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Event auch im nächsten Jahr

Kletterturm in Bad Wimpfen: "Speedclimbing" und Kinder-Spaß auf 17 Metern Höhe

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In Bad Wimpfen gibt es einen Kletterturm. Am Familientag der Speedclimbing-Veranstaltung kraxeln vor allem die Kleinen

Von Stefanie Pfäffle
Tapfer versucht sich Lena (3) an dem Kinderkletterturm im Wormser Hof.
Fotos: Stefanie Pfäffle
Tapfer versucht sich Lena (3) an dem Kinderkletterturm im Wormser Hof. Fotos: Stefanie Pfäffle  Foto: Pfäffle, Stefanie

Klettern gefällt Frieda ganz arg. Wie cool ist es dann, dass mitten in ihrer Heimatstadt ein 17 Meter hoher Kletterturm steht, an dem sich am Sonntag jeder ausprobieren darf. „Ich bin bis kurz vor das erste Kästchen gekommen, damit bin ich zufrieden“, verrät die Neunjährige. Und auch Schwesterchen Greta (6) hat es Spaß gemacht, in die Höhe zu kraxeln. Wie noch zig anderen, die beim Familientag der BW Open Speedclimbing am Sonntag beim Blauen Turm vorbeischauen.

Kletterwand in Bad Wimpfen: Mit einem Scherz fing alles an

Eigentlich begann alles mit einer kleinen Frotzelei. Als Georg Rakutt mit dem Neffen seiner Frau durch Bad Wimpfen spaziert, fragt er ihn aus Spaß, ob er den Roten Turm hochklettern könnte. Der heißt Moritz Hans und ist sowohl erfolgreicher Kletterer als auch Ninja Warrior. Moritz hätte sogar gleich losgelegt. „Aber ich dachte, da steigen mir die Wimpfener aufs Dach“, meint Rakutt grinsend. Doch der Gedanke geht ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf. Direkt am Turm hoch geht nicht, wegen des Denkmalschutzes, aber was wäre mit einer Wand?

Also geht er zu Bürgermeister Andreas Zaffran mit seiner Idee für eine Kletterveranstaltung. Bei einem ehemaligen Gebirgsjäger, der schon mit vier Jahren mit dem Klettern anfing, rennt er offene Türen ein. Schnell ist klar, es soll der Blaue Turm sein, weil da mehr Platz für Zuschauer ist.


Kletterturm in Bad Wimpfen: Auch im nächsten Jahr soll das Event stattfinden

„Dann haben wir überlegt, wie bekommen wir das Geld zusammen, ich kann da ja keine öffentlichen Gelder nehmen“, erzählt der Schultes. Denn so ein international genormter Kletterturm ist richtig teuer. Also klopfen sie bei den Bad Wimpfener Firmen an.

„Ich glaube, wir mussten nirgends mehr als fünf Minuten reden.“ Fürs nächste Jahr habe er schon die ersten vier, fünf am Haken. „Wiederholung droht.“ Am Samstag treten dann tatsächlich nationale und internationale Spitzenathleten vor einem bis auf die letzte Reihe gefüllten Platz gegeneinander an (siehe Sportteil) und machen abends gemeinsam Party.

Auch Bürgermeister Andreas Zaffran, der bereits im zarten Alter von vier Jahren zu klettern begann, wollte hoch hinaus.
Auch Bürgermeister Andreas Zaffran, der bereits im zarten Alter von vier Jahren zu klettern begann, wollte hoch hinaus.  Foto: Seidel, Ralf

Kletterturm in Bad Wimpfen: Speedkletterer zeigen ihr Können

Das Schönste für Georg Rakutt ist die Begeisterung der Sportler für Bad Wimpfen. Es mag zwar ein Klischee sein, aber speziell die Amerikaner sind hellauf begeistert von der Altstadt. 16 Kletterer finden sich zur angebotenen Stadtführung ein und das Freibad kommt auch besonders gut an.

Am Sonntag dann also für alle. Steine mit insgesamt 32 Tonnen Gewicht halten die Wand in der Senkrechten zwischen Turm und Rathaus. Helfer von der Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins sind für die Sicherung da, wobei die Kletterer hier nicht klassisch von einer anderen Person, sondern automatisch durch Autobelays abgesichert werden. „So schnell wie die Speedkletterer nach oben wetzen, kann kein Mensch Seil nachgeben“, erläutert Rakutt.

Bad Wimpfen: Am Familientag der Speedclimbing-Veranstaltung kraxeln vor allem die Kleinen

Es sind vor allem Kinder, die sich trauen, aber auch Andreas Zaffran will hoch hinaus. Spaßeshalber tritt er gegen Linus Bader aus dem deutschen Nationalkader an. Der wartet dann auch mal großzügig auf den Bürgermeister, so dass es ein „knappes“ Unentschieden wird.

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Während sich in den Gassen rund ums Rathaus die Sponsoren präsentieren, steht im Wormser Hof noch ein Kinderkletterturm. Nicht ganz so hoch, probieren sich hier schon die Kleinsten aus. Lena klettert zum ersten Mal und macht das richtig gut. „Aber es war schon schwierig“, meint die Dreijährige schüchtern. Ihre Schwester Julia (6) klettert richtig gern, bettelt auch immer wieder um einen Besuch in der Kletterarena, berichtet Mama Katharina Grochola.

„Wenn es dann hier so ein Event gibt, muss man das schon mitnehmen.“ Julia gefällt es dann auch sehr gut. Sie testet beide Kletterwände. „Der Kinderturm ist schwieriger“, stellt sie fest. Na wenn das mal die Profis hören.

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