Wird in Eberstadt ein Skate- und Bikepark gebaut?
Halfpipes, Rampen und Co.: Die Eberstädter Rathausverwaltung prüft nach dem jüngsten Gemeinderatsbeschluss, ob und wie eine Anlage realisiert werden kann.

Noch ist es nur eine Idee. Aber vielleicht lässt sich der Vorschlag einiger Eberstädter Gemeinderäte ja tatsächlich realisieren. Jedenfalls wird nun geprüft, ob auf dem Schotterplatz bei der Eberfirsthalle ein Skate- und Bikepark errichtet wird.
"Wir sind angesprochen worden von Eltern und Kindern. So kam das zustande", erklärte Gemeinderat Ulrich Hetke (SPD) warum er, Fraktionskollegin Helen Beattie sowie Thilo Rank (BWV) und Marco Hinner (CDU/Freie) zur jüngsten Gemeinderatssitzung beantragt hatten, dass ein Skate- und Bikepark errichtet werden soll.
Jugendliche sollen beteiligt werden
Als Standort käme, heißt es in dem schriftlichen Antrag, der Schotterplatz bei der Halle in Betracht. "Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen dies möglich wäre." Außerdem ist die Idee des Quartetts: Die Eberstädter Jugend soll bei Planung und Errichtung beteiligt werden und sich später auch darum kümmern, dass alles in Schuss bleibt.
Freude beim Bürgermeister

Bei Bürgermeister Stephan Franczak rannten die vier Antragsteller offene Türen ein. "Ich habe mich über den Antrag sehr gefreut. Er entspricht dem, was wir im Rathaus auch schon überlegt hatten." Hintergrund: Die Außenanlagen der neuen Eberfirsthalle würden zunehmend von Fahrrad- und Skateboardfahrern beansprucht und sähen entsprechend lädiert aus. Außerdem stehe in Lennach eine Halfpipe, die ein junger Mann gemeinsam mit seinen Kumpels gebaut habe, die dort, wo sie stehe, aber nicht zulässig sei.
Franczak berichtete: "Ich habe mit dem jungen Mann gesprochen." Der 19-Jährige habe sich sehr über die Idee des Skate- und Bikeparks gefreut. Auch dem Rathauschef ist wichtig, dass die Nutzer bei Pflege und Instandhaltung einbezogen werden. Der versicherungsrechtliche Aspekt sei noch zu klären und auch die Frage, ob und wie die Skater organisiert werden könnten. Denkbar sei es eventuell, dass sie eine Abteilung des VfL werden.
Annemone Weiner (BWV) monierte: "Für mich ist der Antrag nicht umfassend genug. Wie soll das Ganze aussehen?" Auch zu den Kosten sei nichts gesagt. Auf dieser Grundlage könne sie keinen Beschluss für einen Skatepark fassen. Franczak entgegnete, es gehe zunächst einmal darum, die Sache zu prüfen. So hätten es die vier Räte in ihrem Antrag ja auch formuliert. Eberstadt-typisch ging es dann im Gremium für ein paar Minuten turbulent zu im Bemühen, Antworten auf die Frage zu finden, was denn nun eigentlich der Beschlussvorschlag der Verwaltung beinhalte. Nachdem die Gemüter wieder auf Betriebstemperatur heruntergekühlt waren, einigte man sich darauf, der "Errichtung eines Skater- und Bikeparks" die Wörter "Prüfung der" voranzustellen.
Viele Fragen sind zu klären
Wie groß ist der Flächenbedarf? Welche Obstacles kommen infrage? Wie muss der geschotterte Platz, der an den Parkplatz der Halle in Richtung Lennach angrenzt, präpariert werden, damit Skater ihn nutzen können? Müssen Bereiche asphaltiert werden? Oder braucht"s einen speziellen Belag? Was kostet das Ganze? Kann es sich die Gemeinde leisten? All das sind Fragen, die es nun abzuarbeiten gilt. Franczak schweben Quarterpipe und Co. in der Art vor, wie es sie in der Gemeinde Bretzfeld gebe: "Die Teile sind dort nicht betoniert, sondern im Erdreich verschraubt. Man kann sie also wieder wegmachen."
Historie
Die Geschichte des Skateboardings begann laut Wikipedia in den 1950er Jahren an der Südwestküste Kaliforniens. Damals schraubten Surfer Räder unter kleine Surfbretter. Sie wollten damit die Surfbewegung auf der Straße nachahmen, wenn der Wellengang nicht günstig war. Der Prototyp des Skateboards hieß Asphaltsurfer. In den 60er Jahren wurde damit begonnen, Skateboards industriell zu produzieren. Ab 1975 wurde Skateboarding auch in Deutschland populär.



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