Haushaltskonsolidierung in Schwaigern: „Da werden wir gezwungen sein, Entscheidungen zu treffen“
Die Stadt Schwaigern muss sparen. Im neuen Jahr steht die Haushaltskonsolidierung auf dem Plan. Aber auch manches erfreuliche Projekt geht voran, zum Beispiel die Entwicklung der Neubaugebiete.

Bürgermeisterin Sabine Rotermund blickt mit Tatendrang auf das neue Jahr. Vor Schwaigern liegen 2026 einige große Projekte. Einen kritischen Blick muss die Stadt auf ihre Finanzen richten. „Wir werden in starke Konsolidierungsmaßnahmen gehen müssen“, verkündet die Rathauschefin. „Das wird eine der Hauptaufgaben 2026 sein.“ Zu wenige Einnahmen und zu viele Ausgaben – eine strukturelle Lösung muss her. „Da werden wir gezwungen sein, Entscheidungen zu treffen, die uns nicht leichtfallen.“ Jedoch gelte es, handlungsfähig zu leiben und Verantwortung für künftige Generationen zu übernehmen.
Während der Breitbandausbau im Innenstadtbereich abgeschlossen ist, erfolgt 2026 der Anschluss von insgesamt 114 weiteren Adresspunkten, mehrheitlich Aussiedlerhöfe. „Wir haben viele Gebäude im Außenbereich“, erklärt Rotermund. Der Glasfaser-Ausbau in Schwaigern kostet rund 3,3, Millionen Euro, wird aber zu 90 Prozent gefördert. Ende des Jahres sollen alle Lücken im Graue-Flecken-Programm geschlossen sein.
Kita und Neubaugebiete: Projekte in Schwaigern gehen voran
Im vergangenen Jahr konnte die Stadt auch ihr Stadtentwicklungskonzept 2030 überarbeiten. „Wir sind dabei, eine Festschreibung auf den Weg zu bringen“, erklärt Rotermund. Eine umfassende Bürgerbeteiligung brachte Punkte wie Infrastruktur, Kinderbetreuung und Wohnbauflächen zutage. Auch hier wird sich 2026 einiges tun.
„Ein Meilenstein war der Spatenstich für unsere neue Kita Herrengrund“, betont Rotermund mit Blick auf März 2025. Mit Hochdruck gehen die Bauarbeiten in diesem Jahr weiter. Die Einrichtung, die auf acht Gruppen ausgelegt ist, soll gegen Jahresende bereits in Teilen in Betrieb gehen.
Die Plätze werden künftig wohl auch gebraucht, denn mit den Neubaugebieten geht es voran. Das Areal Mühlpfad IV befindet sich derzeit im Bebauungsplanverfahren. Parallel wird das Baugebiet Hälde II in Stetten konkret. Der Baustart für die Erschließung wird laut Rotermund im April erfolgen, dann werden die 44 Bauplätze ausgeschrieben.
Neue Rettungswachse für Schwaigern - Förderung vom Land
Zwei weitere Bauprojekte nehmen Form an. Im August 2025 wurde die Rettungswache des DRK in ihrem neuen Standort in Stetten eingeweiht, das ermöglicht nun auch eine 24/7-Bereitschaft. Das ist allerdings nur eine Übergangslösung. Auf einem Grundstück bei der Feuerwache am Weilerweg ist ein Neubau geplant. Das Land Baden-Württemberg hat angekündigt, das Bauprojekt zu fördern. Die Summe steht noch nicht fest. Wenn die Rahmenbedingungen geklärt sind und der Förderbescheid vorliegt, soll es an die Umsetzung gehen, erklärt DRK-Rettungsdienstleiter Markus Stahl.
Weitere Schritte folgen in diesem Jahr für den neuen Bauhof. Die Stadt hat eine Immobilie in der Siemensstraße erworben, was die Bürgermeisterin als „großen Glücksgriff“ bezeichnet. Im Frühjahr wird die Stadtverwaltung die Baugenehmigung einreichen.
Intensiv beschäftigen wird die Gemeinde zudem das Areal an der Mozartstraße. Der Abbruch des alten Feuerwehrhauses wird „zeitnah erfolgen“, kündigt Sabine Rotermund an. Was auf dem Gelände entsteht, ist noch unklar, zunächst soll ein Investor gefunden werden. „Ich freue mich, dass wir die Planung jetzt angehen können“, sagt die Rathauschefin. Die Bürger wünschten sich mehrheitlich eine Drogerie.
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