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Nächster Schritt zum neuen Pflegeheim in Beilstein

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Der Beilsteiner Gemeinderat hat die Aufstellung des Bebauungsplans für den Neubau des Pflegeheims Haus Ahorn beschlossen. Am neuen Standort auf dem jetzigen Busdepot sollen 75 Plätze entstehen.

Auf dem rund 4500 Quadratmeter großen Areal, das derzeit noch als Busdepot genutzt wird, soll der Neubau des Pflegeheims entstehen.
Foto: Andreas Zwingmann
Auf dem rund 4500 Quadratmeter großen Areal, das derzeit noch als Busdepot genutzt wird, soll der Neubau des Pflegeheims entstehen. Foto: Andreas Zwingmann  Foto: Zwingmann, Andreas

Für den Neubau des Pflegeheims Haus Ahorn hat der Beilsteiner Gemeinderat jetzt den nächsten großen Schritt getan und einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gelände des Busdepots beschlossen, auf dem das Gebäude errichtet werden soll.

Nachdem das Gremium in seiner Sitzung im März darüber entschieden hatte, das Busdepot von seinem jetzigen Standort in das Areal Drittelwiesen an der L1100 zu verlegen (wir berichteten), war der Weg nunmehr frei für die weitere Planung in Sachen Pflegeheim. Das ehemalige Feuerwehrgelände am Winzerhausener Weg, an dem die Einrichtung neu gebaut werden soll, wurde in den vergangenen Jahren von der Deutschen Bahn genutzt, um dort über Nacht Busse abzustellen. Das Depot dient den Fahrern zudem als Ort, an dem sie ihre Pausenzeiten einhalten können.

 


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Pflegeplätze sollen in der Stadt bleiben

Mit dem Umzug des Busdepots an seinen neuen Standort im Norden der Stadt kann an alter Stelle nun das Haus Ahorn seinen Platz finden. "Das bestehende Pflegeheim soll neu gebaut werden, da Aufteilung und Größe der Einrichtung nicht mehr zeitgemäß sind", erläuterte Bauamtsleiter Eugen Raile. Weil die Stadt die Pflegeplätze im Ort halten will, stand die Standortsuche in der Vergangenheit immer wieder auf der Agenda - nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit der weiteren Planung für die Verlegung des Busdepots.

Drei Stockwerke mit Einzelzimmern

Auf dem knapp 4500 Quadratmeter großen Areal soll "eine neue und moderne Unterkunft für pflegebedürftige Menschen entstehen, die auch die Arbeit des Pflegepersonals erleichtern und unterstützen soll", wie es in der Begründung zum Bebauungsplan heißt. Vorgesehen sei ein Gebäudekomplex mit 75 Pflegeplätzen, die sich auf drei Stockwerken in Gruppen mit je 15 Einzelzimmern aufteilen sollen. Für jede Gruppe soll ein eigener Wohnbereich mit Therapieküche und Zugang zu einem Sinnes- oder einem Dachgarten zur Verfügung stehen. Ergänzend ist ferner eine Begegnungsstätte mit Café und Terrasse vorgesehen.

 


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Damit entspräche der Neubau auch den Richtlinien, die den Stein vor geraumer Zeit ins Rollen brachten. Denn gemäß der Landesheimbauverordnung aus dem Jahr 2009 darf es in Pflegeheimen seit 1. September 2019 im Wesentlichen nur noch Einzelzimmer geben. Dies hätte für das Haus Ahorn aufwändige Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich gemacht, so dass seitens der Leitung ein Neubau an einem anderen Standort in Erwägung gezogen wurde.

Boden durch frühere Nutzung verunreinigt

Oliver Kämpf von der Bürgerliste wies darauf hin, dass auf dem Gelände Verunreinigungen vorliegen. Dem Textteil des Bebauungsplans zufolge ist der ehemalige Bahnschotter durch die Ladevorgänge und Bahnemissionen entsprechend verunreinigt. Darüber müsse sich der Eigentümer im Klaren sein. "Wir sollten deshalb auch klären, dass dadurch möglicherweise entstehende Kosten zu Lasten des Käufers gehen", so Kämpf. Kämmerer Werner Waldenberger versicherte, dass man auch in dieser Hinsicht in enger Abstimmung mit dem Planer sei.

Thomas Bauer (FWV) wollte wissen, welche maximal zulässige Höhe für den Gebäudekomplex gilt, da zum einen von einer Maximalhöhe von 12,50 Metern die Rede sei und zum anderen von drei Vollgeschossen. "Diese könnten am Ende womöglich höher sein", so Bauer. Diese Befürchtung konnte Eugen Raile entkräften: "Die 12,50 Meter müssen eingehalten werden", erläuterte der Bauamtsleiter.

 
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