Stimme+
Leingarten

Schwaigerner ergreift Chance auf Karrieresprung in Leingarten

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Julian Bahm ist der neue Ordnungsamtsleiter im Leingartener Rathaus. Der noch 24-Jährige leitet stellvertretend auch das Hauptamt. Doch für den Posten muss er nochmal büffeln.

Julian Bahm sitzt am aufgeräumten Schreibtisch in seinem großen, hellen Büro im ersten Stock des Leingartener Rathauses.
Foto: Susanne Schwarzbürger
Julian Bahm sitzt am aufgeräumten Schreibtisch in seinem großen, hellen Büro im ersten Stock des Leingartener Rathauses. Foto: Susanne Schwarzbürger  Foto: Schwarzbürger, Susanne

Eigentlich wollte Julian Bahm zur Polizei. "Doch dafür waren meine Augen zu schlecht", erzählt der neue Ordnungsamtsleiter - ohne Bedauern in der Stimme. Denn auch wenn sein großer, aufgeräumter Schreibtisch im ersten Stock des Leingartener Rathauses nach wenig aufregendem Bürojob anmutet, erkennt Bahm in seinem Posten Ähnlichkeiten zum Polizeidienst. "Das hier ist auch spannend."

Drohender Obdachlosigkeit schnell entgegentreten

Der junge Mann im Cordhemd, dem man seine Kurzsichtigkeit dank Kontaktlinsen nicht ansieht, denkt von sich: "Ich bin ein ordentlicher und strukturierter Mensch." Gleichzeitig ist ihm wichtig, "dass Abwechslung vorhanden ist". Und die ist im Leingartener Ordnungsamt allein schon dadurch gegeben, "weil oft was Unvorhersehbares passiert". Ein Beispiel aus seiner viermonatigen Erfahrung im Amt: "Wenn jemand an einem 28. des Monats kommt und sagt, er habe ab dem nächsten Monat keine Wohnung mehr." Denn dann müsse die Kommune schnell handeln und ihren Bürger irgendwo unterbringen.

Auch wenn Julian Bahm schon seit November 2022 offiziell Ordnungsamtsleiter ist, steht ihm aktuell noch sein Vorgänger Klaus Kaiser zur Seite. Doch der Herausforderung, das Amt ab April alleine auszufüllen, sieht der bald 25-Jährige zuversichtlich entgegen. Nicht nur, weil er sich von Kaiser gut vorbereitet fühlt, sondern auch, weil er trotz seiner Jugend bereits die gleiche Position in Schwaigern bekleidet hat, nachdem er dort schon die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert hatte.

 


Mehr zum Thema

Um 5,4 Hektar soll das bestehende Gewerbegebiet im nordwestlichen Bereich erweitert werden. Die Nachfrage ist da, innerörtliche Flächen dienten bereits als Erweiterung für die dort ansässigen Betriebe, begründet die Verwaltung. 
Foto: Josef Staudinger
Stimme+
Leingarten
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Nachfrage nach Leingartener Gewerbeflächen ist groß: Erweiterung geplant


Warum zum Arbeiten in die Nachbarkommune?

Warum er, der in Stetten lebt, sich dann in der Nachbarkommune beworben hat? Er habe die Chance auf einen Karrieresprung ergriffen, erzählt Bahm. Denn hier leitet er neben dem Ordnungsamt auch noch stellvertretend das Hauptamt. Dessen Leiter, Philipp Burzynski, kannte er nicht nur durch interkommunale Absprachen in Sachen Corona-Management. Burzynski hatte ihn auch als Dozent für Personalwesen in Karlsruhe unterrichtet, wo der Stettener im Rahmen seiner Ausbildung einen Lehrgang absolvierte. "Herr Bahm ist ein engagierter und zielstrebiger Mitarbeiter, der sich bereits in seinen jungen Jahren ein sehr gutes Fachwissen und Fingerspitzengefühl angeeignet hat", sagt der Hauptamtsleiter nun über seinen Stellvertreter: "Wir sind froh und stolz, ihn in unserem Team zu haben." Durch seine Kontakte nach Leingarten wusste Bahm zudem, "dass das hier ein angenehmes Klima ist".

 


Mehr zum Thema

Stolz machen die Kinder betreut von Rebecca Förster (hinten links) und der Fachangestellten Hannah Specht ihre ersten Schwimmzüge im Eichbottbad.
Foto: Mario Berger
Stimme+
Leingarten
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Schwimmkurse werden in Leingarten auch ohne Warteliste voll


Weiterlernen statt Freunde treffen

Allerdings sind nicht nur drei Jahre Berufserfahrung Voraussetzung, um zur Führungskraft im Rathaus aufzusteigen. Notwendig ist auch eine Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt. Die wird Bahm ab September berufsbegleitend absolvieren. Dreimal pro Woche heißt es dann, nach der Arbeit noch zu büffeln, bis Juni 2025: "Das wird eine harte Zeit." Doch es macht ihm nichts aus, dafür seine Freizeitbeschäftigungen - Radfahren, Unternehmungen und Treffen mit Freunden und Fitnessübungen daheim - zu vernachlässigen. Wie schon seit Corona das Fußballtraining.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben