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Gundelsheim erhöht Freibadpreise: So teuer wird die Saison 2026

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Mehrere Szenarien hat der Gemeinderat in Gundelsheim für eine Preiserhöhung zur Auswahl. Für was sich das Gremium am Ende entscheidet und was Freibad-Besucher in der kommenden Saison zahlen müssen. 


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Freibäder sind in Deutschland fast immer Verlustgeschäfte und selten wirtschaftlich rentabel. Das ist auch beim Terrassenfreibad in Gundelsheim der Fall. Um Kosten einzusparen, hatte der Gemeinderat in der nicht öffentlichen Sitzung im März mit dem Gedanken gespielt, den Start der Freibadsaison in diesem Jahr nach hinten zu schieben.

Das Gremium entschied sich dann aber dafür, am traditionellen Eröffnungstermin am 1. Mai festzuhalten. Was zur Folge hat, dass man mit Blick auf die angespannte Haushaltslage der Stadt andere Wege geht. Sprich: Die Eintrittspreise werden erhöht.

Freibad in Gundelsheim: Szenarien der Preiserhöhung

Zwei Szenarien wurden in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend vorgestellt. Bei beiden Modellen erhöht sich der Preis für eine Einzelkarte um 50 Cent, Zehnerkarten werden fünf Euro teurer. Der Unterschied? Bei Szenario eins werden alle Jahreskarten „moderat“ um fünf Euro erhöht, bei Szenario zwei werden Jahreskarten für Erwachsene und Familien „stärker“ um zehn Euro erhöht, dafür ändert sich an den Preisen für die ermäßigten Jahreskarten (unter anderem für Schüler, Studenten, Rentner oder Schwerbehinderte) nichts. Einkommensschwächere Gruppen sollen dadurch gezielt entlastet werden.

Am 1. Mai startet das Terrassenfreibad in Gundelsheim in die neue Saison. Besucherinnen und Besucher müssen dann mehr Eintritt zahlen.
Am 1. Mai startet das Terrassenfreibad in Gundelsheim in die neue Saison. Besucherinnen und Besucher müssen dann mehr Eintritt zahlen.  Foto: Ranjo Doering

Einigkeit herrscht im Gremium bei der Entscheidung nicht. Mit 14 Ja- und acht Gegenstimmen entscheidet man sich am Ende für Szenario zwei. Tobias Meckes (Liste unabhängiger Bürger) hatte sogar noch eine dritte Option ins Spiel gebracht und dafür plädiert, die Preise gar nicht zu erhöhen. Katja Kolb (CDU) spricht sich für Option eins aus, „für mich macht es mehr Sinn, es einheitlich zu machen“. Reinhold Lustig (CDU) sagt: „Wir wollen das Defizit reduzieren, auch wenn es nur Peanuts sind. Szenario zwei bringt uns den größeren Benefit.“

Ebenfalls für die zweite Option spricht sich Stephan Löffler (SPD) aus: „Die Preise steigen gerade überall, insbesondere beim Sprit. Das wäre eine Möglichkeit, wie wir Menschen, die eh schon finanziell Schwierigkeiten haben, entlasten können.“ Hans-Peter Bechtold (CDU) regt an, „alle zwei Jahre eine Inflationsbewertung zu machen, an der wir die Freibadpreise anpassen“. Dann würde man sich auch eine wiederkehrende Diskussion sparen.

Das sind die Preise 2026 im Terrassenfreibad Gundelsheim

Was heißt das nun konkret für Besucherinnen und Besucher in der kommenden Freibadsaison? Eine Einzelkarte für Erwachsene ab 17 Jahren kostet 5,50 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen 3,50 Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Eine Zehnerkarte für Erwachsene kostet 50 Euro (ermäßigt 40 Euro), eine Jahreskarte 130 Euro (ermäßigt 100 Euro). Eine Einzelkarte zum Abend- und Spätschwimmertarif ab 17.30 Uhr kostet 3,50, Familiensaisonkarten gibt es für 165 und 265 Euro.

Die Stadt Gundelsheim rechnet aktuell durch Szenario zwei mit Netto-Mehreinnahmen von rund 17.600 Euro, bei Szenario eins wären es rund 15.800 Euro gewesen.

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