Stimme+
Bad Friedrichshall

Kinder wünschen sich zu Weihnachten, dass Corona verschwindet

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Kinder der Kita Farnweg in Bad Friedrichshall haben viele Wünsche für Heiligabend und wissen genau, wer die Geschenke bringt. Beim Weihnachtsmann-Postamt am Rathaus wurden 400 Wunschzettel abgegeben.

Den Weihnachtsbaum im Kindergarten haben die Fünf- und Sechsjährigen mit selbstgebasteltem Schmuck geschmückt. Was zu Hause unter dem Baum liegen wird, ist für sie eine große Überraschung.
Foto:Mario Berger
Den Weihnachtsbaum im Kindergarten haben die Fünf- und Sechsjährigen mit selbstgebasteltem Schmuck geschmückt. Was zu Hause unter dem Baum liegen wird, ist für sie eine große Überraschung. Foto:Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Wann Weihnachten ist, wissen die Vorschulkinder der Kita Farnweg in Bad Friedrichshall ganz genau. Nämlich dann, wenn sie das letzte Türchen am Adventskalender aufmachen dürfen. Wenn da aus dem größten Fach die letzte Süßigkeit verputzt ist, kommt bald der Weihnachtsmann - oder das Christkind. "Wer nicht brav war, bekommt aber nur schwarze Kohlen", sagt Thiago. Erlebt habe er das aber noch nie. Schließlich sei er bisher immer brav gewesen.

Dass unter dem Tannenbaum an Weihnachten für die Fünf- und Sechsjährigen etwas liegen wird, da sind sie sich sicher. Ob es aber wirklich alles ist, was auf dem Wunschzetteln stand? Bei Ben waren es "20 Wünsche oder mehr", erzählt er. "Vielleicht auch ein paar weniger." Auf jeden Fall stand etwas von Lego drauf. Seinen Wunschzettel hat er zum Weihnachtsmann-Postamt am Bad Friedrichshaller Rathaus gebracht. Da komme er ganz sicher an.

Emilia hätte gern eine Tonie-Box zu Weihnachten, und Eslem wünscht sich einen "Roboter, der gehen kann". Einen Wunsch haben aber alle Kinder: Corona soll weggehen. "Dann kann ich endlich wieder ins Freibad", schwärmt Emilia.

Neuer Baum, aber immer der gleiche Schmuck

Corona hin oder her: Gefeiert wird bei allen Kindern am 24. Dezember, und die Augen leuchten, wenn sie davon erzählen. Bei den meisten steht der Weihnachtsbaum bereits seit ein paar Tagen. "Ich habe beim Schmücken geholfen, das hat Spaß gemacht", erzählt Elisa stolz. Ein bisschen langweilig findet Marlene allerdings, "dass Mama immer den gleichen Schmuck nimmt". Das ist auch bei Thiago so. "Wir haben viel zu viel Schmuck. Der Baum ist aber immer neu", erzählt er. Sterne mit Glitzer, rote, grüne, silberne Kugeln, bunte Lichterketten, das gehört für die Kita-Kinder zu einem schönen Baum dazu.

Aber wie kommen eigentlich die Geschenke darunter? Der Weihnachtsmann und das Christkind bringen sie, erklären die kleinen Weihnachtsexperten. "Auch der Nikolaus kann helfen", überlegt Thiago. Er hat nach dem 6. Dezember ja nichts mehr zu tun. Auf jeden Fall bekommen alle braven Kinder auf der Welt etwas zu Weihnachten, erklärt die fünfjährige Emilia. "Der Weihnachtsmann macht das mit einem Schlitten und Rentieren." Thiago weiß: "Mamas Geschenke bringt aber der Papa."

"Bei mir trifft die Zahnfee vielleicht den Weihnachtsmann", erzählt Jack und präsentiert einen sehr wackeligen Wackelzahn. Vielleicht falle der ja genau an Weihnachten raus. Dann kommen die Zahnfee und der Weihnachtsmann am selben Tag.

Bis jedoch Bescherung ist, müssen die Kinder an Heiligabend geduldig sein, wissen sie. "Ich darf vor dem Essen auspacken", sagt Ben erleichtert. Manche müssen bis nach dem Abendessen warten, und bei Emilia gibt es morgens Geschenke. Bei den Kindern der Farnweg-Kita ist das ganz unterschiedlich. Die Freude ist aber bei allen riesig. "Weil es Geschenke gibt", begründen die Kinder im Chor.

Plätzchen essen bis in die Nacht

Aber auch wegen des leckeren Essens. "Ich darf Plätzchen essen bis in die Nacht", schwärmt zum Beispiel Thiago. Das Beste sei aber gewesen, den rohen Keksteig beim Backen zu naschen. "Bei Oma gibt"s Spätzle", erzählt Elisa. Auf "Pommes und Chicken Nuggets" freut sich Emilia als Weihnachtsessen. Aleyna isst an den Feiertagen besonders gern "Plätzchen mit Zucker, das ist meine Lieblingssorte".

Auf vielen Wunschzetteln ist Corona ein Thema

Das Weihnachtsmann-Postamt hatte in der Adventszeit auch dieses Jahr wieder vor dem Bad Friedrichshaller Rathaus geöffnet. Kinder konnten dort ihre Wunschzettel in den Briefkasten werfen und ohne Porto an den Weihnachtsmann schicken. Knapp 400 mühevoll gestaltete Wunschzettel sind zusammengekommen und an den Weihnachtsmann weitergeleitet worden, berichtet Katrin Neumann von der Stadt. "Und alle wurden beantwortet", weiß sie. Jeder dritte Wunschzettel habe etwas mit Corona zu tun gehabt. Viele Kinder wünschten sich, dass das Virus endlich verschwindet und dass die Familie zusammen feiern kann.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben