Neun Orte aus dem Landkreis Heilbronn als Gigabitkommunen ausgezeichnet
Das Land Baden-Württemberg hat einen neuen Preis ins Leben gerufen. 55 Orte wurden als sogenannte Gigabitkommunen ausgezeichnet. Auch neun Gemeinden aus der Region sind dabei.

Schnelles, stabiles Internet war besonders in ländlichen Kommunen lange ein Wunschtraum. Der Glasfaserausbau sollte diesen Traum erfüllen. „Schülerinnen und Schüler benötigen stabile Anbindungen für digitales Lernen, Pendlerinnen und Pendler für Homeoffice und Mobilität, Ärztinnen und Ärzte für Telemedizin“, erklärte Digitalisierungsminister Thomas Strobl (CDU) am Freitag in Stuttgart. Dort zeichnete er insgesamt 55 Städte und Gemeinden aus Baden-Württemberg als Gigabitkommunen aus – eine neu geschaffene Anerkennung für Kommunen, die eine Versorgung von mindestens 97,9 Prozent ihrer Haushalte verzeichnen können.
Gigabitkommunen: Diese Orte aus dem Landkreis Heilbronn sind dabei
Die Auswahl basiert auf den Versorgungsdaten des Breitbandatlas des Bundes, mit dem Datenbestand von Dezember 2024. Unter den Geehrten sind auch neun Orte aus dem Landkreis Heilbronn: Lauffen, Ellhofen, Siegelsbach, Ittlingen, Offenau, Leingarten, Untereisesheim, Untergruppenbach und Pfaffenhofen.
„Die Auszeichnung freut uns sehr. Sie bestätigt, dass wir als Gemeinde die Zeichen der Zeit erkannt und gehandelt haben“, findet Bürgermeisterin Carmen Kieninger. Im Namen der Gemeinde Pfaffenhofen nahm sie die gläserne Stele von Thomas Strobl entgegen. Der flächendeckende Gigabitausbau sei die Voraussetzung für modernes Arbeiten und Leben. „Das ist ein Zeichen der Wertschätzung, dass die Kommunen beim Digitalisierungsprogramm des Landes mitziehen“, sagt Kieninger weiter. Immerhin läge die Arbeit für die Maßnahmen bei den Kommunen. Mit einer finanziellen Spritze ist der Preis nach Aussage von Kieninger nicht verbunden.
Pfaffenhofen will beim Glasfaserausbau die letzten Lücken schließen
„Die Landesregierung verfolgt das Ziel, leistungsfähige Netze im ganzen Land zu etablieren“, schreibt das Digitalisierungsministerium in einer Pressemitteilung. Die Auszeichnung unterstreiche den Stellenwert digitaler Infrastruktur und mache die Erfolge der Kommunen und Telekommunikationsbranche sichtbar. Demnach habe sich seit 2016 die Gigabitverfügbarkeit in Baden-Württemberg von 1,4 auf rund 76 Prozent gesteigert. Vor allem der Glasfaseranteil steige stark an, rund 27 Prozent aller Haushalte hätten einen Anschluss. Eine Vielzahl von Breitbandprojekten befinde sich zudem gerade in der Planungs- und Umsetzungsphase.
„Wir sind froh, dass wir als Gemeinde im ländlichen Raum so gut angebunden sind“, betont Kieninger. Warum der Gigabitausbau ausgerechnet in Pfaffenhofen so gut funktioniert hat, erklärt sich die Bürgermeisterin unter anderem mit dem Engagement der Bürger, die die damals erforderliche Quote von 35 Prozent der Haushalte erreicht hätten. Einen weiteren Punkt sieht die Rathauschefin in der „kompakten Gebäudestruktur“: „Es fehlen nur noch ein paar Aussiedlerhöfe.“ Diese insgesamt neun Haushalte würden nun ebenfalls ans Glasfasernetz angeschlossen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung ist das Lückenschlussprogramm beschlossen worden, für das es Zuschüsse von Bund und Land gibt.
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