Mit Musik im Blut
Zugposaunist Michael Ferdinand ist auf vielen Feldern musikalisch unterwegs. Und er schenkt auch gerne einen türkischen Mokka ein.

Musik, das ist der Pulsschlag seines Lebens. Daher hat der Leingartener Michael Ferdinand ausreichend davon im Blut. Schon von Kindesbeinen an war die Musik essentieller Bestandteil seines Lebens. Ferdinand war gerade einmal sieben Jahre alt, als er vom damaligen Musiklehrer Reinhold Kühlmann Akkordeonunterricht bekam. Beim evangelischen Posaunenchor Großgartach, bei dem er viele Jahre aktiv war, lernte der musikalisch Begabte Zugposaune. Später kamen noch die Instrumente Trompete und Tuba dazu. Ferdinand wirkte früher auch bei den beiden örtlichen Blasorchestern der damals noch selbstständigen Musikvereine Großgartach und Leingarten mit.
Gründung der Combination Big Band
1995 gründete er dann zusammen mit Gundula Rohn, Alex Godi und Sandra Mäthner die Leingartener Combination Big Band, die der Bandleader elf Jahre lang selbst dirigierte. Seit 2011 ist Arne Meerwein der musikalische Leiter des 20-köpfigen Orchesters, das sich im Laufe der Jahre durch Workshops und Konzerte mit namhaften Dozenten ständig weiterentwickelt und einen guten Ruf im süddeutschen Raum erworben hat.
Die Hobbymusiker kommen aus dem gesamten Landkreis Heilbronn. Das Repertoire besteht aus einem bunten Mix aus Big-Band- und Jazz-Klassikern. 2013 übernahm Ferdinand die Leitung des Jugendblasorchesters beim Musikverein Zuzenhausen im Rhein-Neckar-Kreis. "Wir spielen überwiegend Jazz-Literatur", erzählt er. Die Jungs und Mädchen seien bei den Stücken wie Shut up and Dance", "Hawaii Five-O" oder "Uptown Funk" mit großer Begeisterung bei der Sache. Für das kommende Jahr hat der Leingartener mit dem Jugendorchester in der Zuzenhausener Kirche ein vorweihnachtliches Swing-for-Christmas-Konzert geplant. Ferdinand hat noch eine weitere Dirigentenstelle beim Posaunenchor in Nordheim inne, die er 2015 angetreten hat.
Die Familie ist ebenso begabt
Der studierte Versicherungsfachwirt, der an der Heilbronner Straße eine eigene Agentur besitzt, ist verheiratet. Das Ehepaar hat einen 14-jährigen Sohn sowie eine neun Jahre alte Tochter. Auch diese haben, ebenso wie seine Frau Gundula, die einige Jahre als Saxofonistin beim Musikverein Großgartach und in der Combination Big Band mitwirkte, eine musikalische Ader. Denn Anne spielt Querflöte, Ben Zugposaune und Schlagzeug. "Wir machen öfters Hausmusik", sagt Michael Ferdinand. Zu dem Bläserquartett gesellt sich ab und zu noch sein Vater Adolf mit seinem Euphonium dazu. "Die Musik ist ein schöner Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit", sagt Ferdinand, wenngleich sie auch mit viel Aufwand verbunden ist.
Represso-Bar als weiteres Hobby
Zu seinen weiteren Hobbys zählt die gemütlich und stilvoll eingerichtete "Represso-Bar", die er nur bei bestimmten Anlässen öffnet. Dienstags und freitags zum Beispiel, wenn der Bürgerbus in der Hoppenstraße Station macht. Dann steht Ferdinand hinter der Theke und gießt Espresso und Cappuccino ein, oder türkischen Mokka "für meine Freunde im gegenüberliegenden Kebab-Lokal". Den Kaffee bezieht er oft aus Sizilien und Mailand. Außerdem gibt es bei ihm auch verschiedene Teesorten zu günstigen Preisen. "Insider wissen, wann ich auf habe", sagt Ferdinand und lacht: "Ich stelle eine Tafel mit der Aufschrift "Café geöffnet" vor die Tür." Die Stube sei stets gut besucht, freut sich der Geschäftsmann.
Erholung pur bedeutet für den 51-Jährigen, wenn er sein Wohnmobil packen kann, um mit seiner Familie in Urlaub zu fahren. Und ab und zu ist der Motorradfan auch mit seiner Harley-Davidson unterwegs.
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