Gegen Sozial-Missbrauch braucht es wirksame Mittel
Ob Bürgergeld oder Grundsicherung: Der Staat muss genau hinschauen, wer Geld bekommt. Wer arbeiten kann, muss dies auch tun.

Der Nettosozialaufwand des Landkreises Heilbronn steigt in diesem und im nächsten Jahr um 46 Millionen Euro. Das ist viel Geld, das an anderer Stelle fehlt: Für die Instandsetzung von Straßen, für bessere Busverbindungen oder für eine sinnvolle Jugendarbeit.
Daher wird Landrat Norbert Heuser nicht müde zu betonen, dass man nur finanzieren könne, wofür auch Geld da ist. Weil Bund und Land die Kommunen im Regen stehen lassen, muss gespart werden.
Dennoch eignet sich die Grundsicherung nicht zur Neiddebatte. Die Kürzung von Leistungen ist sinnvoll und notwendig, wenn die Empfänger Termine verbummeln oder sich schlicht weigern, eine Arbeit anzunehmen.
Wer „Stütze“ bekommt, muss nicht auf 100 Quadratmetern alleine wohnen
Auch bei den Wohnungskosten darf der Staat künftig schneller kürzen. Wer „Stütze“ bekommt, muss nicht auf 100 Quadratmetern alleine wohnen. Oder sein Vermögen so verschleiern und verschieben, dass der Staat auch Wohlhabenden Geld zuschießt.
Wenn es aber darum geht, Mütter mit kleinen Kindern zur Arbeit zu schicken, muss man genauer hinschauen: Bei einem mäßig bezahlten Teilzeitjob und teuren Betreuungsplätzen lohnt sich die Arbeit kaum. Zudem ist beides – Job wie Kita-Platz – nicht gerade leicht zu finden, auch wenn man die Sprache gut beherrscht und keine Flüchtlingsgeschichte mitbringt.
Daher taugt die staatliche Unterstützung nicht zur Neid-Debatte, egal ob sie nun Bürgergeld oder Grundsicherung heißt. Wer bedürftig ist, soll Hilfe bekommen, wer arbeiten kann, soll dies auch tun. Wichtig ist, zwischen beidem gut unterscheiden zu können und der Bürokratie dafür wirksame Mittel an die Hand zu geben.
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Kommentare
Günther Knapp am 14.04.2026 13:47 Uhr
Es sind nicht nur die Mütter mit Kindern oder hilfsbedürftige wirklich Kranke und "Alte", die dringend staatliche Unterstüzung bekommen und erhalten. Sehr viele Bürger unseres Staates sehen sehr wohl auch arbeitsfähige Menschen, die es isch mit diesen Hilfen schon lange eingerichtet haben. Diese, oft auch "faulen Personen", leben damit, dass andere Menschen die arbeiten gehen und Abgaben an Staat und Krankenkassen leisten deren "Leben" bezahlen.
Leiden müssen dann die wirklich Bedürftigen, die mit ihnen in den Topf der Leistungsbezieher geworfen werden.
Gerade für Arbeitsfähige im jüngeren und mittleren Alter gäbe es auch Aufgaben die zumindest ein teilweises Arbeitsleben für sie wären!
Ist es wirklich einfacher Menschen die stets für ihr Leben arbeiten immer mehr zur Verantwortung für Arbeitstätigkeiten bis weit über 65 zu verpflichten um in Ruhestand zu gehen um Renten oder Pensionen zu beziehen und jüngere Arbeitsfähige nicht in Verantwortung zu ziehen?
Für meine Genertion war es noch normal oft schon mit 14 Jahren ins Berufsleben zu starten und mit 65 in Rente zu gehen!