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Geld auch für Privatleute

Heilbronn hofft auf Fördergelder für neues Sanierungsgebiet am Bahnhof

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Ein drei Hektar großer Bereich westlich des Heilbronner Hauptbahnhofs wirkt bisher etwas abgehängt. Nun wird das Areal am Reisebusbahnhof zum Sanierungsgebiet.


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Eine wichtige Visitenkarte der Stadt Heilbronn soll aufgewertet werden. Während der zentrale Bahnhofsvorplatz, der seit 2013 Willy-Brandt-Platz heißt, mit Bahnhofsgebäude, historischem Postamt, modernen Stadtbahn-Glasdach und Fahrradparkturm tatsächlich großstädtisch anmutet, scheint der westlich angrenzende Reisebusbahnhof im Niemandsland zu liegen.

Auch etliche der angrenzenden Flächen und Gebäude fristen ein Schattendasein, manche stehen leer, der Sanierungsbedarf ist hoch. Von ansprechendem Grün oder Bäumen ist wenig zu sehen, bestenfalls sprießt auf mancher Brache Unkraut.

Sanierung Reisebusbahnhof Heilbronn: Großes Potenzial im Umfeld von Bahnhofsvorstadt und Neckarbogen

Dabei zeigt ein Blick auf den Stadtplan, welches Potenzial das Areal rund um den Reisebusbahnhof birgt: Die Lage ist zentral, die Anbindung an Bus, Stadtbahn und Bahn optimal. Über die Buga-Brücke ist man in zwei Minuten im Zukunftsquartier Neckarbogen.


Auch die angrenzende Bahnhofsvorstadt hat sich zu einem ansprechenden multikulturellen Viertel entwickelt. Und die am ehemaligen Schlachthof eingerichtete Akademie für Kommunikation hat Strahlkraft.

Finanziell hoher Förderrahmen: Wieviel Geld gibt das Land für die Sanierung des Reisebusbahnhofs?

Damit der Reisebusbahnhof dem Gegenüber nicht weiter abfällt, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ohne Diskussion beschlossen, das etwa drei Hektar große Gebiet „westlich Bahnhofsvorstadt“ als Sanierungsgebiet auszuweisen. Die Grenzen liegen in der nördlichen Weststraße, der westlichen Frankfurter Straße, der Theresienstraße und der westlichen Bahnhofstraße.

Das Gebiet um den Heilbronner Reisebusbahnhof, wo derzeit viele Baucontainer für den Stadtbahn-Gleisbau stehen, wird zum Sanierungsgebiet.
Das Gebiet um den Heilbronner Reisebusbahnhof, wo derzeit viele Baucontainer für den Stadtbahn-Gleisbau stehen, wird zum Sanierungsgebiet.  Foto: Seidel, Ralf

Noch diesen Monat will die Stadt die Aufnahme in ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg für das kommende Jahr beantragen.Im Heilbronner Rathaus geht man laut Pressesprecherin Suse Bucher-Pinell von einem erforderlichen Förderrahmen von rund 4,69 Millionen Euro aus. Davon hätte die Stadt Heilbronn nach den Förderrichtlinien des Landes Baden-Württemberg 40 Prozent als Eigenanteil zu tragen. Dieser läge am Ende somit auf 1,87 Millionen Euro.

Teils leere Gebäude sanieren und mehr Grünflächen fürs Stadtklima

Vorgesehen ist laut Ratsvorlage aus dem städtischen Amt für Planung und Baurecht etwa die Neuentwicklung von leer werdenden Gebäuden und untergenutzten Flächen sowie eine umfassende Begrünung des Gebietes zur Aufwertung des öffentlichen Raums und des Wohnumfeldes. Mehr Grün soll aber auch eine wichtige Klimapufferfläche für die Innenstadt schaffen, um einer weiteren Überwärmung durch die angrenzenden Hitzeinseln der Bahnanlagen entgegenzuwirken, heißt es im Rathaus.

Auch der Reisebusbahnhof soll aufgewertet werden

Nicht zuletzt soll der Standort als ÖPNV-Knotenpunkt aufgewertet und die Anbindung an den Hauptbahnhof verbessert werden. Ein weiteres Ziel sind bessere und sichere Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer. Auch private Eigentümer sind aufgefordert, ihre Gebäude zu modernisieren. Dabei profitieren sie innerhalb des Sanierungsgebiets von steuerlichen Vorteilen bei Modernisierungen. 

Festgelegt wurden diese Sanierungs- und Entwicklungsziele auf Grundlage einer vorbereitenden Untersuchung, einschließlich eines Entwicklungskonzeptes, die die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH aus Ludwigsburg im Auftrag der Stadt Heilbronn im September vorgelegt hat. Darin eingeflossen sind auch Anregungen von Eigentümern, Mietern und Pächtern, die im Juni zu einem Bürgerinformationsabend eingeladen waren.

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