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Start-up aus Leingarten verkauft Dosenhalter für Motorräder – Freunde auf Erfolgskurs

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Moritz Hofmann und Niklas Thal haben mit ihrem Start-up Lane Switch einen Dosenhalter für Motorräder entwickelt. Mit 3D-Druckern produzieren sie ihr Produkt und vertreiben es weltweit


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Auf den ersten Blick wirken sie wie ganz gewöhnliche Studenten – Moritz Hofmann und Niklas Thal. Doch neben ihren Vorlesungen produzieren und verkaufen die beiden 20-Jährigen aus Leingarten ihre Produkte in ganz Europa und Übersee.

Lane Switch – so heißt ihr Start-up, das sie im Mai 2023 gegründet haben. Das Unternehmen verkauft Canholder. „Das sind Dosenhalter für Motorräder und Fahrräder“, erklärt Moritz Hofmann, selbst passionierter Motorradfahrer. Aus seiner Begeisterung ist auch die Idee für das Start-up entstanden. Die Halterung stellen die beiden selbst her.

Niklas Thal (links) und Moritz Hofmann begutachten ihren Dosenhalter.
Niklas Thal (links) und Moritz Hofmann begutachten ihren Dosenhalter.  Foto: Ferdinand, Ben

Moritz Hofmann und Niklas Thal starten mit Lane Switch durch

Der Dosenhalter wird in etwa 45 Minuten produziert: „Wir haben uns zwei 3D-Drucker angeschafft und stellen fast täglich welche her“, berichtet Hofmann stolz. Nach langer Planung und Optimierung ist das Gestell nun in verschiedenen Größen erhältlich. Es soll – laut den Gründern – Getränkedosen selbst bei Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h sicher halten. Die Befestigung ist denkbar einfach: Das Gestell wird mit einem Klebestreifen am Gefährt angebracht, die Dose wird in die von Hofmann und Thal gefertigte Halterung eingeclippt.

Während Moritz Hofmann vor allem den Vertrieb, die Finanzen und die Organisation des Betriebs im Blick hat, ist Niklas Thal für die technischen Abläufe der Produktion verantwortlich und kennt diese „in- und auswendig“. Stolz auf ihr geschaffenes Standbein sind sie beide.

Lane Switch verkauft Dosenhalter für Motorräder.
Lane Switch verkauft Dosenhalter für Motorräder.  Foto: privat

„Ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen“ – Hofmann und Thal über ihr Start-up

„Es ist ein großartiges Gefühl, aber auch ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen“, erzählt Hofmann. Thal nickt zustimmend: „Es gibt niemanden, der dir etwas vorschreibt oder hinter dir her ist.“ Hofmann ergänzt deshalb: „Selbstdisziplin ist der Schlüssel.“ Bislang scheint ihnen diese nicht abhandengekommen zu sein.

„Um ein Start-up zu gründen, braucht man nicht unbedingt viel Erfahrung“, sagt Moritz Hofmann. „Viel wichtiger sind Lernbereitschaft, Kreativität und Durchhaltevermögen“, erklärt er. „Am Anfang war es vor allem schwierig, Aufmerksamkeit zu bekommen und Kunden zu finden“, ergänzt Thal.

„Deshalb sind Netzwerken und Überzeugung vom eigenen Produkt das A und O“, erläutert Hofmann. Ihre Website ist benutzerfreundlich gestaltet. Und mit Videos sowie Bildern auf Tiktok und Instagram erreichen sie regelmäßig mehr als 1000 Menschen.

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Lane Switch: Dieses Start-up verkauft Dosenhalter für Motorräder

Für angehende Gründer hat Thal einen simplen, aber essenziellen Rat: „Einfach machen – natürlich nur, wenn es finanziell machbar ist.“ Der größte Fehler sei es, zu schnell aufzugeben und sich nicht anzupassen. „Selten klappt etwas beim ersten Versuch. Besonders, wenn man es noch nie gemacht hat.“

 „Es gibt immer unerwartete Probleme, aber da muss man durch. Wenn du keine Probleme hast, machst du wahrscheinlich etwas falsch“, sagt Thal. Moritz Hofmann ergänzt lachend: „Ach ja, unrealistische Erwartungen sollte man auch nicht haben.“ Für die Zukunft haben die beiden große Pläne: Sie wollen ihren Canholder weiter verbreiten und neue Produkte entwickeln. Für Moritz Hofmann steht eines fest: „Das wird nicht mein letztes Business gewesen sein.“ 

Das Produkt kommt gut an. „Wir bekommen viel positives Feedback“, sagt Niklas Thal. Er räumt jedoch ein: „Es gibt auch Kritik. Die hilft uns, den Canholder weiterzuentwickeln.“ Auf Wunsch der Kunden bieten sie die Halterung inzwischen in verschiedenen Farben an und produzieren neue Größen für spezielle Dosen. 

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