Stadt Weinsberg schafft Spielgeräte für Kleinkinder an
Der Weinsberger Gemeinderat gibt grünes Licht für die Nachrüstung der öffentlichen Spielplätze für unter Dreijährige. Im Neubaugebiet hatten die Eltern schon Unterschriften gesammelt.

Der Antrag der Linken-Fraktion im Weinsberger Gemeinderat war erfolgreich. Die Fraktion hatte moniert, dass auf zahlreichen öffentlichen Spielplätzen der Stadt Spielgeräte für Kinder unter drei Jahren fehlen und gefordert, diese zu ergänzen. Einstimmig beschloss das Ratsgremium, in einem ersten Schritt zunächst drei Spielplätze nachzurüsten. Alle drei würden von Familien mit Kleinkindern stark frequentiert und für insgesamt 16.500 Euro mit altersgerechten Spielgeräten für Kleinkinder ausgestattet.
Stadtverwaltung nimmt Bestandserhebung vor
In weiteren Schritten wird die Stadtverwaltung, ergänzend zum Antrag der Linken-Fraktion, im Lauf des Jahres eine Bestandserhebung auf allen anderen öffentlichen Spielplätzen der Stadt durchführen. "Wir werden die Spielplätze im Hinblick auf ihre Kleinkindtauglichkeit im Verhältnis zu den Kleinkindern, die in der Umgebung wohnen, untersuchen und gegebenenfalls Maßnahmen für eine entsprechende Ausstattung in den kommenden Haushaltsjahren vorschlagen", erklärte Stadtbaumeister Nicolas Rautenberg. Die Verwaltung habe zunächst die Spielplätze Friedhofstraße, Bleich und Flürle unter die Lupe genommen.
Im Einzugsbereich des Spielplatzes Friedhofstraße leben derzeit 35 Kinder im Alter bis drei Jahre. Dort gebe es nur sehr hohe Klettergerüste. "Der Spielplatz ist für Familien mit kleinen Kindern ungeeignet", stellte Rautenberg fest. Eine Erweiterung mit einem Spielhaus wäre wünschenswert, könne aber aus Platz- und Sicherheitsgründen nicht realisiert werden. Daher schlage die Verwaltung die Nachrüstung mit einem Wipptier vor.
81 Kleinkinder unter drei Jahren leben im Einzugsbereich des Spielplatzes Bleich. Auf dem Spielplatz in der Bleich könnten Kleinkinder nur im Sand spielen. Schaukel, Klettergerüst und Rutsche seien nicht für Kleinkinder geeignet. Die Verwaltung empfehle die Nachrüstung entsprechend des Antrages mit einer Vogelnestschaukel in Kombination mit einer Kleinkindschaukel. Ein Spielhaus sei aus Platzgründen ebenfalls nicht möglich.
Im Einzugsbereich des Spielplatzes Flürle leben aktuell 49 Kinder. "Auf diesem Spielplatz ist viel Raum für eine Nestschaukel oder eine Kleinkindschaukel, ebenso gibt es keine kleine Rutsche oder Reittiere für Kleinkinder", stellte Rautenberg fest. Entsprechend werde vorgeschlagen, ein Wipptier und ein Spielhaus für Kleinkinder nachzurüsten.
Sonderfall im Neubaugebiet
Ein Sonderfall sind die beiden vom Erschließungsträger IBW zusammen mit dem Stuttgarter Landschaftsarchitekturbüro Pfrommer und Röder angelegten öffentlichen Spielplätze im Neubaugebiet Heilbronner Fußweg. Per Unterschriftenliste haben junge Familien die mangelnde Ausstattung mit kleinkindgerechten Spielgeräten moniert. "Wir nehmen diese Anregungen ernst haben das Büro Pfrommer um eine Stellungnahme gebeten", erklärte Bürgermeister Stefan Thoma. Die Stadt werde nach Vorliegen der Stellungnahme die Spielplätze nach ihren Möglichkeiten gegebenenfalls nachrüsten.
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