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Heilbronn

Verdi-Offensive gegen verkaufsoffene Sonntage

  
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Der Wirbel um die verkaufsoffenen Sonntage hat die Region Heilbronn-Franken erreicht. Verdi will die Voraussetzungen dafür genau prüfen. Der Einzelhandel der Stadt kann diesen Vorstoß nicht nachvollziehen.

Von unserem Redakteur Joachim Friedl
Bei Jazz & Einkauf ist die Heilbronner Innenstadt proppenvoll. Der Handel profitiert davon. Die Sonntagsöffnung kommt jetzt auf den Verdi-Prüfstand. Foto: Archiv/Berger
Bei Jazz & Einkauf ist die Heilbronner Innenstadt proppenvoll. Der Handel profitiert davon. Die Sonntagsöffnung kommt jetzt auf den Verdi-Prüfstand. Foto: Archiv/Berger  Foto: Berger

Der Wirbel um den verkaufsoffenen Sonntag in Stuttgart hat jetzt auch die Region Heilbronn-Franken erreicht. Nachdem in der Landeshauptstadt ein Fest erfunden wurde, um die Sonntagsöffnung zu legitimieren, wird die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für 2017 sämtliche verkaufsoffene Sonntage auf den Prüftstand stellen.

"Wir werden in jedem Einzelfall genau prüfen, ob die Voraussetzungen für die Sonntagsöffnungszeiten juristisch belastbar sind", sagte Marianne Kugler-Wendt, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Heilbronn-Neckar-Franken, vor Medienvertretern. Auf ihrem Weg will die Gewerkschaft die Kirchen mitnehmen. Das Ziel ist der Schutz der Beschäftigten: "Verkaufsoffene Sonntage sind familienfeindlich", betonte Kugler-Wendt

Wettbewerb

"Nicht nachvollziehen" kann Thomas Gauß den Verdi-Vorstoß und fragt nach der eigentliche Aufgabe von Gewerkschaften: "Müssen sie nicht Arbeitsplätze sichern?" Der Vorsitzende der Stadtinitiative Heilbronn spricht mit Blick auf die Online-Versandhändler von Wettbewerbsverzerrung: "Die haben an 365 Tagen rund um die Uhr offen, wir reden in Heilbronn bei 52 Sonntagen von vier verkaufsoffenen Sonntagen von 13 bis 18 Uhr."

Wie Alina Fischer, Center Managerin der Stadtgalerie, zu dem Verdi-Vorstoß steht, und was Vertreter der Kirchen dazu sagen, lesen Sie in der Langversion des Artikels (Premium).

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