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Nordheim

Vereine in Nordheim stehen in den Startlöchern fürs Parkfest

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In Nordheim herrscht große Vorfreude auf drei unbeschwerte Tage beim 46. Parkfest. Das Dorf ist eine ganze Woche lang im Dauereinsatz, um alles aufzubauen. Die Leute platzen vor Tatendrang. Die Vereinsfunktionäre wissen: Sie brauchen die Einnahmen.

Von Harald Schmidt
Die Vereine sind voller Vorfreude auf das Parkfest. Helfer, wie die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr, waren die ganze Woche am Vorbereiten.
Foto: Schmidt
Die Vereine sind voller Vorfreude auf das Parkfest. Helfer, wie die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr, waren die ganze Woche am Vorbereiten. Foto: Schmidt  Foto: Schmidt, Harald

Unsere Leute sind voll dabei, die platzen fast vor Tatendrang", sagt Herbert Weinstock. Auch beim Abteilungsleiter Eishockey des Turn- und Sportvereins (TSV) ist die Vorfreude auf das am Wochenende nach zweijähriger Zwangspause wieder stattfindende Nordheimer Parkfest riesig. Gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Helmut Scherb (74) von den Turnern richtet er am Donnerstagnachmittag den TSV-Biergarten auf dem Festgelände her. "Uns sind die Einnahmen in den vergangenen beiden Jahren regelrecht weggebrochen, für unsere Jugendarbeit sind wir aber darauf angewiesen", berichtet der 76-jährige Funktionär. Für die drei Festtage hat der Verein insgesamt 140 Helferinnen und Helfer eingeteilt.


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Bereits die gesamte Woche im Dauereinsatz sind die Mitarbeiter vom Bauhof und der Hausmeister des Rathauses, wie Ellen Sommerfeld von der Gemeindeverwaltung erzählt. Die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit ist als Vorsitzende des sogenannten Ortskartells erstmals für die Gesamtorganisation des beliebten und weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Traditionsfestes verantwortlich. "Im Mai haben wir den Beschluss gefasst, in diesem Jahr wieder zu feiern. Die Vereine waren extrem motiviert und standen praktisch schon in den Startlöchern", sagt sie.

Wie von Zauberhand füllt sich der Festplatz mit Ständen

Bei den Planungen kann sie auf die To-Do-Liste ihres Vorgängers Jochen Schmidt zurückgreifen. "Außerdem ist für die Vereine vieles Routine. So hat sich auch von gestern auf heute der Festplatz wie von Zauberhand mit Zelten und Ständen gefüllt", berichtet Sommerfeld. Seitens der Gemeinde ist die Unterstützung groß. "Unser Bürgermeister und die gesamte Verwaltung stehen hinter den Vereinen und wir alle freuen uns, dass diese wieder Einnahmen erzielen können. Corona hat bei den Vereinen schon seine Spuren hinterlassen", weiß die Planerin. So ist es auch wenig verwunderlich, dass wieder alle örtlichen Vereine und Organisationen am Start sind und den Besucherinnen und Besuchern an allen drei Tagen ein buntes Programm und eine große Auswahl an kulinarischen Genüssen bieten.

Andreas Kleemann vom gleichnamigen Getränkemarkt ist mit dem Gabelstapler unterwegs und verteilt rund 400 Tischgarnituren auf dem Gelände. "Wir bestücken alle Vereine und liefern mit Ausnahme der Weine auch alle Getränke. An den Festtagen sind wir rund um die Uhr im Einsatz", berichtet er.

Am Standort des Musikvereins sind Thomas Müller und einige Helfer mit der Ausstattung des Bewirtungsstands beschäftigt. "Wir haben wieder genügend Mitglieder aktivieren können, auch wenn es dazu einer herzlichen Einladung bedurfte", sagt der Vereinsvorsitzende. Für die musikalische Unterhaltung sorgen neben dem eigenen Blasorchester auch wieder einige Gastkapellen, wie beispielsweise das Karpatenorchester aus Heilbronn. "Die Festeröffnung wird aber traditionell von unseren Bläsern musikalisch umrahmt", freut sich Müller.

Die Feuerwehr muss sich über Nachwuchsmangel keine Gedanken machen, der Albverein schon eher

Bei der Ortsgruppe des schwäbischen Albvereins sind über die Festtage rund 20 Mitglieder im Einsatz. "Mehr ist aber auch bei unserem Altersdurchschnitt von rund 70 Jahren nicht möglich", klagt Schriftführer Ludwig Lulei über den Nachwuchsmangel im Verein.

"Unserer Jugendabteilung gehören 25 Mädchen und Jungen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren an. Wir sind heute in voller Stärke vertreten und bauen unsere Essen- und Spielstände auf", sagt Jugendwart Jonas Naujoks. "Es ist schön, dass die Gemeinde und die Vereine wieder einmal zeigen dürfen, dass man in Nordheim auch richtig feiern kann", findet Ellen Sommerfeld.

 

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