Pfaffenhoferin erhält Bundesverdienstkreuz am 70. Geburtstag
Die Pfaffenhofenerin Martha Issler ist an ihrem 70. Geburtstag mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Feierstunde fand in sehr kleinem Kreis und mit viel Abstand statt.

An seinem 70. Geburtstag das Bundesverdienstkreuz verliehen zu bekommen, diese Ehre wird nur wenigen zuteil. "Dass Sie heute dieses Geschenk bekommen, geht auf viele Jahrzehnte ehrenamtliche Tätigkeit zurück", sagte CDU-Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch zu Martha Issler. Als "wohlverdiente Anerkennung und Ehrung eines besonderen Menschen, an jemanden, der sein Schaffen vor allem in den Dienst seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger stellt", verlieh Gurr-Hirsch der Neu-70igerin das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, verlas die Urkunde des Bundespräsidenten und übermittelte die Grüße und Glückwünsche von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Coronabedingt musste die Feierstunde im kleinen Rahmen stattfinden. Nur etwa 15 Gäste versammelten sich bei geöffneten Fenstern und Türen im Sitzungssaal des Rathauses. Darunter auch die neue Bürgermeisterin in spe, Carmen Kieninger und die beiden Ehrenringträger der Gemeinde, Manfred Kolb und Kurt Lägler.
Einsatz im Diakonieladen Brackenheim
Musikalisch umrahmte die Feierstunde der Posaunenchor, der coronabedingt in kleiner Besetzung auf dem Rasen vor dem Rathaus spielte. Zwei Dinge in der Ehrenamtsvita von Martha Issler hätten sie besonders beeindruckt, sagte Gurr-Hirsch: "Pfeffer und Salz" und der Diakonieladen "Solidare". Bei "Pfeffer und Salz" organisierte Martha Issler im Team mit weiteren engagierten Frauen einmal monatlich im Gemeindehaus einen Mittagstisch für Senioren und Alleinstehende aus frischen saisonalen und regionalen Produkten. "Da geht mir als Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium natürlich das Herz auf", freute sich die Landespolitikerin. Ähnlich ginge es ihr auch beim Diakonieladen "Solidare" in dem Martha Issler nach wie vor engagiert mitarbeitet und gut erhaltene Kleidungsstücke aus zweiter Hand kostengünstig verkauft. "Eine wertvolle Einrichtung und Vorbild für Nachhaltigkeit", lobte Gurr-Hirsch.
Ein besonderes Herzensanliegen sei Martha Issler während ihrer 20-jährigen Zeit im Gemeinderat jedoch die Arbeit im Kindergarten-Ausschuss gewesen. Sie war Ansprechpartner für die Eltern und Schlichterin bei Problemen. "Sie haben die Menschen immer zusammengeführt anstatt sie zu trennen", würdigte die Staatssekretärin das Wesen sowie das Engagement der Geehrten.
Geehrte wünscht sich Choral
Auf drei Säulen sei das Leben und die Beständigkeit von Martha Issler aufgebaut, schilderte Bürgermeister Dieter Böhringer: Die Familie, der Beruf und das Engagement fürs Gemeinwesen in Gemeinde- und Kirchengemeinderat, bei "Pfeffer und Salz" und im Diakonieladen. "Dieser Einsatz und die gelebte Beständigkeit ist herausragend", lobte Böhringer. Überwältigt und sprachlos über so viel Lob war am Ende Martha Issler selbst. "Ich kann einfach nur Danke sagen, für mehr fehlen mir die Worte", gestand sie und wünschte sich vom Chor noch den Choral "Bis hierher hat mich Gott geführt".
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