Süßigkeitenregen in Bad Friedrichshall: 900 Teilnehmer ziehen beim Kinderumzug durch die Stadt
Bei bestem Wetter ging es durch die Straßen von Bad Friedrichshall und die Schaulustigen füllen ihr Tüten mit Süßigkeiten. Der Kinderumzug der Hühnerläuse ist erneut Publikumsmagnet.

"Die Ohren zuhalten, auf drei geht"s los", nach dieser Ansage von Bölleruli, der traditionell den Startschuss für den Kinderfaschingsumzug in Bad Friedrichshall gibt, setzte sich der Tross von 44 Gruppen mit mehr als 900 Teilnehmern bei bestem Wetter von der Salinenstraße aus in Bewegung. Vorneweg hatte Zugmarschallin Lorett Klein elf Gruppen der Hühnerläuse gesetzt.
Willkommensgruß
Als die ersten Narren die am dichtesten besetzte Kreuzung Römer- und Deutschordenstraße erreichten, empfing sie der hundertfache Willkommensgruß "Helau", die Insider setzten noch ein "Bad Jagstfeld" dazu. Längst einen guten Platz in der Menge gefunden hatten Lisa Philipp und Patrick Zahnert, begleitet von Silas und Luke. Sie wollten auf jeden Fall ihrer Schwester Marleen zuwinken, denn die tanzt beim HCV Hüffenhardt als Tanzmariechen. Allerdings kam die Abteilung erst mit Nummer 23, bis dahin waren die großen Tüten für Süßigkeiten schon ordentlich gefüllt. Gut in Stimmung waren auch ein paar Drachen und Saurier. Es waren Sandra und Tobias Glück aus Neuenstadt mit Jonas und Robin. Für sie ist Verkleidung beim Umzug Pflicht, man gehört ganz anders dazu.
Durch die Stadt im offenen Cabrio
Im offenen Cabrio winkte dann das Jagstfelder Kinderprinzenpaar Jack I. und Kayla I. der jubelnden Menge zu. An ihrer Seite waren Begleiter in Uniform, die allzu neugierige Süßigkeitenjäger abhielten und darauf achteten, dass der Wagen freie Bahn hat. Nur wenige Meter dahinter nutzten Liza II. und Sebastian II., das aktive Prinzenpaar, ihre Sportlichkeit und warfen die Beutel mit Popcorn oder die Mehlpackungen besonders weit. Noch mehr Reichweite stand dem Heilbronner Prinzenpaar zur Verfügung. Julia IV. und Aaron I. waren für diese Kampagne vom Cabrio zum Pickup gewechselt. Auf der Ladefläche hatten sie sich mit Paletten und Kissen einen bequemen Sitz gebaut, es war noch Platz für einen Sonnen- oder Regenschirm und die Beinfreiheit war richtig fürstlich.
Garden tanzen
Zu einem Zug gehören nicht nur Prinzessinnen und Prinzen, begleitet werden sie von kleineren und größeren Garden, die nicht zum Schutz da sind, sondern zwischendurch mal gerne ihre Beine in die Luft werfen und tanzen. Mit eigener Choreographie stachen die Hüffenhardter Garden heraus. Ein Offizier erklomm den Lautsprecherwagen, in dem die Jagstfelder Programmminister Mario Manz und Marvin Loleit die Gruppen ankündigten, und gab die Kommandos. Alle knieten sich hin und erhoben sich dann gemeinsam, tanzten "Humba täterä" und erklärten, warum sie auf Wein und Sekt verzichten.
Zum Mitsingen und -schunkeln animierten dann die heimischen Gigger Gugge, die auch die eine oder andere Drehung im Repertoire haben. So zog der Zug allmählich Richtung Hühnerstall (sprich: Jahnhalle), wo die Großen eine Party erwartete. Die Kinder und Jugendlichen zogen in die Halle ein, wo Lisa Windbiel und Katja Dufner eine Prunksitzung speziell für die Jüngeren vorbereitet hatten.
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