Kinderfreizeit auf dem Heilbronner Gaffenberg: 1000 Plätze sind bereits vergeben
Mit Beginn der Sommerferien startet die Kinderfreizeit auf dem Heilbronner Gaffenberg mit ihrer 99. Auflage. Anmeldungen sind noch bis Mittwoch, 19. März, möglich.

Eigentlich hat Leon Rapp mit Heilbronn nicht viel zu tun. In der Käthchenstadt kennt der 25 Jahre alte Medizinstudent in Heidelberg nur das Haus seiner Großeltern und eben den Gaffenberg. Hierhin hat es den gebürtigen Mannheimer bereits ab seinem siebten Lebensjahr hingezogen. Weil seine Mutter ursprünglich aus Heilbronn kommt und sich über Jahre hinweg als Betreuerin auf dem Gaffenberg engagierte, sagt Rapp.
Seit Rapp 17 Jahre alt ist, tritt er in die Fußstapfen seiner Mutter. Seitdem ist er ununterbrochen Onkel bei der Gaffenberger Ferienfreitzeit. In diesem Jahr ist er erstmals Oberonkel und trägt damit eine besondere Verantwortung. „Der Gaffenberg ist ein einmaliger Ort. Es ist das größte Waldheim in Europa“, macht der Medizinstudent keinen Hehl aus seiner Begeisterung für die Heilbronner Kinderfreizeit.
Die Anmeldungen für die kommende Freizeit sind bereits online eingegangen. Für die erste Freizeit vom 4. bis 16. August sind rund 800 Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren angemeldet. Platz gibt es für 1200 bis 1300 Kinder. Für die zweite Freizeit vom 18. bis 30. August gibt es in der Regel weniger Platz. Für diesen Zeitraum sind bereits rund 200 Anmeldungen registriert.
Anmeldungen sind noch bis 19. März möglich
Online können Kinder unter www.gaffenberg.de noch bis Sonntag, 16. März, angemeldet werden. Ab kommender Woche sind von Montag, 17. März, bis Mittwoch, 19. März, jeweils von 15 bis 19 Uhr persönliche Anmeldungen im Hans-Riesser-Haus am Wollhaus 13 möglich.
Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren können sich bei der Gaffenbergfreizeit als sogenannte Küchenkinder engagieren. „An vier Tagen in einer Woche arbeiten sie in der Küche mit. An den anderen beiden Tagen nehmen sie ganz normal an der Freizeit teil.
Der Pool an ehrenamtlichen Helfern ist groß. Rapp schätzt die Zahl der potenziellen Betreuer auf rund 250 Personen. Gebraucht werden voraussichtlich rund 130 pro Freizeit. Erstmals nach zwei Jahren gibt es bei der Freizeit auch wieder eine hauptamtliche Waldheimleitung. Zwar ist die Jugendpfarrstelle noch immer vakant. In die Bresche springt in diesem Jahr aber Chico Ferreira-Schmidt. Der 25-Jährige hat soziale Arbeit studiert und war, bevor er bereits die letzten beiden Jahre Büroonkel war, sechs Jahre lang Onkel, so Leon Rapp.
Die Gebühr für die Kinderfreizeit ist wieder sozial gestaffelt
Die Teilnahmegebühr ist auch in diesem Jahr wieder sozial gestaffelt und richtet sich nach dem Einkommen der Eltern. Sie liegt für Kinder aus Heilbronn bei rund 220 bis 290 Euro pro Freizeit und Kind. Für Kinder, die von weiter her kommen, liegt die Teilnahmegebühr bei zwischen 250 und 320 Euro. Rapp begründet letzteres damit, dass für Kinder aus dem Landkreis andere Busse organisiert werden müssen.
Auch Kinder mit Behinderung sind auf der Gaffenbergfreizeit herzlich willkommen, so der Oberonkel. Die Teilnahme kostet für sie genauso viel wie für ein Kind ohne Behinderung. „Wir sind eine inklusive Freizeit“, betont Leon Rapp.
Die Kosten für Familien mit Finanzierungsbedarf können zum größten Teil über einen Patenschaftsfond übernommen werden, so Rapp weiter. Dieser Fond speist sich aus Spenden unter anderem von Eltern, die ihre Kinder anmelden und auch anderen Kindern ermöglichen wollen, an der Freizeit teilzunehmen.
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