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„War Stimmungsmacher“: Jayden aus Cleebronn bei „Germany’s Next Topmodel“

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Hobby-Tänzer Jayden Lack (22) aus Cleebronn nimmt bei der Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ teil. Im Interview erzählt er, wie er im Zabergäu aufwuchs und warum er für das Casting extra seine Zeugnisvergabe sausen ließ.


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Jayden Lack (22) aus Cleebronn ist in der aktuellen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM) auf Pro Sieben zu sehen. Mit einer Größe von 1,73 Metern gehört er zu den kleineren Teilnehmern, dafür greift er auf jahrelange Tanzerfahrung zurück. Im Interview spricht er über seine Kindheit im Zabergäu, seine Erfahrungen bei der Show und warum er für das Casting seine Zeugnisvergabe sausen ließ – wie er abschneidet, darf er aber nicht verraten.

GNTM-Kandidat Jayden Lack: Vom Zabergäu auf die große Modelbühne

Wir treffen uns heute in deiner Heimat, dem Zabergäu. Was bedeutet dir die Region?

Jayden Lack: Das Zabergäu habe ich am Anfang meiner Kindheit eigentlich nicht verlassen. Ich komme aus Brackenheim-Dürrenzimmern, danach bin ich in Botenheim aufgewachsen. Seit sechs Jahren wohne ich jetzt in Cleebronn. Ich habe in Heilbronn mein Fachabitur und anschließend meine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert. 

In deiner Freizeit bist du begeisterter Tänzer. 

Lack: Ich tanze, seit ich zwölf Jahre alt bin. In meinem Verein, dem TSV Botenheim, tanze und unterrichte ich Commercial – eine Unterkategorie vom klassischen Hip-Hop. Man kann sich das so vorstellen wie in den Musikvideos. Seit 2025 tanze ich auch klassisches Hip-Hop in einer Tanzschule bei Vaihingen an der Enz. Bevor ich zum Tanzen gekommen bin, habe ich aber auch ganz viele andere Hobbys ausprobiert, im Kindergarten habe ich zum Beispiel voltigiert.

Jayden Lack mit seiner Hündin Willow in seinem zu Hause in Cleebronn.
Jayden Lack mit seiner Hündin Willow in seinem zu Hause in Cleebronn.  Foto: Heil, Theresa

Warum strebst du trotz deiner Liebe zum Tanzen eine Modelkarriere an?

Lack: Ich mag es zwar, als Tänzer auf der Bühne zu stehen, und ich würde auch gerne große Shows tanzen. Aber ich habe auch schon immer gerne Fotos gemacht und mich vor eine Kamera gesetzt. In ein altes Freundebuch habe ich geschrieben, dass ich Modedesigner und Model werden will. Das interessiert mich schon, seit ich klein bin. 

Seit 2024 dürfen auch Männer an der Show teilnehmen. Wie kam es, dass du dich jetzt beworben hast?

Lack: Ich habe GNTM schon seit Ewigkeiten verfolgt. Als auch Männer zugelassen wurden, war ich voller Freude und wollte mich direkt bewerben. Aber ich hatte erst meine Ausbildung angefangen. Jetzt hat alles wie die Faust aufs Auge gepasst, weil ich mit der Ausbildung fertig geworden bin. Die Zusage für das Casting habe ich bekommen, als ich nach den Prüfungen im Ägyptenurlaub war. Also habe ich extra meinen Rückflug umgebucht. Dadurch habe ich dann auch die Zeugnisvergabe verpasst, weil die zeitgleich stattfand.

Warum der 22-Jährige für „Germany’s Next Topmodel“ sogar seine Zeugnisvergabe verpasste

Das Casting war dir wichtiger als deine Zeugnisvergabe?

Lack: Ja, auf jeden Fall! Und es hat sich auch gelohnt. Eine gute Freundin hat von mir eine Vollmacht bekommen und das Zeugnis für mich mitgenommen.

Wie hast du das Casting erlebt?

Lack: Ich hatte das Glück, mich persönlich vor Heidi Klum und Jean Paul Gaultier vorstellen zu dürfen. Ich war sehr aufgeregt, aber auch optimistisch. Die Zeichen standen gut. Also bin ich einfach drauflos gelaufen und dachte, das wird schon.

Obwohl ihm das Laufen auf dem Catwalk Spaß macht, sieht Jayden Lack seine Stärken eher beim Fotoshooting.
Obwohl ihm das Laufen auf dem Catwalk Spaß macht, sieht Jayden Lack seine Stärken eher beim Fotoshooting.  Foto: ProSieben/Daniel Graf

Wo liegen deine Stärken?

Lack: Meine Stärken liegen ganz klar beim Fotoshooting. Auf dem Laufsteg bin ich zwar gerne, weil man in verschiedene Rollen und Outfits schlüpft. Trotzdem bin ich lieber vor der Kamera. Das macht mir einen Tick mehr Spaß, und da bin ich auch lockerer. Meine Größe macht das Laufen auch etwas schwerer. Vor der Kamera kann man besser verstecken, wenn mal eine Hose zu groß ist. Auf dem Laufsteg gibt es meistens Live-Publikum. 

Du hast Heidi Klum dein Freundebuch gegeben – woher kam die Idee?

Lack: Die Idee kam gar nicht von mir, sondern von meinen Freunden. Die haben mir zum Abschied ein Freundebuch mitgegeben, damit ich die Models dort reinschreiben lassen kann. Und da dachte ich, nehme ich es einfach mal mit ans Set und frage Heidi.

Wie würdest du deine Rolle in der Gruppendynamik beschreiben?

Lack: Ich war der Stimmungsmacher in der Gruppe. Die anderen sagen, ich bin wie ein Flummi, ein Energiebündel. Man merkt es, wenn ich da bin oder nicht da bin.

Zwischen Dorfleben und TV-Kameras: Wie die Heimat auf den GNTM-Teilnehmer reagiert

Hat dich die Show verändert?

Lack: Ich habe meine Freunde gefragt – die sagen, ich bin immer noch die selbe Person. Ich chille trotzdem noch mit ihnen in Jogginghose auf der Couch. Aber mein persönliches Gefühl? Mir war vorher schon echt wenig peinlich, aber dadurch, dass ich jetzt in der Öffentlichkeit stehe, ist das noch weniger geworden. Durch die Sendung wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Ich hatte zum Beispiel Angst, dass ich mich mit den Jungs nicht verstehe. Da bin ich jetzt viel offener.

Welche Reaktionen hast du in deiner Heimat bekommen?

Lack: Tatsächlich habe ich nur gute Rückmeldungen bekommen. Aber ich befinde mich auch in einem sehr positiven Umfeld, mein Freundeskreis unterstützt mich. Hier in der ländlichen Gegend begegne ich auch viel weniger Menschen. Ich denke, in Berlin oder Köln würden einen viele mehr Leute erkennen und ansprechen.

Willst du gerne weg aus dem Dorf?

Lack: Das Landleben hat Vor- und Nachteile. Hier passiert wenig, das finde ich ein bisschen langweilig. Aber jetzt, wo ich von den Dreharbeiten zurück bin, merke ich auch, wie ruhig und entschleunigt hier alles ist. Das finde ich gut. Wenn ich wegziehe, würde ich regelmäßig für einen Besuch zurückkommen. 

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