Zum 60-Jährigen des Scala-Kinos in Neckarsulm läuft Metropolis
Die beliebte Filmkunstreihe im Neckarsulmer Scala-Kino widmet sich im ersten Halbjahr dem europäischen Kino. Der Verantwortliche spricht von herausragenden Produktionen und freut sich vor allem auf zwei Filme.

Die Filmkunstreihe im Neckarsulmer Scala-Kino hat sich etabliert. Das liegt zum einen am außergewöhnlichen Programm, zum anderen am Ambiente des Kinos, das seit mittlerweile sechs Jahrzehnten die Kulturszene in der Stadt prägt. Diesen Geburtstag rückt Robert Belzner, der hinter der Kino-Reihe steht, am Mittwoch, 18. März, ab 20 Uhr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Organisator schwärmt vom nostalgischen Charme
"Besondere Filme in einem besonderen Kino": Unter dieses Motto stellt Robert Belzner die Jubiläumsvorführung im März. Im Programmheft betont er: "Von Beginn an, seit 2007, sind wir mit unserer Filmkunstreihe zu Gast im Scala-Kino und sehr froh, mit dem historischen Filmtheater eine Spielstätte mit besonderem Flair zu haben, die sich ihren nostalgischen Charme über die Jahrzehnte bewahren konnte." Genau am 18. März 1960 habe sich der Vorhang zur ersten Vorstellung geöffnet, als Geschenk zeigt er den 1925/1926 entstandenen Stummfilm-Klassiker. "Wegen Überlänge beginnt der Film bereits um 20 Uhr", heißt es im Programmheft.
Mit Hape Kerkeling geht es am 8. Januar los
Das Halbjahresprogramm fängt am Mittwoch, 8. Januar, mit "der großartigen Verfilmung" der Autobiographie von Hape Kerkeling, "Der Junge muss an die frische Luft", an, schwärmt der Cineast Robert Belzner. "Schwerpunkt des Programms ist wieder das europäische Kino mit herausragenden Produktionen." Zu sehen seien dieses Mal sieben deutsche Filme, vier kämen aus Frankreich, zwei aus den USA und eine Produktion aus Großbritannien.
Auch freut sich der Programmverantwortliche darauf, dass neben Metropolis der Klassiker "Local Hero" gezeigt wird (29. April). Die Komödie stammt aus dem Jahr 1983, in der Beschreibung heißt es: "Weil er ihn fälschlicherweise für einen Schotten hält, schickt der amerikanische Ölmagnat und Multimillionär Happer (Burt Lancaster) seinen Manager MacIntire (Peter Riegert) in ein abgelegenes schottisches Fischerdorf, um es mitsamt idyllischer Umgebung aufzukaufen und darauf eine riesige Raffinerie samt Ölhafen zu errichten."
Diese zwei Filme liegen Robert Belzner am Herzen
Dem Filmkunstreihen-Macher Robert Belzner liegen weitere Streifen am Herzen: "Der deutsche Film ist unterbewertet", betont er. "Hier gibt es Jahr für Jahr herausragende und bemerkenswerte Produktionen, speziell im Arthouse-Bereich." Die junge Regisseurin Nora Fingscheidt, die in Ludwigsburg studiert hat, lege mit "Systemsprenger" ein "fulminantes Kino-Debüt vor, wie man es selten sieht", schwärmt er. Der Film, in Neckarsulm zwei Mal im Januar zu sehen, war der deutsche Vorschlag für den Auslands-Oscar. "Leider hat die US-Academy seine Qualität nicht erkannt."
"My Days Of Mercy" ist eine amerikanische Independent-Produktion, die mit zweijähriger Verspätung nach Deutschland komme. Robert Belzner, der ihn zwei Mal im Februar zeigt, spricht von einem "hervorragender Film der israelischen Regisseurin Tali Shalom Ezer, die mit Ellen Page und Kate Mara zwei Superstars für ihren unabhängig produzierten Film gewinnen konnte". Sie seien von der Geschichte so überzeugt, dass sie sich darüber hinaus sogar als Produzentinnen engagiert hätten.
Das komplette Programm ist im Internet zu finden: hierspieltdiemusik.info
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