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Erinnerungen aus dem Raum Heilbronn

Ein Blick zurück: Wie Gartenschauen dem Stadtbild und Zusammenhalt guttun 

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In Freudenstadt und Baiersbronn hat die Landesgartenschau 2025 begonnen. Im Raum Heilbronn werden Erinnerungen an frühere Schauen wach: von Heilbronn und  Mosbach über Nordheim, Bad Rappenau, Öhringen zurück nach Heilbronn und weiter nach Eppingen. 

Die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn war eine Garten- und eine Stadtausstellungen -- und sie war für viele ein Sommermärchen.
Die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn war eine Garten- und eine Stadtausstellungen -- und sie war für viele ein Sommermärchen.  Foto: Seidel

Nach der Landesgartenschau ist vor der Landesschau. Die aktuelle wurde am Freitag, 23. Mai, im Schwarzwald eröffnet. Sie findet auf sage und schreibe 325 Hektar mit verschiedenen Schwerpunkten in Freudenstadt und Baiersbronn statt.

Im Raum Heilbronn gab seit 1985  einige ganz unterschiedliche Gartenschauen. Was sie verbindet, sind nicht nur die vielen Blumen. Die Schauen taten auch dem Stadtbild, dem Zusammenhalt und dem Bürgerstolz gut: von Heilbronn und  Mosbach über Nordheim, Bad Rappenau, Öhringen zurück nach Heilbronn und weiter nach Eppingen. Ein kleiner Streifzug:

Mit der Landesgartenschau 1985 wurde der Heilbronner Wertwiesenpark angelegt.
Mit der Landesgartenschau 1985 wurde der Heilbronner Wertwiesenpark angelegt.  Foto: Archiv

1985: Der Ursprung des bis heute beliebten Heilbronner Wertwiesenparks

Die erste große Gartenschau in der Region ging 1985 in Heilbronn über die Bühne: und zwar im Wertwiesenpark, der bis dahin ein wenig einladendes Acker- und Kleingartengelände war. Das Konzept der Konversion bislang „suboptimal“ genutzter Flächen – rund 15 Hektar – erwies sich als zukunftsweisend. An 108 Tagen waren 1400 Veranstaltungen angesagt. Bis heute zählt der Park zu den beliebtesten der Region, zum Schlendern, Joggen, Grillen – oder bei Veranstaltungen.  Am 7. Juni gibt hier sogar Sting ein Konzert.

"Mosbach blüht" hieß es 1997 in der badischen Nachbarstadt.
"Mosbach blüht" hieß es 1997 in der badischen Nachbarstadt.  Foto: privat

1997: „Mosbach blüht“ entlang der renaturierten Elz

1997 hieß es auf 19 Hektar  „Mosbach blüht“. Angrenzend an die Altstadt wurde ein Naherholungsgebiet mit Wegenetz geschaffen, das den Stadtgarten und den Loretto-Park mit dem neuen Kleinen und Großen Elzpark verbindet. Die Elz wurde renaturiert. Heute sind die stimmigen Grünanlagen fester Bestandteil des von viel Fachwerk geprägten Stadtbilds. Sie werden auch für Veranstaltungen genutzt.

Heilbronner Majoretten 2003 beim Nordheimer Blumensommer.
Heilbronner Majoretten 2003 beim Nordheimer Blumensommer.  Foto: Veigel

2003: Nordheimer Blumensommer küsst Katzenbachtal wach

Eine kleine Laga war erstmals 2003 der Nordheimer Blumensommer. Mit dem Grünprojekt wurden rund drei Hektar Freiflächen entlang des Katzentalbachs ökologisch und gestalterisch aufgewertet und zu einem attraktiven Park entwickelt. Neue Wege zum Rathauspark bilden seitdem ein grünes Band im Ortskern. Vom großen Erfolg der kleinen Schau zeugen nicht zuletzt die vielen Wiederholungen. 

Das Feuerbeet im Salinenpark war bei der Landesgartenschau einer der großen Hingucker.
Das Feuerbeet im Salinenpark war bei der Landesgartenschau einer der großen Hingucker.  Foto: privat

2008: „Bad im Blütenmeer“ in der Kurstadt Bad Rappenau

Ein „Bad im Blütenmeer“ konnte man 2008 in Bad Rappenau nehmen – auf 28,5 Hektar: zwischen Wechselflor, Zeitwald, am neuen Gradierwerk, im Lavendellabyrinth, im Paradiesgarten oder am umgestalteten Kursee. Schloss-, Kur- und Salinenpark wurden deutlich aufgewertet, erweitert und durch eine Grünspange, eine neue Bahnunterführung beim Kurpark und durch den Salinensteg miteinander verknüpft.

In Öhringen blühten 2016 Hofgarten, Cappelaue und Limes auf
In Öhringen blühten 2016 Hofgarten, Cappelaue und Limes auf  Foto: Hohl\, Peter

2016: Öhringen zwischen Historie, Landschaft und Moderne

 „Der Limes blüht auf“ hieß es 2016 bei der Laga in Öhringen, wo auf 30 Hektar Hofgarten und Cappelaue entlang der renaturierten Ohrn verbunden wurden.  Einige Bereiche im Hofgarten wurden rekonstruiert, andere durch zeitgenössische Elemente ergänzt. Sanfte Topographie, Streuobstwiesen und von Hecken gesäumte Gräben stehen für ein fast idealtypisches Landschaftsbild der Cappelaue. Selbst der Limes wurde integriert und sichtbar gemacht.

Eine von unzähligen Attraktionen der Buga 2019 in Heilbronn war der Wasserspielplatz
Eine von unzähligen Attraktionen der Buga 2019 in Heilbronn war der Wasserspielplatz  Foto: Seidel\, Ralf

2019: Das Sommermärchen von Heilbronn

Mit der Bundesgartenschau 2019, kurz Buga, hat Heilbronn aus einer Hafenbrache den neuen Stadtteil Neckarbogen entwickelt, wo zwischen zwei Seen, Hafenpark, renaturiertem Neckarufer, Jugendherberge und Josef-Schwarz-Schule auf 40 Hektar bald 3500 Menschen in nachhaltig bebauten Stadthäusern wohnen sollen. Vom 173 Tage währenden Sommermärchen 2019 profitierte nicht nur das Stadtbild insgesamt, auch der Bürgerstolz der Heilbronner wuchs.

„Der Sommer, die Stadt und Du!“ hieß es 2022 in Eppingen. Foto: Archiv
„Der Sommer, die Stadt und Du!“ hieß es 2022 in Eppingen. Foto: Archiv  Foto: Radeln mit Jungrentnern

2022: Eppingen findet zurück zum Wasser

Die Gartenschau Eppingen stand 2022 unter dem Motto „Der Sommer, die Stadt und Du!“ Ein grüner Bogen um die historische Altstadt bildete das gestalterische Grundelement. Der elf Hektar große Bürgerpark blühte im Wechselflor, gleichzeitig wurden urbane Strukturen geschaffen, Elsenz und Hilsbach renaturiert, der Mühlkanal freigelegt und der Stadtweiher angelegt. Auch Bürger klinkten sich ein und pflegten ihre Altstadt- und Generationengärten.  

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