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„Keine einfache Geschichte“: Kirchardter Hallenbad bleibt bis auf Weiteres geschlossen

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Aufgrund von Rostbefall an Filteranlagen kann das Hallenbad in Kirchardt ab sofort nicht mehr betrieben werden. Wann wieder geöffnet werden kann, ist nach Angaben der Verwaltung noch nicht klar.

Das Hallenbad in Kirchardt muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben.
Das Hallenbad in Kirchardt muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben.  Foto: Hoffmann, Adrian

Massiver Rostbefall an Filteranlagen und Rohrsystemen sind Grund für eine kurzfristige Schließung des Kirchardter Hallenbads im Landkreis Heilbronn. Das teilte die Verwaltung am Montagabend (26. Januar) in der Sitzung des Gemeinderats im Rathaus mit. Bauamtsleiter Michael Baumgartner berichtete, dass es keine einfache Möglichkeit gibt, das Problem zu beheben – und das eine Reparatur aufwändig sei und teuer zu werden drohe.

SPD-Gemeinderatsmitglied Josey Kaya zeigte sich erschrocken. Das Bad sei ein Schlüsselobjekt für Rheumaliga und viele Kinder aus Vereinen oder Schulen. Er warb dafür, jede Möglichkeit auszuschöpfen, um das Bad bald wieder in Betrieb zu nehmen. Kaya ist auch Mitglied vom Vorstand des Hallenbad-Fördervereins.

Bürgermeister Gerd Kreiter: „Das ist keine einfache Geschichte“

Bürgermeister Gerd Kreiter machte keine Hoffnung auf eine schnelle Lösung des Problems. „Das ist keine einfache Geschichte“, sagte er. Seit vergangenen Freitag sei das Bad geschlossen. Einen Aushang, das Bad bleibe bis 31. Januar geschlossen, könne man wieder entfernen. Denn: Eine Reparatur werde deutlich länger andauern. Die Aussage der Verwaltung: Das Bad muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Zeitpunkt der Wiedereröffnung unklar.

Bauamtsleiter Michael Baumgartner berichtete, dass an einem von zwei knapp 60 Jahre alten Filtern ein faustgroßes Loch befinde, aus dem Wasser ausgetreten sei. Man habe festgestellt, dass Rostbefall generell an den Rohrsystemen ein Problem sei. Ein Schlosser habe vor Ort die Hoffnung auf eine schnelle Lösung zerschlagen. „Könnt ihr vergessen“, soll er gesagt haben. Filter und Rohrleitungen seien löchrig wie ein Schweizer Käse.

Eine Reparatur sei aufwändig, eine Spezialfirma müsse vor Ort Behälter zusammenschweißen. Der Kostenpunkt liege laut Baumgartner „ganz grob“ inklusive erneuerten Filteranlagen bei rund 200000 Euro.

SPD-Gemeinderatsmitglied Josef Kaya drängt auf schnelles Handeln

Daher stelle sich die Frage, wie sinnvoll eine jetzige Reparatur sei im Hinblick auf eine mögliche Generalsanierung des Hallenbads ab 2027. „Es ist eine sehr ungute Situation“, so Baumgartner. Die Verwaltung will den Gemeinderat zeitnah über weitere Entwicklungen informieren.

SPD-Gemeinderatsmitglied Kaya sagte am Dienstag, er habe nach der Sitzung nochmals mit Baumamtsleiter Baumgartner gesprochen und dieser habe ihm versichert, dass er das Thema zur Chefsache machen werde. Die Situation „zieht uns die Füße vom Boden weg“, so Kaya. Das Hallenbad sei quasi dauerbelegt von Institutionen und Vereinen. Öffentlicher Badebetrieb findet im Kirchardter Hallenbad in der Schillerstraße allerdings nicht statt, da es aus Kostengründen auch kein Badepersonal gibt.

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