Keine „Closing Party“ nach durchwachsener Saison im Freibad Leingarten – Die Gründe
Schlechtes Wetter und sinkende Einnahmen: Das Freibadjahr in Leingarten lief anders als geplant. Zum Saisonende fällt sogar die beliebte „Closing Party“ aus.

Bis zum 13. September läuft die Freibadsaison im Eichbottbad Leingarten. Zum Saisonende wird es jedoch keine große Feierstimmung geben – und das aus gleich zwei Gründen. „Die Saison war eher durchwachsen“, resümiert Philipp Burzynski, Amtsleiter der Stadt Leingarten. Viele Regentage belasteten die Freibäder.
Zwar zählte man zum Stichtag 26. August mehr Badegäste als im Vorjahr – 2024 waren es 44.595, in diesem Jahr 47.790 –, dennoch gingen die Einnahmen aus dem Kartenverkauf deutlich zurück, wie die Stadtkämmerei informiert. Während 2024 noch 15.774 Tickets verkauft und damit 113.091 Euro eingenommen wurden, lag der Verkauf 2025 bei nur 11.972 Karten und Einnahmen von 105.605 Euro.
Grund dafür ist, dass 2025 weniger Einzel- und Abendkarten verkauft wurden und stattdessen stärker Familien- und Saisonkarten genutzt wurden.
„Closing Party“ im Freibad Leingarten fällt ins Wasser – Stadt nennt Grund
Dazu fällt noch die beliebte „Closing Party“ in Kooperation mit dem Leingartener Veranstaltungsverein Kulturpause ins Wasser. Und das, obwohl das Event im Vorjahr mit DJ, Cocktails und Schwimmen bei Nacht „sehr gut ankam“, wie Burzynski berichtet. Der Grund: Die diesjährige Feier würde zeitgleich mit dem großen Stadtfest Käsritt stattfinden. „Da wollten wir keine zweite Veranstaltung parallel legen“, erklärt der Amtsleiter.
Für das kommende Jahr ist die Wasserparty jedoch fest im Veranstaltungskalender eingeplant. „Das Konzept kam super an“, freut sich Burzynski und hebt hervor, dass trotz erhöhter Geräuschkulisse keine Beschwerden der Anwohner eingingen. „Wir werden dann wieder mit der Kulturpause zusammenarbeiten“, kündigt er an.
Freibad Leingarten mit Sieben-Tage-Betrieb: „Nicht selbstverständlich“
Trotz wechselhaften Wetters, rückläufiger Besucherzahlen und dem Ausfall der „Closing Party“ zeigt sich Burzynski dennoch zufrieden mit einem Aspekt der Saison. Aufgrund von Personalmangel startete das Freibad im Mai mit einem Schließtag am Mittwoch. „Diesen konnten wir nach einem Monat wieder streichen“, berichtet er.
„Wir haben eine Vollzeitkraft eingestellt und ein paar Minijobber engagiert“, erläutert er die Lösung. So konnte das Freibad in Leingarten fast durchgehend einen Sieben-Tage-Betrieb aufrechterhalten. „Darauf sind wir stolz, das ist in der Region nicht selbstverständlich“, betont der Amtsleiter.
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