Bürgermeisterwahl in Jagsthausen: Dirk Hansen – ein Nordlicht mit klaren Rathausambitionen
Seit 20 Jahren lebt Dirk Hansen in Jagsthausen und ist im Ort verwurzelt. Jetzt möchte er die Nachfolge von Roland Halter antreten und Bürgermeister werden.

Im Dorfladen ist Dirk Hansen bekannt wie ein bunter Hund, ein „Hallo“ hier, ein freundliches Wort dort. Kein Wunder, schließlich springt der 72-Jährige nicht nur ab und an als Auslieferfahrer ein, sondern fungierte auch schon als Weihnachtsmann. Doch Hansen möchte sich weiter einbringen und Bürgermeister in Jagsthausen werden. Seit 20 Jahren lebt er gemeinsam mit seiner Frau in der Götzkommune, ist mittlerweile tief in der Kommune verwurzelt. „Wir sind damals toll aufgenommen worden und fühlen uns sehr wohl.“
Dirk Hansen möchte eng mit der Jagsthausener Verwaltung und Vereinen zusammenarbeiten
Seit 2024 ist Hansen Mitglied des Gemeinderats und beschreibt sich selbst als Mensch mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden. „Das würde mein Amt auch begleiten“, sagt er. Dazu passt seine Aussage, dass jeder Bürger – egal ob alt oder jung – für den Vater von zwei Söhnen dazugehört und zählt. Bürgersprechstunden möchte er einrichten, um nah an den Menschen zu sein.
Ähnlich eng stellt er sich auch die Zusammenarbeit mit allen Einrichtungen vor, sowohl in der Verwaltung als auch im Ort. Eine wichtige Säule sind für ihn dabei vor allem die Vereine. Er selbst ist Mitglied im SV Olnhausen und im Förderverein der Burgfestspiele, war außerdem lange Elternbeirat im Möckmühler Jagsttal-Gymnasium. Dirk Hansen weiß also, wie viel ehrenamtliches Engagement dahinter steckt.
Wohnmobilstellplatz als Zugpferd für den Tourismus
Der gebürtige Flensburger versteht das Amt des Rathauschefs aber nicht nur als moderierende Rolle – er möchte Impulse setzen und Jagsthausen auch außerhalb der Burgfestspiele in den Sommermonaten attraktiv für Touristen machen. „Ein Zugpferd“, erklärt er, „wäre ein Wohnmobilstellplatz.“ Lesungen und Konzerte könne er sich ebenfalls gut vorstellen. Genauso wie einen Fahrdienst, der an den Wochenenden den Bahnhof in Möckmühl mit Jagsthausen verbindet. Dass das mit hohen Ausgaben verbunden wäre, ist ihm bewusst.
Genauso wie die finanzielle Situation der Gemeinde. Die nötigen Investitionen in den kommenden Jahren müssten deshalb mit so vielen Fördermitteln wie möglich abgefedert werden. „Ich gehe mit einem anderen Blick darauf an dieses Thema ran“, sagt Hansen. Er sei zwar fachfremd, was unter diesen Umständen aber ein großer Vorteil sein könne.
Wirtschaftsförderung steht ganz oben auf der Agenda
Auch wenn der 72-Jährige kein Verwaltungsexperte ist, hat er doch als langjähriger Galerist in Bonn und als Vorsitzender der dortigen Gewerbegemeinschaft Erfahrungen sammeln können. Deshalb stünde bei ihm die Wirtschaftsförderung weit oben auf der Agenda: „Man muss auch die kleinen Firmen unterstützen und stärken, denn sie sichern Steuereinnahmen und Arbeitsplätze.“
Die Ideenliste für eine Amtszeit ist lang, die Zeit bis zur Wahl am 8. März allerdings knapp. Flyer hat er bereits viele verteilt, ist ansprechbar für die Menschen. Er bewege gerne Dinge und habe sich in viele Aspekte eingelesen. „Wenn ich etwas mache“, sagt Dirk Hansen, „dann mache ich es richtig.“
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