Manche Orte im Weinsberger Tal haben ein Müll-Problem – andere nicht
In Eberstadt wurde in der Gemeinderatssitzung das Müllproblem an der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Gasthaus Lamm thematisiert. Wir haben nachgefragt: Wie sieht es in Asylunterkünften in anderen Orten im Weinsberger Tal aus?
Vor einer Flüchtlingsunterkunft in Eberstadt hatte falsch entsorgter Müll für Aufregung gesorgt. Seit die Rathausverwaltung angekündigt hat, eine Videokamera zu installieren, läuft es dort offenbar besser. Und wie sieht es bei anderen Asylunterkünften im Weinsberger Tal aus?
Müll-Problem vor Eberstädter Flüchtlingsunterkunft – ein Einzelfall?
„Die Flüchtlingsunterkünfte machen in Ellhofen keine Probleme“, sagt der zuständige Hausmeister Timo Tiebe. Ihm macht etwas ganz anderes zu schaffen: Containerstellplätze. „An ihnen wird viel abgeladen.“ Das ist übrigens auch in Eberstadt und anderswo der Fall.
Daniela Wenninger leitet das Ordnungsamt im Rathaus in Weinsberg. Wie ihre Kollegin Bianca Ehmann in Eberstadt will Daniela Wenninger nicht alle Geflüchteten pauschal verurteilen. Aber Probleme gebe es auch in Weinsberg immer wieder. Zum Beispiel würden Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte des Öfteren Sperrmüll nach brauchbaren Dingen durchsuchen und in die Unterkünfte mitbringen. Wenn die Bewohner wechseln, „bleiben wir auf dem Müll sitzen“.
Mülltrennung in Flüchtlingsunterkünften: Sensibilisierung ist ein Dauerthema
Dass bei solchen Sperrmüllsuchaktionen halbe Wohnungseinrichtungen zusammenkommen, bestätigt auch Lehrensteinsfelds Hauptamtsleiterin Diana Szattelberger. Grundsätzlich habe die Kommune keine Müllprobleme in Flüchtlingsunterkünften. Es sei jedoch wichtig, „immer hinterher zu sein“: den Menschen also immer wieder klarzumachen, warum es wichtig ist, Müll zu trennen, und ihnen zu zeigen, was in welche Tonne gehört.
Für Obersulm sagt Hauptamtsleiter Jochen Dicht gegenüber unserer Zeitung: „Es gibt Menschen, die es vorbildlich machen, und solche, denen es total egal ist.“ Probleme gebe es immer mal wieder – allerdings auch bei Menschen ohne Migrationshintergrund. Grundsätzlich sei es so: „Hotspots wie etwa bei Containerstellplätzen haben wir nicht.“
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