Einsatz und Bahnsperrung in Roigheim: Betrunkener 17-Jähriger soll Chaos verursacht haben
Der Lokführer eines Zuges hat bei Roigheim am Sonntagmorgen einen leblosen Menschen auf den Gleisen gesehen und eine Notbremsung ausgeführt. Wie sich später herausstellte, war der Verursacher mutmaßlich ein betrunkener Jugendlicher.
Am frühen Sonntagmorgen um kurz vor 8 Uhr ist bei Roigheim der Bahnverkehr gestoppt worden. Ein Lokführer hatte zuvor eine leblose Person auf den Gleisen wahrgenommen und eine Notbremsung ausgeführt.
Der gesamte Bahnverkehr wurde daraufhin gestoppt. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei suchten den Bereich großräumig ab - unter anderem mit Drohnen. Ein vermeintlich Verletzter wurde dabei aber nicht gefunden. Wie die Feuerwehr Roigheim auf Instagram mitteilte, fuhr der Zug anschließend in Begleitung der Einsatzkräfte im Schritttempo weiter.
Zeuge meldet sich bei Polizei: Jugendlicher zunächst nicht ansprechbar
Zwei Stunden später soll sich bei der Polizei ein Zeuge gemeldet haben, sagt Polizeisprecherin Vesna Pitters-Engel. Er habe einen stark betrunkenen Jugendlichen gesehen, der von den Gleisen in Richtung Möckmühl-Innenstadt gegangen sei. Zunächst war er wohl nicht ansprechbar. Als die Polizei dazu kam, sei er bereits in einem Rettungswagen versorgt worden.
Der körperlich unverletzte 17-Jährige habe später angegeben, auf dem Heimweg gewesen zu sein. Wie er dabei auf die Gleise gekommen war, war bislang unklar. Ein Atemtest ergab nach Angaben der Polizei einen Wert von etwa 1,4 Promille. Polizisten übergaben den Jugendlichen einem Erziehungsberechtigten übergeben. Ihn erwarten nun laut Pitters-Engels Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
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