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Neckarwestheim

Nach Insolvenzantrag: Hoffnungsschimmer für Weiterbetrieb auf Schloss Liebenstein

  
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Dass der Pächter von Schloss Liebenstein, Jonas Lohrer, beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt hat, lässt auch die Kommune nicht unberührt. Auf der Suche nach einer Lösung ruhen nun die Hoffnungen auf dem Investor.

Dass der Pächter von Schloss Liebenstein, Jonas Lohrer, beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt hat, lässt auch die Kommune nicht unberührt. "Das ist auch für uns sehr schade, obwohl wir nicht Vertragspartner sind, denn Schloss Liebenstein ist für uns ein Aushängeschild", sagt Neckarwestheims Bürgermeister Jochen Winkler. 

Erbbaupachtvertrag mit Option

Anfang 2020 hatte der Pforzheimer Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler die Schlossanlage im Rahmen eines Erbbaupachtvertrags für 39 Jahre mit Verlängerungsoption von der Schloss Liebenstein KG beziehungsweise der Gemeinde Neckarwestheim gepachtet. Bürgermeister Winkler ist weiterhin froh über diesen Schritt: "Wir freuen uns, dass wir mit Wolfgang Scheidtweiler einen Gastroprofi als Investor gefunden haben. Dadurch ist es nun leichter, Lösungen zu finden." Wie das Ganze weitergeht, hängt von diversen Gesprächen ab, wie zwischen Pächter und Insolvenzverwalter. Nicht betroffen von der Insolvenz ist der Golfplatz. Und der derzeit sanierte Bergfried aus dem 13. Jahrhundert ist schon bald wieder begehbar.

Gastronomie als Herausforderung

Dagegen würden die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten durchaus Auswirkungen haben, weil in diesem Zusammenhang der Gastronomie- und Hotelbetrieb auf Vier-Sterne-Niveau ertüchtigt werden soll und zwölf neue Hotelzimmer entstehen. Die Vorstellungen des Pächters seien dabei laut Winkler durchaus nicht unwesentlich: "Die Gastronomie hier ist aufgrund der großen Entfernungen zwischen Küche, Garten, Gewölbekeller und Kapelle schwierig."

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