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Fasching in Talheim: Viele närrische Highlights bei der Prunksitzung des TCV

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Über 100 Mitwirkende und rund 700 Besucher verwandelten die Schlossberghalle in Talheim in einen Ort der närrischen Ekstase. Mit Tanz, Comedy und Showeinlagen bot der TCV ein mitreißendes Programm voller Höhepunkte.

Von Harald Schmidt

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Über 100 närrische Akteure und mehr als 700 nicht minder faschingsverrückte Besucher verwandelten am Samstagabend die restlos ausverkaufte Schlossberghalle in Talheim (Landkreis Heilbronn) in einen einzigen Tempel der Freude und Ausgelassenheit. Die vereinseigenen Tanz-, Gesangs- und Showgruppen sorgten einmal mehr für Begeisterungsstürme und brannten gemeinsam mit den Gastakteuren innerhalb des vierstündigen Programmes ein brillantes Feuerwerk der guten Laune ab.

Fasching in Talheim: Bekannter Bauchredner Sebastian Reich sorgt für Lacher

Hielt es schon beim Einmarsch der Mitwirkenden unter den schrägen Klängen der Guggenmusiker des „Kuhbergecho“ aus Gundelsheim niemanden mehr auf seinem Platz, so heizte der Sitzungspräsident Marco Siegmund mit seinen launigen Ankündigung im Laufe des Abends weiter an. Passend zum Kampagnenmotto „Ob jung, ob alt – wir sind bereit, für Spaß, für Tanz und Heiterkeit“, blieb die Bühne mit den 27 tanzenden Mäusemädchen der Kükengarde dem Nachwuchs des Carnevalsverein TCV überlassen.


Überhaupt zählt der Tanz zur ureigenen Stärke des Vereins, wie die „Roten Funken“ mit 19 Tänzerinnen und die 17 Tänzerinnen der Garde des Prinzenpaares „Julien I vom hoppelnden Hasentrio und Jenny I von Schloss und Eis“ nicht nur zahlenmäßig, sondern mit ihren eleganten, teils akrobatischen Marschtänzen qualitativ unter Beweis stellten. Für Tanzmariechen Celine Thiess, die nach zwölf Jahren Solotanz mit Ovationen aus dem Rampenlicht verabschiedet wurde, stand mit der 13-jährigen Laura Hermann bereits das nächste Talent auf der Bühne. Schon der aus dem fränkischen Fasching und Bayerischen Fernsehen bekannte Bauchredner Sebastian Reich sorgte mit seiner vorlauten Nilpferddame „Amanda“ für Lacher im Publikum. Travestiekünstler Michael Panzer alias „Wommy Wonder“ setzte in der Rolle als kettenschwingende Raumpflegerin Elfriede Schäufele noch einen obendrauf. Von Siegmund als Inbegriff des Sexappeals angekündigt, trieb der mehrfach ausgezeichnete Kleinkünstler mit seinen durch anzügliche Gesten und derbe Sprüche unterstrichene Alltagserlebnisse und Gesangseinlagen die Stimmung Richtung Ekstase.

Prunksitzung in Talheim: Innenminister Thomas Strobl als Ehrengast

„Es gibt gute und schlechte Fette, ich bin eine gute Fette“, bekannte Elfriede, deren Lieblingstier nicht umsonst das halbe Hähnchen ist. Auch Schwaben seien durchaus leidenschaftlich, aber spätestens, wenn die Hose runter muss, würde diese Leidenschaft abrupt enden, sagte die Fachfrau. Bei der gesundheitlichen Versorgung zählt sie auf zwei Ärzte. „Einer wenn ich krank bin, einer wenn mir was fehlt“.  

Das über mangelnden Sex philosophierende neue Talheimer Comedy-Duo Hebbe und Lissi Schnäble (Marco Siegmund und Sarah Renntsich) nutzte die Gunst der Stunde und holte die Bürgermeister von Talheim sowie Neckarwestheim und auch den als Ehrengast begrüßten Innenminister Thomas Strobl auf die Bühne. Während sich die beiden Schultes als Frischluftspender und Mikroständer bewährten, produzierte der Minister reichlich Seifenblasen.

Quicklebendige Golden Girls heizen die Stimmung in Talheim an

Nach dem Marschtanz der Blauen Garde aus Ellhofen und dem umjubelten Gesangsauftritt des „U‘graud“ läutete das Stadtprinzenpaar der Stuttgarter Gesellschaft Möbelwagen, Nicola I und Sara-Ann I, mit Songs aus Bella Italia und dem „Wackelkontakt“, den Schlussspurt ein. Dabei kamen sowohl die schaurig-schön geschminkten „Ghostbusters“ des Männerballetts als auch die sich mit Krückstock auf die Bühne quälenden, dann aber schnell als quicklebendig zeigenden „Golden Girls“, nicht ohne Zugabe von der Bühne. Nach dem finalen „Wir sagen Dankeschön“ war aber noch lange nicht Feierabend. Mit den Worten „Wir feiern die ganze Nacht“, lud Siegmund an die Bar und zur Party danach mit der neugegründeten Partyband „im-pul-siv“ ein.

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