Rosenmontagsumzug in Niederhofen: Gaudiwurm bringt Stimmung ins Dorf
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25 Gruppen mit kreativen Wagen und bunten Kostümen zogen beim traditionellen Rosenmontagsumzug durch Niederhofen. Der festliche Zug brachte Stimmung, Kamellen und Botschaften an die Leute.
„Ich heb’ ab“, hieß es bei den Gymnastikfrauen des TSV Niederhofen. Als bunte Ballons zogen sie durch die Gassen des Schwaigerner Teilorts.
Foto: Simon Bitsch
"Waggele flieg!“, „Waggele, Waggele flieg!“, hieß es am Montag bereits zum 43. Mal in Niederhofen. Die Narren im Schwaigerner Teilort trieben mit ihrem Schlachtruf ab 14.01 Uhr den Rosenmontagsumzug durchs Dorf. Mit dabei waren in diesem Jahr 25 Gruppen aus der Region.
Kreative Wagen beim Rosenmontagsumzug in Niederhofen
Und die ließen sich einiges einfallen für ihre Wagen und Kostüme. Hinter dem Spielmannszug Zaberfeld, der traditionellerweise den Gaudiwurm anführt, gab es Cowboys, Fußballer, Jäger oder neonfarbene Strichmännchen – aber auch Musiker wie die Eselsgugga Zaisenhausen oder die Glotzer Gugga aus Brackenheim ließen es sich nicht nehmen, an dem Faschingsumzug durch den kleinen Ort im Landkreis teilzunehmen.
Hoch hinaus hieß es bei der Frauengymnastik Niederhofen. Die Gruppe vom TSV war als Heißluftballons verkleidet. Auf dem Saunawagen der Lochberg Gallier vom TSV, die den Umzug auch organisieren, wurden verschiedene Aufgüsse in diversen Saunen beworben. „Jetzt wird’s heiß“, stand auf dem Wagen, der mit eingängigen Partyliedern Stimmung auf die Straße brachte.
Rosenmontagsumzug Niederhofen: Kamellen, Gummibärchen und Co. für die Zuschauer
Und statt Bonbons und Lutschern hatten die Gallier etwas Besonderes dabei: Tomatensuppen in Tüten, Backmischungen oder Müslipackungen fanden ihren Weg in die Arme der zahlreichen Zuschauer.
Doch die kleinen Narren, die den Straßenrand säumten, kamen auch nicht zu kurz: Kamellen, Traubenzucker oder Gummibärchen wurden in rauen Mengen in das feiernde Volk geworfen. Die Kinder waren vorbereitet: Mit großen Tüten ausgestattet, warteten sie die Würfe von den Wagen geduldig ab. Doch aufgepasst: Die Hexen aus Stockheim und Eppingen ärgerten die Zuschauer und bemalten ihre Gesichter. Fürs brave Mitmachen gab es dann aber auch meist eine Kleinigkeit.
Wagen bei Rosenmontagsumzug in Niederhofen mit politischen Botschaften
Fasching wäre nicht Fasching ohne Politik: So kritisierte der Wagen der Feuerwehr beispielsweise „Wo kommt im Laden der Wein bald her, wenn unsere Flächen hier sind leer?“. Ein Heuchelberg mit gerodeten Weinreben war auf dem Wagen zu sehen.
Eine andere Gruppe kritisierte ebenfalls die brachliegende Kulturlandschaft, aber bot auch gleich eine Lösung an. Statt Weinbau könne man im Ort ja zukünftig Gold fördern: „Wengert ade, Gold olé“.
Fasching in Niederhofen: Organisatoren zufrieden mit Rosenmontagsumzug
„Mega“ fand Organisator Philipp Moser von den Lochberg Galliern des TSV Niederhofen den Umzug. Dieser sei ohne das große ehrenamtliche Engagement der Dorfgemeinschaft gar nicht mehr möglich, sagte er verkleidet als Saunagänger in Bademantel und -kappe. Auf ein paar Tausend Leute schätzte er die Menschenmassen am Straßenrand, die dem Umzug zuschauten. Ein Vielfaches der eigentlichen Bevölkerung Niederhofens, hob Moser hervor.
Prinzenpaar
Beim Rosenmontagsumzug in Niederhofen gibt es auch ein Prinzenpaar. Dabei handelt es sich immer um zwei Kinder aus dem Dorf, erklärt Organisator Philipp Moser. In diesem Jahr wurde die Ehre „Frida vom Dachbach“ und „Dominic von der Pfitz“ zuteil, wie es auf dem Wagen der beiden hieß.
Mit rosa Perücken und Tutus brachte die Zumba Gruppe aus Stetten am Heuchelberg auch den Tanz nach Niederhofen. Die Stimmung empfanden die Tänzer ebenfalls gut. Sogar die Zuschauer hätten sie zur Bewegung mitgerissen. „Nächstes Jahr wieder“, war aus der Gruppe zu vernehmen.
„Sehr schön“, fand auch Familie Wörner den Umzug. Bereits vor über 35 Jahren schauten sie den Gaudiwurm das erste Mal an. Nur dass man nicht bei jeder Gruppe erkennen konnte, wer dahintersteckt, fand die Familie schade. Das Niederhofener Narrenvolk ließ den Umzug rund um das TSV-Sportgelände ausklingen. Begleitet wurden sie dabei von den Klängen der Musikgruppen und DJ Didi.
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