Lehrermangel im Raum Heilbronn: Die Lage ist ernst
Keine Bewerber auf Hunderte Stellen: Das ist eine Katastrophe, findet unser Autor.

Bildungsexperten sprechen von einer Katastrophe. Auf so viele Stellen wie noch nie gibt es keine Bewerber im Regierungsbezirk Stuttgart, doch guter Unterricht muss nach den Sommerferien stattfinden. Das Verfahren läuft weiter, in den Wochen bis zum neuen Schuljahr können also noch weitere Personen dazustoßen. Nur ist eines deutlich: Die Lage ist so angespannt wie noch nie. Wenn man es ernst meint mit der Bildungsgerechtigkeit, müssen schnell viel mehr gut ausgebildete Pädagogen in den Unterricht kommen.
Quereinsteiger können Lücken stopfen, und viele machen guten Unterricht. Sie haben Schule aber nicht von Grund auf gelernt. Doch gerade das ist wichtig in Zeiten, in denen die Herausforderungen in den Klassenzimmern größer werden. Wenn in einer Klasse Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen zusammensitzen, müssen individuelle Angebote geschaffen werden. Wenn dies den Experten nur mit großem Aufwand gelingt, stehen Quereinsteiger vor extrem hohen Hürden.
Die Lage ist ernst im Regierungsbezirk Stuttgart, denn nach wie vor wollen viele Junglehrer dort bleiben, wo sie ausgebildet wurden - in Freiburg oder Heidelberg. Bitten allein hilft längst nicht mehr, das Land muss den Geldbeutel öffnen. Lehrer mit Zwang zu versetzen, schafft nur einen Unmut. Den brauchen Schulen nicht, sondern gute Lehrer.
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