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Zaberfeld

Bewohnerinnen des Zaberfelder Seniorenheims Alexander-Stift fühlen sich sicher

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Seit mehr als einem Jahr dreht sich vieles um die Corona-Pandemie. Vor allem zu Beginn standen die Seniorenheime im Blickpunkt. Inzwischen hat sich die Lage dort offenbar vielerorts entspannt. Die Bewohnerinnen im Zaberfelder Alexander-Stift fühlen sich sicher, die meisten sind geimpft.

Besuch im Alexander-Stift: Die Bewohnerinnen Renate Föhre (v.r.) und Gerlinde Christoustum fühlen sich trotz Pandemie sicher und von Heimleiterin Tatjana Panina und ihrem Team gut betreut.
Foto: Friedhelm Römer
Besuch im Alexander-Stift: Die Bewohnerinnen Renate Föhre (v.r.) und Gerlinde Christoustum fühlen sich trotz Pandemie sicher und von Heimleiterin Tatjana Panina und ihrem Team gut betreut. Foto: Friedhelm Römer  Foto: Römer, Friedhelm

Trotz der Entspannung gelten im Alexander-Stift weiterhin strenge Hygieneregeln. Infizierte habe es dort nicht gegeben, erklärt Tatjana Panina, Hausleiterin des Alexander-Stifts in Zaberfeld. "Die Bewohner fühlen sich bei uns gut beschützt", sagt sie.

Gute Betreuung im Heim

Bewohnerinnen bestätigen diese Aussage. "Ich fühle mich hier in Sicherheit und gut aufgehoben", sagt Renate Föhre. Seit Juli 2020 bewohnt die 82-Jährige das Alexander-Stift. "Ja, die Betreuung ist gut, und die Mitarbeiter sind nett", pflichtet ihr Gerlinde Christoustum bei. Die 69-jährige frühere Kirchheimerin lebt seit Februar im Heim, war zunächst für die Kurzzeitpflege gemeldet und ist nun Dauerbewohnerin. "Das Einleben im Stift hat einige Zeit gedauert", sagt Renate Föhre.

Doch das liegt weniger an Corona als viel mehr an dem Abschied vom früheren Leben in gewohnter Umgebung in Brackenheim-Hausen. Da ihr Lebensgefährte gestorben ist, sie keine Kinder hat und ihre beiden Schwestern in ihrer früheren Heimat in Halle an der Saale leben, bekomme sie kaum Besuch. Dennoch fühlt sie sich wohl: "Ich möchte hier nicht mehr weg." Das Stift hat viele Angebote wie kreatives Basteln oder Gedächtnistraining.

Hohe Impfbereitschaft in den Häusern des Stifts

Insgesamt leben 32 Bewohner im Alexander-Stift. Davon sind sechs bis acht in der zwei- bis vierwöchigen Kurzzeitpflege. Rund 70 Prozent der Bewohner sind laut Tatjana Panina gegen Corona geimpft. Der Rest sind Neueinzüge und Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten. Insgesamt ist die Impfbereitschaft in den 21 Standorten in sechs Landkreisen deutlich höher, glaubt man Steffen Wilhelm, Pressesprecher der Diakonie Stetten: Die Impfquote liegt in unseren Häusern alles in allem bei rund 90 Prozent."

Beim Personal bleiben die Zahlen deutlich darunter. Lediglich acht bis zehn der 33 Mitarbeiter in Zaberfeld hätten sich bisher impfen lassen, so die Heimleiterin. Die Impfaktionen selbst fanden am 14. Februar und 7. März statt. Tatjana Panina: "Der Ablauf bei diesen Terminen war wie im Bilderbuch." Die Bewohner hatten keinerlei Probleme gehabt mit dem Biontech-Impfstoff. Ein für das Stift zeitweise abgestellter Bundeswehrsoldat sei eine große Hilfe bei der Koordination gewesen.

Mit den Besuchern gebe es ebenfalls keine Probleme. Sie bringen entweder bereits einen aktuellen Negativtest mit oder werden im Stift getestet. "Wir kontrollieren die Tests aber immer", sagt die Hausleiterin. Dies ist offensichtlich wichtig. Denn hin und wieder seien die Test-Bescheinigungen unzureichend ausgefüllt, ohne Datum oder ohne Unterschrift. Panina: "Manchmal herrscht auch Unkenntnis. Handwerker wissen nicht immer, dass sie bei uns FFP2-Masken tragen müssen."

Für Unterstützung sorgt dreimal pro Woche eine Testhelferin. "Bisher hat es auch bei den Besuchern noch keinen einzigen positiven Coronatest gegeben", sagt Tatjana Panina und schiebt nach: "Sicherheit steht bei uns an Nummer eins." Trotz des Gefühls, im Alexander-Stift gut aufgehoben zu sein, hegen die Bewohnerinnen Gerlinde Christoustum und Renate Föhre einen großen Wunsch: "Wir wünschen uns, dass Corona verschwindet."

 

Alexander-Stift

Das Alexander-Stift ist ein Altenhilfeträger der Diakonie Stetten. Es hat Einrichtungen an 21 Standorten in sechs Landkreisen, die vor allem im Rems-Murr-Kreis liegen. Künftig werden vier davon im Landkreis Heilbronn stehen. Nach Neckarwestheim und Zaberfeld, die ihre Einrichtungen eröffnet haben, stehen Talheim (2021) und Lauffen (2022) noch aus.

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