Beamten geworfen haben, das diesen aber nicht traf. Hintergrund des Geschehens: Die Polizisten waren in die Kurze Straße gekommen, um dort das Haus zu durchsuchen, in dem der Angeschuldigte lebte. Sie gingen dem Verdacht nach, dass der Mann eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitete.

Wie später klar wurde: Er soll zusammen mit einem 18-Jährigen aus Weinheim einen Messeranschlag auf Besucher einer Synagoge in Heidelberg geplant haben. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte Ende Mai unter Bezug auf Sicherheitskreise berichtet, dass die Pläne islamistisch motiviert gewesen sein sollen.

Anklage wegen versuchten Totschlags: Mann attackierte Polizisten mit Messern

Bei dem Angriff auf die Polizisten soll der 25-Jährige zumindest billigend in Kauf genommen haben, ihn tödlich zu verletzen. "Nur durch den Einsatz der Schusswaffe konnte der 27 Jahre alte Polizeibeamte den Angeschuldigten daran hindern, auf ihn einzustechen", heißt es in einer Mitteilung der Stuttgarter Staatsanwaltschaft von Freitag. Der Angeschuldigte sei dadurch am Arm und am Bein verletzt worden. Der Mann befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. 

Versuchter Totschlag und Anschlags-Pläne: Keine Angaben zu Religion des Angeklagten

Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, habe der Angeschuldigte die deutsche Staatsangehörigkeit. Auch auf Nachfrage machte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart keine Angaben zum Migrationshintergrund der Familie des Angeklagten sowie dessen Religion. Sein 18-jähriger Komplize aus Weinheim ist Deutsch-Türke, hatten die Behörden bei dessen Festnahme wenige Wochen später mitgeteilt.

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