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Baufortschritt bei Lindenberghalle gut zu sehen

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Der Neubau an der Neuentstadter Straße in Bad Friedrichshall ist im Zeit- und Kostenplan. Wie steht es um die Dauerbaustelle Glück-Auf-Halle?

Die Kubatur der neuen Lindenberghalle durch das Gerüst und die fertige Bodenplatte ist inzwischen gut zu erkennen. Sobald sie fertig ist, wird die alte Halle abgerissen.
Die Kubatur der neuen Lindenberghalle durch das Gerüst und die fertige Bodenplatte ist inzwischen gut zu erkennen. Sobald sie fertig ist, wird die alte Halle abgerissen.  Foto: Ralf Seidel

Zwei Hallen, zwei Geschichten: Während die Sanierung der Glück-Auf-Halle in Bad Friedrichshall nicht gerade zu den Lieblingsthemen von Bürgermeister Timo Frey zählt, berichtet er umso lieber vom Neubau der Lindenberghalle. Dieser läuft nämlich wie am Schnürchen. Auch wenn es zuletzt drei Wochen Verzögerung beim Herstellen der Bodenplatte gab, steht dem Einhalten des Bauzeitenplans und – für die Stadt noch wichtiger – des Budgets nichts im Wege. „Nach wie vor soll die Halle im vierten Quartal 2027 in Betrieb gehen“, sagt Timo Frey. Im Anschluss werde die alte Halle abgerissen.

Kubatur und Größe der neuen Lindenberghalle ist am Baugerüst zu erkennen

So soll die Sport- und Veranstaltungshalle später einmal aussehen. Im kleineren Bau sollen Räume für die VHS entstehen.
So soll die Sport- und Veranstaltungshalle später einmal aussehen. Im kleineren Bau sollen Räume für die VHS entstehen.  Foto: Architekten Krummlauf, Teske, Happold

Der Baufortschritt der Lindenberghalle ist derzeit gut sichtbar. Die Bodenplatte ist fertig und ein Gerüst zur Montage der Holz-Fertigteile, aus denen die Halle gebaut wird, ist aufgebaut. Kubatur und Größe des künftigen Gebäudes sind daran gut zu erkennen. Wer die Animationen des Architekturbüros kennt, kann sich auch bereits vorstellen, wo der Eingang und die geplanten VHS-Räume liegen werden.

Derzeit ist die Zimmerei Michael Weckbart am Werk. Ein weiteres Ausschreibungspaket wird am Dienstagabend, 28. April, im Gemeinderat auf den Weg gebracht. Es enthält laut Sitzungsvorlage die Estrich- und Fliesenarbeiten sowie einen Trennvorhang für die Sporthalle, eine Küche mit Küchenausstattung und festverbaute Sportgeräte. „Wir haben dabei eine geringfügige Unterschreitung des Budgets“, sagt Timo Frey. Das Paket umfasst im Beschlussvorschlag eine Gesamtsumme von knapp 440.000 Euro und ist damit günstiger als geplant. Das macht dem Bürgermeister Hoffnung, dass die Kosten insgesamt im Rahmen bleiben werden.

Für den Bau der Halle fallen Kosten von 17 Millionen Euro an

Rund 17 Millionen Euro sind für den Neubau der Halle kalkuliert. An Förderung sind derzeit circa vier Millionen Euro zugesagt. „Wir hoffen insgesamt auf eine Förderung von 4,5 Millionen Euro“, sagt Frey. So könnte es sein, dass ein eingerechneter Puffer nicht gebraucht werde.

Zumal noch darüber zu entscheiden ist, wie das sogenannte Sondervermögen verwendet wird, das die Bundesregierung den Kommunen zur Verfügung stellt. Für Bad Friedrichshall sind das laut Frey mehr als zwölf Millionen Euro. „Ich setze mich dafür ein, das Geld so schnell wie möglich zu verbauen.“ So könne man geplante  Kreditaufnahmen in den kommenden Jahren verschieben und gewinne im angespannten Haushalt Spielräume. „Dazu gibt es aber unterschiedliche Meinungen im Gemeinderat.“ 

Egal, wie diese Entscheidung ausfällt, der Bau der Lindenberghalle ist aus heutiger Sicht finanziell gesichert. Im bisherigen Baustellenverlauf ist außerdem erfreulich, dass der Baumbestand die bisher intensiven Bodenarbeiten auf dem Gelände überlebt hat. „Die Bäume sehen gut aus“, sagt Timo Frey bei einem Besuch vor Ort. Es sei viel Aufwand betrieben worden, um die Wurzeln zu schützen. Schließlich sei der Erhalt der Bäume ein zentraler Punkt des Siegerentwurfs gewesen.

Außenarbeiten an der Glück-Auf-Halle sind in den letzten Zügen

Im Außenbereich der Glück-Auf-Halle wird fleißig gearbeitet. Derzeit entsteht unter anderem ein barrierefreier Weg.
Im Außenbereich der Glück-Auf-Halle wird fleißig gearbeitet. Derzeit entsteht unter anderem ein barrierefreier Weg.  Foto: Ralf Seidel

So erfreulich es bei der Lindenberghalle läuft, so viel Ärger hatte es bei der Sanierung der Glück-Auf-Halle gegeben. Der Zeit- und Kostenplan ist, wie mehrfach berichtet, aus dem Ruder gelaufen. Wer daran Schuld hat, soll ein Rechtsstreit klären, der noch andauert.

Die Bauarbeiten an der Halle sind nun aber endlich in den letzten Zügen. Die Halle ist seit einigen Monaten in Betrieb und wird von den Nutzern sehr gelobt. Gefehlt hat aber noch der barrierefreie Zugang von außen, die Bepflanzung und eine Treppe zum Foyer. Die Treppe ist inzwischen gebaut, Pflasterarbeiten laufen noch diese und nächste Woche. Parallel wird rund um die Halle gebuddelt und gepflanzt.

Mit dem Endergebnis ist Timo Frey zufrieden. Trotzdem bleibt er dabei, dass es keine Feier zur Fertigstellung gibt. Der Verlauf der Baustelle und die ständigen Verzögerungen seien nichts, für das sich die Stadt gratulieren lassen wolle. Die Sanierung kostet fünf Millionen Euro, 45 Prozent davon werden gefördert. 

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