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Winzer vom Weinsberger Tal
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Führungsquartett an der Spitze der Weingärtnergenossenschaft

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Nach dem Weggang ihres Geschäftsführers Dirk Mosthaf hat sich die Weingärtnergenossenschaft Winzer vom Weinsberger Tal mit Sitz in Löwenstein neu aufgestellt. Die Arbeit wird nun auf mehreren Schultern verteilt.

Die WG Winzer vom Weinsberger Tal mit Sitz in Löwenstein hat sich an der Spitze neu aufgestellt. Mehrere Männer teilen sich die Führungsaufgaben.
Die WG Winzer vom Weinsberger Tal mit Sitz in Löwenstein hat sich an der Spitze neu aufgestellt. Mehrere Männer teilen sich die Führungsaufgaben.  Foto: Archiv/Pfäffle

Zum Jahresende 2025 hatte Dirk Mosthaf die Weingärtnergenossenschaft verlassen. Seit 2026 führt er in Personalunion die Geschäfte des Tourismus im Weinsberger Tal und des Naherholungszweckverbandes Breitenauer See. Die Winzer vom Weinsberger Tal machten sich auf die Suche nach einem Nachfolger – und schienen ihn intern in Verwaltungsleiter Thomas Prieschl gefunden zu haben. Er wurde den Mitgliedern bereits als der neue Mann an der Spitze vorgestellt.

Winzer vom Weinsberger Tal: Männer an der Spitze sind schon lange bei der WG

Doch dann wollte Prieschl aus persönlichen Gründen doch nicht die alleinige Geschäftsführung der Genossenschaft übernehmen, wie es vor wenigen Wochen in der Einladung zu einer Infoveranstaltung hieß. Da hausintern offenbar kein Ersatz gefunden werden konnte, wurde überlegt, die Stelle extern zu besetzen. Doch diese Idee wurde schnell zu den Akten gelegt. Stattdessen wurden die diversen Aufgabengebiete auf den Schultern von vier Männern verteilt, die schon viele Jahre Teil der WG sind.

So sieht die Führungsriege nun aus: Vorstandsvorsitzender Otto Freyer kümmert sich schwerpunktmäßig um administrative und strukturelle Themen. Joachim Stock verantwortet den Bereich Technik/Oenologie, Marcus Kolbus ist zuständig für den Schwerpunkt Vertrieb, Thomas Prieschl für den Schwerpunkt Verwaltung. 

„Gemeinsam wollen wir die Qualität des Weines auf den Markt bringen“, sagt Otto Freyer im Stimme-Gespräch. Er betont, dass er, Stock, Kolbus und Prieschl in gutem Austausch stehen würden. „Wir arbeiten eng Hand in Hand.“ Mehrmals in der Woche würden sie sich in gemeinsamen Runden abstimmen. 

Winzer vom Weinsberger Tal: Auf externe Ausschreibung wurde bewusst verzichtet

Warum wurde darauf verzichtet, die Stelle des Geschäftsführers extern auszuschreiben? Zum einen, weil die Lage in der Weinbranche bekanntermaßen problematisch ist, sagt Freyer. Die Position nicht zu besetzen, heiße Geld zu sparen. Außerdem sei es schwierig, geeignetes Personal zu finden. Der Markt sei einigermaßen leergefegt, man hätte womöglich einen kompetenten Kandidaten woanders abwerben müssen, vermutet der Vorstandsvorsitzende. 

Die Winzer vom Weinsberger Tal haben aktuell laut Freyer rund 300 aktive und passive Mitglieder und verfügen über eine Rebfläche von etwa 320 Hektar. Angebaut werden vor allem typische Württemberger Rebsorten wie Lemberger, Trollinger, Riesling, Schwarzriesling und Samtrot. Vor einiger Zeit verkaufte die WG ihren Standdort Eberstadt und konzentrierte sich auf Löwenstein. Die Kellerwirtschaft blieb aber in Eberstadt erhalten.

Was hält der Aufsichtsrat von dem neuen Konstrukt an der WG-Spitze? Der Vorsitzende des Gremiums, Hannes Fellmann, sagt mit Blick auf die wirtschaftlich schwierige Situation: „Wir befürworten das aus Kostengründen.“ Funktioniert die Umstrukturierung? Das könne er noch nicht beurteilen, sagt Hannes Fellmann. Das neue Führungsteam habe ja als solches erst begonnen. 

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