Neun historische Aufnahmen haben die User des Bürgerportals Meine Stimme nach dem Aufruf in der Zeitung und auf dem Bürgerportal eingestellt. Zwei Fotos kamen per Post in die Redaktion. Die Motive umfassen die Zeitspanne von 1929 bis 2008. Jeder kann weiterhin mitmachen und seine historischen Aufnahmen unter dem Link meine.stimme.de/272935 einstellen. Alle Motive sind auf der Themenseite unter meine.stimme.de/tag/eislaufen zu finden.
Eislaufen im Raum Heilbronn – historische Fotos und Erinnerungen
Heimatreporter des Bürgerportals Meine Stimme zeigen Bilder vom Eislaufspaß auf zugefrorenen Seen in Heilbronn und Umgebung.
Eine große Gruppe von Mädchen und Jungs in schönen Kostümen schlittert mit Luftballons in der Hand über den zugefrorenen Trappensee in Heilbronn. So feierte der REV Heilbronn im Jahr 1963 seinen Kinderfasching.
Auch wenn diesen Winter die Seen in der Region teils tatsächlich mit einer Eisschicht bedeckt waren, ist von dieser Winteridylle keine Spur. Aber es gibt ja die Erinnerungen, die die Heimatreporter des Bürgerportals Meine Stimme durch ihre Fotos und Erzählungen wach halten.
Historische Fotoalben des REV Heilbronn dokumentieren Eislaufen und Rollsport von 1928 bis 1972
Sigrid Seeger-Losch vom REV Heilbronn hat nach dem Aufruf auf Meine Stimme zum Beispiel gleich in den vier dicken Fotoalben aus dem Nachlass von Frida Graefer geblättert. Die Sammlung der Gründerin des Rollschuh- und Eislaufvereins Heilbronn reichen vom Jahr 1928 bis 1972. Frida Graefer kam vom Eislaufen und hat den Rollsport als „Eislaufen des Sommers“ erfolgreich etabliert. Die Heilbronnerin lebte von 1889 bis 1976 und stand mit 75 Jahren immer noch auf dem Eis – so zu sehen auf einem der Fotos auf Meine Stimme.
Ein anderes Motiv zeigt den elfjährigen Karlheinz Losch, der spätere fünffache Rollkunstlauf-Weltmeister, der 1964 auf dem zugefrorenen Pfühlsee kleinen Eissternchen gute Ratschläge gibt. Das älteste Foto aus dem Album von Frida Graefer stammt aus dem Jahr 1929. Der ganze Trappensee ist voller Schlittschuhläufer. Damals ein normales Wintervergnügen.
Seltene Natureignisse wie die zugefrorene Jagst 1972 bleiben durch Fotos auf Meine Stimme erhalten
Einzelereignisse dokumentieren dagegen die anderen historischen Fotos, die auf Meine Stimme eingestellt worden sind. Zum Beispiel die zugefrorene Jagst im Jahr 1972. Barbara Wagner aus Neuenstadt schreibt dazu: „Selten war die Jagst zugefroren, da sie ganz ordentlich Strömung hat. 1972 hatte sie eine dicke Eisschicht und lud die Mutigen zum Eislaufen ein.“
Familienvergnügen auf dem zugefrorenen Bleichsee
Susanne Strauch aus Heilbronn dokumentiert mit zwei Aufnahmen das tolle Familienvergnügen auf dem zugefrorenen Bleichsee bei Löwenstein aus dem Winter 1992/1993. Erinnerungen aus dem Jahr 1990 teilt Michael Herkert auf Meine Stimme mit seinen Fotos der „künstlichen Eisfläche“ bei Haßmersheim: „Bei eisigen Temperaturen wurde auf dem Parkplatz direkt neben dem Neckar eine Eisfläche angelegt. Über mehrere Nächte wurde Wasser aus dem Neckar gepumpt und im hohen Bogen auf den Parkplatz gespritzt.
Die Eisbahn wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen, so dass in den Nächten die „Eismacher“ wieder aktiv werden mussten.“ Der Haßmersheimer schreibt dazu: „Obwohl es damals noch kein Social Media gab, kamen viele Schlittschuhfahrer auch von anderen Orten. Bestimmt können sich noch viele daran erinnern.“
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