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Langenbrettach

Stöbern und Schlemmen an 130 Ständen: Der Brettacher Markt lockt viele Besucher an

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Ob Putzmittel, Dekoobjekte oder Selbstgenähtes: Auf dem Brettacher Markt in Langenbrettach gibt es alles. Den Abschluss der Veranstaltung mit 343-jähriger Tradition bildet ein Feuerwerk am Sonntagabend.

Von Ute Plückthun
Passt perfekt: Damit Enkel Leo nicht am Hals friert, ersteht seine Oma Brygida Sobieski (rechts) am Stand von Beate Hägele zwei Kinderhalstücher.
Foto: Ute Plückthun
Passt perfekt: Damit Enkel Leo nicht am Hals friert, ersteht seine Oma Brygida Sobieski (rechts) am Stand von Beate Hägele zwei Kinderhalstücher. Foto: Ute Plückthun  Foto: Plückthun, Ute

"Hurra, das ganze Dorf ist da", singt der Nachwuchs aus der Kita Helmbundweg bei der Eröffnung an der Gemeindehalle. Ganz genau. Immerhin ist der Brettacher Markt das Highlight in der Gemeinde, das auch aus umliegenden Kommunen viele Besucher lockt. Mit langer Tradition. "Vor 343 Jahren wurde das Marktrecht ausgesprochen", sagt Claudia Erbe, die im Rathaus unter anderem für das Traditionsfest verantwortlich zeichnet. Dort liegt die Urkunde, die den Termin genau festlegt: "Immer am vierten Sonntag im September und der Samstag dazu", erklärt Erbe

Zu Klängen des Musikvereins Langenbeutingen braucht Bürgermeister Timo Natter sechs Schläge beim Fassanstich. Dafür ohne verspritzten Gerstensaft, den auch Christine Büttner in Form eines Humpens Freibier gern entgegennimmt. Sie ist mit Mann und Cousin zum Markt gekommen. "Das gehört dazu, jedes Jahr", versichert sie. Nette Leute treffen und das Wetter hält: Allerdings seien es früher gefühlt mehr Stände gewesen. 130 sind es in diesem Jahr. Immerhin wieder 20 mehr als in der Neuauflage nach Corona 2022. Etliche Vereine sowie ortsansässige Betriebe sind mit süßen oder herzhaften Stärkungen, Bar, Bier und Wein mit im Boot.

 


Die Angebote sind zahlreich

Dass Beate Hägele aus Öhringen im großen Angebot aus Putzmitteln, Taschen oder Kleidungsstücken mit Selbstgenähtem wieder da ist, freut Tina Steinhilber. Die Langenbeutingerin ersteht ein Tablettentäschchen sowie ein Kissen. "Ich habe mir letztes Jahr schon eins gekauft, das hier passt gut dazu", ist sie überzeugt. Was ihr am Fest gefällt: "Die, die man das ganze Jahr nicht getroffen hat, sieht man auf dem Brettacher Markt."

Brygida Sobieski aus Brettach kann am Stand von Beate Hägele ihren Arbeitsauftrag der Schwiegertochter erfüllen. Für Enkel Leo gibt es zwei Kinderhalstücher mit Feuerwehr- und Traktorenprint.

Die Besucher kehren immer wieder zurück

Auch was Thomas Hägele mitgebracht hat, sorgt unter den Passanten für freudiges Erstaunen: Tassen, Milchkännchen, Teller und Suppenschüsseln, die dank Öl-Wasser-Gemisch, Diamantbohrer und Silikonkleber auf langen Stäben zu Gartendeko oder Vogeltränke umfunktioniert sind. Anke Richter und Marcel Siegmann setzen ebenfalls auf Handarbeit. Das Paar aus Oedheim deckt sich am Stand von Birgit Gattenmeyer aus dem Altmühltal, die auch Tier- und Blumenfiguren mitgebracht hat, mit Holzkerzen in allen Variationen vorausschauend für Weihnachten ein. "Sie werden mit der Tochter noch bemalt", plant der Papa die Aktion mit Lia (6).

Am Sonntag hat das Dorfmuseum geöffnet. Mit "The Uniques", "Siggi & Seb" sowie dem Musikverein Lampoldshausen gibt es zum Krämermarkt mit Vergnügungspark an beiden Tagen auch Live-Klänge. Auf die akustische Rock- und Pop-Coverband mit Matthias Körner aus "Bräädich" am Piano freut sich Christine Büttner besonders. Klar, dass sie auch am zweiten Veranstaltungstag da ist. Das Feuerwerk aber, so plant sie, gibt es dank Wohnlage am Berg von zu Hause aus.

 

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