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Reisebüros im Raum Heilbronn: Nicht auf Last-Minute-Angebote verlassen

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Last-Minute-Buchungen sind häufig teuer. Reisebüros im Raum Heilbronn/Hohenlohe raten zu Frühbucher-Angeboten. Hat der Konflikt zwischen Israel und Iran Folgen fürs Reiseverhalten?


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Der militärische Konflikt zwischen Israel und dem Iran macht sich bei den Buchungen in den Reisebüros aktuell noch nicht bemerkbar. „Viele Kunden hadern zwar, ob sie ihre Reise, etwa nach Dubai, antreten, entscheiden sich dann aber doch dafür“, sagt Karoline Weißenberger vom Reiseladen Heilbronn. „Mit einer Alternative ist es kurzfristig auch schwierig.“ Last-Minute-Angebote für die Sommerferien gebe es zwar noch. Schnäppchen wie früher seien das aber nicht mehr. 

Das Auswärtige Amt warnt nach dem Eingreifen der USA in die Auseinandersetzungen auf seiner Internetseite zwar vor einer „weiteren Verschärfung der Sicherheitslage“ und rät von „nicht notwendigen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate“ ab. Kostenlose Umbuchungen seien aber nicht möglich, erklärt Weißenberger. 

Last-Minute-Reiseziele im Sommer – Stornierungen wegen Nahost-Konflikt?

Ein Kunde überdenke aktuell seine Jordanienreise, erzählt Maria Langjahr von Langjahr-Reisen in Güglingen. Stornierungen oder Umbuchungen für Ägypten oder die Türkei habe es bisher keine gegeben. „Wobei wir diese Länder im Sommer wegen der hohen Temperaturen sowieso nicht so gerne anbieten.“

Dubai oder Ägypten seien eher Ziele für kühlere Jahreszeiten, erklärt auch Kerstin Conrad, Büroleiterin des Tui Reisecenters Öhringen. Nachfragen bezüglich der Emirate gebe es, sagt Sven Hofmann von Reiseservice Hofmann in Bad Rappenau. Aber noch keine Umbuchungen. „Man muss abwarten, wie sich die Lage entwickelt.“

Kurzentschlossene Urlauber entscheiden sich laut den Reiseexperten am liebsten für Kreuzfahrten oder Ziele im Mittelmeerraum, wie Spanien, Italien, Griechenland oder die Türkei. Die Türkei sei wegen der Inflation zwar sehr teuer geworden – „aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt“, weiß Kerstin Conrad. Für Zypern, das seit dem Frühjahr wieder gefragter und bezahlbarer sei, sei aktuell Zurückhaltung spürbar, beobachtet Karoline Weißenberger vom Reiseladen Heilbronn.

Reisebüros raten von Last-Minute-Buchungen ab – Flüge als Preistreiber bei Pauschalreisen

„Es gibt zwar noch gute Last-Minute-Angebote, etwa für Bulgarien. Aber Familien bekommen wir für Ferienzeiten gar nicht mehr ins Reisebüro“, bedauert Maria Langjahr. Und es gebe immer noch Engpässe bei den Flügen, so die Güglingerin. Vor-Corona-Niveau im Flugverkehr sei noch nicht erreicht: „Da verpufft so manches tolle Hotelangebot.“

Insgesamt, so der Tenor aus den befragten Reisebüros, sind die Preise für Pauschalreisen deutlich angestiegen. „Preistreiber sind ganz klar die Flüge, das hängt auch mit der Erhöhung der Luftverkehrsteuer zusammen“, kritisiert der Bad Rappenauer Sven Hofmann die Verantwortlichen in der Politik.

In Ferienzeiten rät er grundsätzlich von Last-Minute-Buchungen ab. Auch Karoline Weißenberger verweist auf die Vorteile von Frühbucher-Angeboten: „Für eine vierköpfige Familie gibt es last minute nichts mehr unter 6000 Euro.“

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