In Beilstein sind am Schmotzigen Donnerstag die Piraten los
Die Beilsteiner Stadtkapelle lud unter dem Motto "Fluch der Karibik" zur Faschingsparty. Rund 300 Narren feiern die fünfte Jahreszeit.
Piraten und Seemänner strömten am Donnerstagabend in die Stadthalle - gefährlich waren sie allerdings nicht. Es waren närrische Besucher, die bei der Faschingsparty der Beilsteiner Stadtkapelle den "SchmoDo", den Schmotzigen Donnerstag, einläuteten.
Vorstandsmitglied Harald Baß ist dankbar für das Engagement der rund 50 freiwilligen Helfer des Blas- und Akkordeonorchesters der Stadtkapelle. Der Aufwand sei groß, berichtete Baß, "aber er lohnt sich". In den fünf Jahren, in denen er bereits als Vorstand tätig ist, habe er zwei wesentliche Veränderungen festgestellt: Zum einen habe sich das Publikum verjüngt. Früher seien mehr ältere Gäste zur Karnevalparty gekommen, heute ist der Großteil von ihnen deutlich jünger und zwischen 18 und 25 Jahre alt. Aber nicht nur das Durchschnittsalter der Besucher sinke, so Baß weiter, sondern auch die Zahl.
"Früher kamen zwischen 600 und 800 Leute. Da war der Andrang deutlich größer", sagte Baß. Das sei in den letzten Jahren nicht mehr der Fall gewesen. Im Vorfeld habe man deswegen kräftig die Werbetrommel gerührt und mit Plakaten und Beiträgen in den sozialen Medien auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. Letztendlich waren 300 Gäste der Einladung gefolgt. "Mit dieser Besucherzahl sind wir zufrieden", sagte Harald Baß.
Die Deko diente schon beim Kinderfasching
Der Großteil der Tanzfläche war voll von tanzenden Piraten, die zur Musik von DJ Wolle, einem ehemaligen Mitglied der Stadtkapelle, bis spät in die Nacht feierten. An der Decke hingen Flaggen, Anker, Totenköpfe und Palmen aus Plastik. Die Kulisse machte deutlich: Hier sind die Piraten los. Das Motto "Fluch der Karibik" sei eine Win-win-Situation gewesen, sagte Harald Baß. "Der Kinderfasching vergangene Woche stand auch schon unter dem Piraten-Motto." Die Dekoration konnte deswegen mit übernommen werden. Doch nicht nur Piraten tummelten sich unter den Faschingsgästen. Vereinzelt hatten sich Hexen, Krankenschwestern, der Joker oder Kleopatra - ihr richtiger Name lautet Kristina Safrani - unter das Partyvolk gemischt. "Ich komme von einer anderen Faschingsfeier und habe mein Kostüm gleich anbehalten", so die Beilsteinerin. Sie sei die letzten Jahre regelmäßig bei der Party der Stadtkapelle zu Besuch gewesen. "Es ist einfach lustig. Es macht immer wieder Freude, herzukommen."
Das Motto "Piraten" ist bei der Kostümwahl hilfreich
Henning Specht ist hingegen zum ersten Mal da. Am meisten freut er sich auf den Auftritt seiner Freundin, die bei der Tanzgruppe der Stadtkapelle, den Mashups, auf der Bühne stehen wird. Das Motto findet er gut, "dann hat man einen Leitfaden. Ansonsten wäre ich überfordert und wüsste nicht, was ich anziehen soll", gab der 22-Jährige zu und lachte. Die Auftritte der Gardegruppe Dance Inspiration aus Gronau begeisterten die Fasching-Fans sehr.
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