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Zaberfeld

Neuer Netto-Markt öffnet in Zaberfeld

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Nach rund fünf Monaten Bauzeit hat ein neuer Supermarkt am Zaberfelder Ortsausgang in Richtung Leonbronn geöffnet. Die Zaberfelder können ihre Lebensmittel auch in Zukunft direkt vor Ort einkaufen.

Der neue Netto-Markt an der Leonbronner Straße ist schräg gegenüber des alten Gebäudes entstanden und hat seit Dienstag geöffnet.
Foto: Elfi Hofmann
Der neue Netto-Markt an der Leonbronner Straße ist schräg gegenüber des alten Gebäudes entstanden und hat seit Dienstag geöffnet. Foto: Elfi Hofmann  Foto: Hofmann, Elfi

Viele kleine Gemeinden haben eines gemeinsam: In der Nahversorgung hapert es. Oft muss in die nächste Stadt gefahren werden, um Lebensmittel zu kaufen. In Zaberfeld ist das nicht so. Vor knapp 20 Jahren wurde am Ortsausgang Richtung Leonbronn ein Netto-Markt eröffnet. Weil der aber in die Jahre gekommen war und schon lange nicht mehr sonderlich modern, fiel vor rund drei Jahren die Entscheidung, ein neues Gebäude zu bauen. Seit gestern können die Zaberfelder in dem Markt einkaufen. Praktisch daran: Er liegt direkt auf der anderen Straßenseite des alten Netto, ist aber moderner und größer.

Beim Spatenstich Ende Mai standen die Beteiligten noch auf einer freien Fläche. Fünf Monate später schmücken bunte Luftballons den Neubau. Bürgermeister Thomas Csaszar kann sich noch genau an den sonnigen Tag erinnern. "Damals lachte die Sonne, heute lachen die Zaberfelder."

Als der damalige Gemeinderat erstmals über ein Grundstück nachgedacht habe, seien verschiedene Flächen in Zaberfeld in Betracht gekommen. An der Leonbronner Straße habe dann aber so gut wie alles gepasst. Zwei Probleme gab es allerdings.

25 Grundstücke mussten zunächst aufgekauft werden

Zum einen gehörte das Areal verschiedenen Personen. Insgesamt 25 Grundstücke galt es aufzukaufen. Und sich mit 25 individuellen Preisvorstellungen auseinander zu setzen. "Das war gar nicht so einfach, aber alle haben sich sehr solidarisch gezeigt", räumt Csaszar bei der Eröffnung des Marktes ein. 2015 habe man die erste Fläche gekauft. Festgelegt wurde damals eine Nachzahlung, wenn daraus Bauland werden sollte. Ein weiteres Problem war die Auszeichnung des Areals als Sonderfläche.

Das habe die Gemeinde aber genauso bewältigt wie den Umstand, dass der Markt direkt an der Ortseingangsstraße liegt. Dort wurden insgesamt drei Abbiegespuren sowie eine Mittelinsel gebaut. Mit Landesmitteln wurde der Radweg konstruiert. Auch die Wasserversorgungsanlage wurde vergrößert. Damit ist ein insgesamt positives Gesamtbild entstanden. "Für die nächsten Jahre wird die Gemeinde gut bedient", ist sich Thomas Csaszar sicher. Der Rathauschef tritt bei der Bürgermeisterwahl am 1. Dezember in Brackenheim an.

Auch regionale Produkte werden in dem Supermarkt angeboten

Der neue Netto ist also vielleicht das letzte Gebäude, bei dessen Einweihung er noch Amtsinhaber in Zaberfeld ist. In dem neuen Markt werden laut Dieter Glöckner, Gebietsleiter Expansion bei Netto, rund 5000 Produkte angeboten. Viele davon aus der Region. "Es ist klar, dass die Kunden regionalen und keinen Wein aus anderen Anbaugebieten haben wollen", erklärt er. Der Grundschnitt der Märkte sei immer der gleiche. Egal, ob in Zaberfeld oder einer anderen Gemeinde, so Glöckner.

Allerdings hat sich die Optik in den vergangenen Jahren merklich weiterentwickelt. Die Gänge sind breiter, es wirkt aufgeräumter. Wer vom Einkaufen erschöpft ist, kann sich übrigens direkt hinter den Kassen auf einer gemütlichen Relax-Bank ausruhen. Ein Umbau des bestehenden Marktes kam dabei nie infrage. "Das ist meistens komplizierter als neu zu bauen", sagt Dieter Glöckner.

 

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