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Hardthausen

Ideen geben und Chancen aufzeigen

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Ralph Matousek bewirbt sich für die Bürgermeisterwahl in Hardthausen. Er will die Wähler mit Kompetenz und langjähriger Erfahrung überzeugen.

Von Julia Neuert
Bildung und Betreuung sind für Ralph Matousek wichtige Themen. Dazu gehört für ihn auch der Erhalt der Grundschulen in jedem Ortsteil, wie hier in Kochersteinsfeld. Der 43-Jährige würde dazu einen runden Tisch einrichten. Foto: Dennis Mugler
Bildung und Betreuung sind für Ralph Matousek wichtige Themen. Dazu gehört für ihn auch der Erhalt der Grundschulen in jedem Ortsteil, wie hier in Kochersteinsfeld. Der 43-Jährige würde dazu einen runden Tisch einrichten. Foto: Dennis Mugler  Foto: Mugler, Dennis

Seine Bewerbung für die Bürgermeisterwahl in Hardthausen Ende April abzugeben, sei eine bewusste Entscheidung gewesen. "Wahltaktik", sagt Ralph Matousek. "Für mich war klar, dass der Wahlkampf eine anstrengende Zeit ist." Zufall hingegen sei gewesen, seine Unterlagen fast zeitgleich mit dem zweiten Kandidaten abzugeben.

Der Wunsch, das Bürgermeisteramt zu übernehmen, begleite ihn schon längere Zeit. Nachdem feststand, dass Jagsthausens Bürgermeister Roland Halter für weitere acht Jahre die Geschicke der Gemeinde lenken würde, in der Ralph Matousek seit 2003 Kämmerer ist, entschied er sich, in Hardthausen zu kandidieren. "Die Nachbargemeinde ist attraktiv und steht gut da", betont der 43-Jährige.

Neutraler Blick

Bezüge zu Hardthausen hat der Diplom-Verwaltungswirt bisher wenig. "Das gibt einen neutralen Blick von außen", ist er überzeugt. Wichtiger sei, sich mit der Gemeinde identifizieren zu können. "Das ist ein Schritt, den die Familie mitgehen muss", sagt Matousek. "Das tut sie mit allen Konsequenzen." Im Fall seiner Wahl am 17. Juni würde er mit seiner Familie nach Hardthausen ziehen. Matousek ist seit 17 Jahren mit seiner Frau Heike verheiratet und hat zwei Kinder.

2012 kandidierte er in Untereisesheim, wo er zuvor bereits als Haupt- und Bauamtsleiter gearbeitet hatte − er unterlag aber am Ende Mitbewerber Bernd Bordon. "Ich habe damals meine Erfahrungen gemacht und dazu gelernt." Er bringe Erfahrung, Kompetenz und Leidenschaft für das Bürgermeisteramt mit. "An diesen Begriffen versuche ich, den Bürgern meine Person näherzubringen. Ich bin seit über 20 Jahren in der Kommunalverwaltung und im Umgang mit Menschen tätig." Zugleich habe er immer auch Führungsverantwortung gehabt.

Ehrenamtlich aktiv

Privat verbringe er am liebsten mit seiner Familie und im Freien beim Wandern, Radfahren oder im Garten Zeit, sagt er. Aber auch ehrenamtlich ist Matousek engagiert: Seit 2016 ist er Jugendleiter bei der Feuerwehr in Jagsthausen und seit über 15 Jahren Geschäftsführer des Kulturfördervereins der Burgfestspiele. Seit 2011 ist Matousek zudem geschäftsführender Vorstand des Dorfladens Jagsthausen. Würde er diese Aufgabe weitermachen? "Ich möchte keine schnelle Entscheidung treffen", sagt er. "Ich habe den Dorfladen sechs Jahre mit aufgebaut, er ist mir ans Herz gewachsen." Nach einer Übergangszeit könne er sich aber vorstellen, die verantwortung in gute Hände zu übergeben.

Ganz wichtig sind Matousek die Themen Bildung und Betreuung. "Wir müssen den Kindern einen guten Start ermöglichen." Dazu gehöre für ihn der Erhalt der drei Grundschulen. Kernaufgabe sei es, die Bildungseinrichtungen in der Gemeinde zu begleiten und nach Bedarf auszurichten. Matousek würde einen runden Tisch einrichten, mit Kindergärten Schule und Verwaltung. "Mit mir kann man reden und mich immer ansprechen", betont er. Fertige Konzepte könne er in vier Wochen keine vorlegen. "Ich habe eine Leinwand, wie ein Maler", beschreibt Ralph Matousek. "Jede Begegnung ist ein Pinselstrich."

Weitere wichtige Themen sind für ihn Innenentwicklung und Nahversorgung. "Man muss sich gemeinsam mit den Bürgern Gedanken für jeden Ortsteil machen", sagt der 43-Jährige. Denkbar wäre eine Zukunftswerkstatt, in der Vorschläge zusammen erarbeitet werden. Er habe massenhaft Ideen, auch um das touristische Potenzial der Gemeinde auszuschöpfen. "Aber als Bürgermeister bist du nur der Initiator. Du brauchst auch den Gemeinderat, der mitzieht." Der persönliche Kontakt sei das, was er in einer Gemeinde schätze. "Der Ort lebt vom Miteinander."

Vorstellung der Bewerber

Wir stellen die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl der Reihe nach vor. Nächster Bewerber ist Arnd Oskar Beck.

 
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