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Untergruppenbach

Der Heimatverein Untergruppenbach gibt einen Bildband heraus

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Vereinsvorsitzender Friedrich Eisenmann arbeitete drei Jahre an dem Buch "Gruppenbach und Heinriet im Wandel". Die anfängliche Sorge, dass er nicht genug historische Aufnahmen zusammenbekommt, erwies sich im Nachhinein als unbegründet.

Auf 60 Seiten zeigt der Bildband, an dem Friedrich Eisenmann vom Heimatverein Untergruppenbach gearbeitet hat, wie sich die Gemeinde gewandelt hat.
Foto: Ralf Seidel
Auf 60 Seiten zeigt der Bildband, an dem Friedrich Eisenmann vom Heimatverein Untergruppenbach gearbeitet hat, wie sich die Gemeinde gewandelt hat. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Vor gut drei Jahren machte sich Friedrich Eisenmann an eine Mammutaufgabe: Er durchforstete das Bildarchiv des Heimatvereins Untergruppenbach, auf der Suche nach geeigneten historischen Fotos, die den Wandel der Gemeinde im Laufe der Jahrzehnte abbilden. Doch nicht alle der 2500 Dateien waren dafür geeignet: Fotos aus den 1950er und 1960er Jahren sind größtenteils verschwommen, stellte der Vereinsvorsitzende fest. Zeitweise überkam ihn die Sorge, dass er nicht genug Bildmaterial für den Band zusammenkommen würde, den er anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Heimatvereins herausgeben wollte.

Am Ende reichte es doch. Vorstandsmitglieder aus Heinriet steuerten eine Vielzahl an Bildern aus ihrem Teilort bei. Und dann erreichten Eisenmann Ende 2019 auch noch Fotos von Helmut Müller. Er hatte vor allem während der 60er und 70er Jahre viel fotografiert, nicht nur Szenen bei Festen und Einweihungen, sondern auch Gebäude im Ort. "Er hatte einen guten Blick dafür", sagt Friedrich Eisenmann.

Alle Ortsteile wurde berücksichtigt

Schlussendlich konnte der Hobby-Heimatforscher aus rund 3000 Bildern auswählen, wobei nicht aussagekräftige Abbildungen aussortiert werden mussten. Ende Oktober reichte Eisenmann schließlich den Entwurf für ein 60-Seiten-Fotobuch beim Verlag ein. Herausgekommen ist der Bildband "Gruppenbach und Heinriet im Wandel". Dessen Schwerpunkt liegt auf den Ansichten von Häusern und Gebäuden von einstmals und heute.

 

Alle sechs Ortsteile, Donnbronn, Unter- und Obergruppenbach, Unter- und Oberheinriet sowie der Weiler Vorhof sind berücksichtigt. Eisenmanns Erklärungen runden den zeitgeschichtliche Einblick ab. Die Gegenüberstellung der Aufnahmen erlaubt einen direkten Vergleich von markanten Gebäuden im Ort und wie sie sich im Laufe der Jahrzehnte verändert haben: Wohnhäuser wurden zu Geschäften oder Gasthäuser zu Wohnhäusern, Gebäude wurden saniert oder umgebaut.

Festgehalten ist unter anderem, wie die Baulust um das Untergruppenbacher Rathaus griff und wie im Zuge der Verwaltungsreform das Rathaus in Heinriet 1975 abgerissen wurde.

Von den Veränderungen im Ortsbild lassen sich auch Rückschlüsse auf den gesellschaftlichen Wandel ziehen. Etwa, dass die Landwirtschaft zurückgedrängt wurde: "Bauernhöfe und Höfe allgemein sind verschwunden oder wurden so umgestaltet, dass sie heute nicht mehr zu erkennen sind", schätz Eisenmann.

Die Hoffnung: alle Bände verkaufen

Die Veränderungen des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" ab 1961 hat Eisenmann hingegen während seiner Streifzüge durch die Gemeinde feststellen können, als er aktuelle Aufnahmen machte. "Es stehen viele Bäume im Ort. Manchmal versperren die den Blick auf die Gebäude", sagt er lachend.

Wie so viele andere Vereine auch musste der Heimatverein wegen der Corona-Pandemie auf Veranstaltungen verzichten - ausgerechnet im Jahr seines 40-jährigen Bestehens. Vorträge, Filmvorführungen, Ausstellungen und geführte Ortsrundgänge mussten ebenso abgesagt werden wie der Jubiläumsfestakt mit einem Gastredner. Er sollte an diesem Samstag, 28. November - der Gründungstag 1980 - zu einem Höhepunkt werden. Stattdessen ist "Gruppenbach und Heinriet im Wandel" eine Art Ersatz-Festschrift und eine Besonderheit, die sich der Heimatverein gewünscht hat. Rund 9000 Exemplare wurden angefertigt.

Die Einnahmen kommen dem Verein zugute. "Stolz bin ich erst, wenn alle Bücher verkauft wurden", sagt Eisenmann scherzhaft über die Arbeit der vergangenen drei Jahre.

Das sind die Verkaufsstellen

Das Buch ist ab Dienstag, 1. Dezember, erhältlich im Eine-Welt-Laden, (Heilbronner Straße 1), in der Geschäftsstelle des Heimatsvereins (Falkenstraße 13) und in der Kreissparkasse (Happenbacher Straße 7) in Untergruppenbach, außerdem im Marcado Shop in Unterheinriet. Es kostet 20 Euro und ist im Geier-Verlag erschienen.

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