Was Krippen- und Kindergarten in der Fleiner Schulstraße im Spielgarten erwartet
Endspurt bei der Außenanlage der Kita Schulstraße in Flein. Auch die Tiefgarage ist jetzt fertig. Am 13. Mai ist Tag der offenen Tür.

Der erste Gedanke: Das sieht ja aus wie ein gallisches Dorf! Die Wackersteine liegen bereit, so dass Obelix nur zupacken muss. Und seinen wendigen und flinken Kumpanen Asterix kann man sich auf den Holzstangen von Hütte zu Hütte balancierend vorstellen. Welch ein toller Spielgarten erwartet die Mädchen und Buben der Kindertagesstätte Schulstraße in Flein. Am Montag, 15. Mai, dürfen sie ihn erobern. Zuvor, am Samstag, 13. Mai, von 10 bis 13 Uhr, können ihn Interessierte in Augenschein nehmen genauso wie die Tagesstätte selbst. Sie ist zwar seit 2019 in Betrieb, aber wegen der Pandemie noch nicht eingeweiht. Einen offiziellen Akt gibt es nicht, sondern einen Tag der offenen Tür. Der zweite Bauabschnitt - Tiefgarage und Spielgarten - ist auf der Zielgeraden.
Wasserpumpe und Rennbahn
Die Erzieherinnen haben an das große Fenster im ersten Stock der Kita ein Sofa gestellt. Dieser Beobachtungsposten ist begehrt, haben doch die Kinder einen guten Aus- und Überblick auf und über die Baustelle, die sie neugierig verfolgen. "Sie freuen sich unwahrscheinlich", weiß Fabienne Bohn, wie gespannt sie auf ihr neues Freiluft-Reich sind. "Es lässt Kinderherzen höher schlagen, wenn es Wasser gibt", meint Bohn, seit knapp zwei Wochen neue Kita-Leiterin. Dieser Wasserpumpenspielbereich auf dem Fundament von Granit-Wackern ist eine Besonderheit, das Herzstück aber ist zweifelsohne die Bobbycar-Rennbahn auf der oberen Ebene. Geschottert ist sie schon, nur der Asphalt fehlt noch. Ein Spielgarten wie aus dem Bilderbuch, beschreibt Bohn die Gestaltung und Möblierung durch die Firma Tollerei. "Erstklassig", sagt Bauamtsleiterin Annika Gärtner. "Auf einer begrenzten Fläche hat man das Maximale herausgeholt."
Klettern, rutschen, schaukeln und sandeln

Nur 500 Quadratmeter weist die Decke der Tiefgarage auf. "Es gibt ganz viele Möglichkeiten", sagt Bohn: klettern, rutschen, schaukeln und sandeln auf der unteren Ebene. Die Kinder könnten in der Spiellandschaft ihre Grenzen austesten, sich was zutrauen. Denn Balancier-Holzstangen, die zum Beispiel in die windschiefen Hütten führen, gibt es reichlich. In Hochbeeten können die Kleinen gärtnern, kleinere Gerätschaften sind in der Sortierwand aufgeräumt, für größere ist unter der Fluchttreppe eine Gartenhütte gebaut worden.
Unter Bewegungsmangel werden die Kinder nicht leiden. Ein kleiner Fußballplatz mit Torwand vor der Säulenbuche wartet auf junge Kicker. An der Wand zur Kita wird eine Terrasse mit Sonnenschirmen angelegt, erklärt Gärtner. Über dem Wasserspiel schützt ein Sonnensegel die Kinder. Das Gelände wird eingezäunt, erklärt Bauingenieur Steffen Köhler von der Ingenieur-Gesellschaft K + K aus Erlenbach. Pflanzbeete und ein Grünstreifen vor dem Zaun sorgen für Farbtupfer.
Für die Sicherheit ein Fußweg

Neben der Zufahrt zur Tiefgarage entsteht entlang des Dorfgrabenschulhauses ein Fußweg, damit Schüler und ein- und ausfahrende Autos sich nicht in die Quere kommen. Die Firma Hestermann aus Mosbach montiert die Tore für die unterirdischen Parkplätze. Elf entstanden im ersten Bauabschnitt unter der Kita - waren aber ohne Rampe nicht nutzbar. Die Erweiterung brachte nun zwölf weitere Plätze. Nutzer sind das Personal der Kita und die Lehrer der St. Veit-Schule.
"Wir liegen gut in den Kosten", sagt die Bauamtsleiterin. Die Aufträge für den Spielplatz, den die Firma Tollerei geplant hat und baut, liegen unter den erwarteten 300.000 Euro. Tiefgarage und Nebenkosten belaufen sich auf knapp eine Million Euro. Eine solide aufgestellte Berechnung, gute Planung und ausbleibende Lieferschwierigkeiten, weil es genügend zeitlichen Vorlauf gegeben habe, nennt Köhler als Gründe, warum alles so gut geklappt hat. "Glück bei der Vergabe gehört auch dazu", will der Bauingenieur aber nicht verschweigen.
Es gab Zuschüsse
Am Tag der Städtebauförderung am Samstag, 13. Mai, von 10 bis 13 Uhr können die neue Kita, Spielgarten und Tiefgarage besichtigt werden. Für den Außenbereich erwartet die Gemeinde 25.000 Euro aus dem Landessanierungsprogramm, in dem der Abbruch der Pusteblume (40.000 Euro) zu 100 Prozent gefördert wurde. Für die Stellplätze gibt es je 9000 Euro vom Land.

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