Nach Brand im Europa-Park: Wie gefährdet sind Freizeitparks wie Tripsdrill und Co.?
In Rust hat es gebrannt - offenbar wegen eines technischen Defekts. Sind Freizeitparks besonders gefährdet? Wir haben beim Cleebronner Erlebnispark Tripsdrill nachgefragt.
Nach dem Brand im Europa-Park fragen sich auch Tripsdrill-Besucher: Wie sicher ist es hier? Der Pressesprecher des Cleebronner Freizeitparks, Birger Meierjohann, antwortet gelassen.
Wie gefährdet von Bränden sind Freizeitparks?
Birger Meierjohann: Ich sehe bei uns in Tripsdrill kein außergewöhnliches Brandrisiko. Da bei uns das meiste unter freiem Himmel stattfindet, sehen wir das entspannt.
Hat es in Tripsdrill mal gebrannt?
Meierjohann: Ich bin seit sieben Jahren hier. In dieser Zeit sind mir keine Brände bekannt. Die erste Altweibermühle ist nach einem Blitzeinschlag abgebrannt - das war 1946.
Welche Vorkehrungen treffen Sie?
Meierjohann: Wir arbeiten mit externen Gutachterbüros zusammen, sowohl in puncto Brandschutz als auch zur Arbeitssicherheit. Das greift manchmal ineinander. Die prüfen: Wo gibt es Risiken? Wie können wir die vermeiden?
Zum Beispiel?
Meierjohann: Denen fällt etwa auf, wenn ein Feuerlöscher zu tief oder zu hoch hängt. Alle Elektrogeräte sind mit Prüfsiegeln versehen und werden jährlich kontrolliert. Wichtig sind die Schulungen der Mitarbeiter. Eigene Geräte dürfen die nicht mitbringen, sogar eigene Handys sind verboten bei uns.
Was würde im Brandfall passieren?
Meierjohann: Das hängt natürlich davon ab, wo es brennen würde. Wir haben mehrere Rettungstore für Feuerwehr und Krankenwagen. Für die Besucher gibt es markierte Sammelpunkte, im Gebäudebereich beleuchtete Notausgangschilder. Den Mitarbeitern an den Attraktionen liegen alle Notfallnummern vor.
Was, glauben Sie, ist in Rust passiert?
Meierjohann: Wir wissen auch nicht mehr, als was in der Presse steht. Aber eine Besonderheit bei uns sind die Wasserattraktionen. Die dienen auch als Löschteich. Dadurch haben wir schon über 5000 Kubikmeter Löschwasser vor Ort.
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