Containerschule in Talheim wird wieder abgebaut

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Fliegende Klassenzimmer: Die Container, die den Talheimer Grundschülern elf Monate lang als Interimsschule dienten, werden jetzt abgebaut. 530.000 Euro hat die Containerschule gekostet. Nach den Sommerferien wird wieder im sanierten Schulhaus unterrichtet.

Container für Container schwebt über dem Talheimer Schulgelände. Das Übergangsdomizil während der Schulsanierung wird abgebaut.
Foto: Sabine Friedrich
Container für Container schwebt über dem Talheimer Schulgelände. Das Übergangsdomizil während der Schulsanierung wird abgebaut. Foto: Sabine Friedrich  Foto: Friedrich, Sabine

Zentimeter für Zentimeter spannt Hubert Gahm die Ketten an. Ganz vorsichtig hebt der Kranfahrer der Firma Scholpp das mehrere Tonnen schwere Modul an. Mit dem Teleskopausleger, der auf 27 Meter ausgefahren ist, schwenkt er das "fliegende Klassenzimmer" um 180 Grad und setzt es vorsichtig zwischen Mensa und Musikpavillon ab. Kurz nach Ende des Schuljahrs wird wie vorgesehen das Übergangsdomizil der Talheimer Grundschüler abgebaut. Nach den Sommerferien ziehen sie in das generalsanierte Schulhaus zurück.

Kartons und Möbel transportiert

Zum letzten Schultag hat das Lehrerkollegium wieder die Kartons gepackt. Der Talheimer Bauhof und eine Fremdfirma haben diese zusammen mit den Möbeln aus der Containerschule zurück ins Schulhauptgebäude transportiert. Danach sind die Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Abwasser abgebaut worden.

Am Montag hat die dreitägige Demontage des stählernen Baukastensystems begonnen. Alle Verbindungen sowie die Decken- und Seitenverkleidung sind entfernt worden, beschreibt Nikolai Enns von der Firma Holztechnik Neumann aus dem Westerwald die Aufgabe. "Ich gucke, dass alles glatt läuft, dass nichts kaputt geht, nach dem sicheren Arbeiten und dass die Baustelle sauber verlassen wird."

Einer seiner Kollegen steht auf dem Dach des Erdgeschosses und hakt die vier Anschlagsketten in den Vorrichtungen an der Oberseite des nächsten Containers ein. 46 an der Zahl inklusive zwei Treppentürme sind es. Sie wiegen zwischen drei und 7,8 Tonnen.

Es geht in zwei Etappen, weil ein großer Kran nicht in die Einfahrt passt, wie Hubert Gahm erklärt. So sind zwei kleinere Kräne vorgefahren. Der zweite Kran packt die Module, die Gahm zwischengeparkt hat, auf die langen Lastwagen. Je zwei Stück passen darauf. Dann geht es ab nach Heidelberg, wie Enns erzählt. Er hofft, dass am letzten Tag die Lkw schneller zur Verfügung stehen.

Fläche wird wieder eingesät

"Es läuft alles nach Plan", sagt Ortsbaumeister Reiner Schmidt. "Aber hintenraus wird es immer eng." Wenn die Module der Interimsschule abgebaut sind, werden noch die Betonfundamente entfernt. Im nächsten Schritt wird der Schotter entfernt, der vor elf Monaten abgetragene Oberboden wieder aufgebracht und Rasen eingesät. Wenn dieser dicht gewachsen ist, kommen die kleinen Tore und die Boulderwand zurück auf die Spielwiese für die Ganztagsschule.

Inklusive Fundament, Auf- und Rückbau belaufen sich die Mietkosten für elf Monate für die Containerschule auf 530.000 Euro.

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