Auch an anderen Stellen im Eichbottzentrum wird derzeit intensiv gearbeitet. Die Eichbottsporthalle befindet sich in der Sanierung und „soll hoffentlich bis zum Sommer fertig werden“, so Steinbrenner. Zudem sollen die Fachräume der Schule für rund 1,14 Millionen Euro saniert werden. Für die Sanierung des Grundschulgebäudes sind rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Das Gesamtpaket beläuft sich somit auf rund 12 Millionen Euro.
Eichbottschule Leingarten bekommt neue Mensa, Klassenräume und Sporthalle
Mit 8,6 Millionen Euro will Leingarten die Eichbottschule ausbauen. Die neuen Räume entstehen auf dem Grundriss des alten Hallenbads, das im Sommer abgerissen werden soll.

Applaus der Zuschauer nach einer Beschlussfassung im Gemeinderat ist selten – meist nur dann, wenn eine Entscheidung für besonders große Zufriedenheit sorgt.
So ist es zumindest in Leingarten geschehen: Die Eichbottschule wird um eine Mensa, sechs Klassenzimmer und eine Erweiterung der Sporthalle erweitert. Und das am vom Gremium und der Schulverwaltung gewünschten Standort. Die Freude darüber zeigte sich deutlich bei den anwesenden Lehrkräften der Eichbottschule im Publikum: Es gab kräftigen Applaus.
Leingarten beschließt Ausbau der Eichbottschule für über 8 Millionen Euro
„Es ist ein Thema, das uns schon lange beschäftigt“, sagt Bürgermeister Ralf Steinbrenner. Und ja: Die Entscheidung über die Neubauten am Eichbottzentrum und den damit verbundenen Abriss des alten, stillgelegten Hallenbads fiel dem Gemeinderat nicht leicht. Standort- und Gestaltungsvorschläge gab es viele, die Kostenschätzungen reichten von zwei bis zwölf Millionen Euro. Der Gemeinderat forderte im vergangenen November eine Sondersitzung – diese brachte nun die Grundsatzentscheidung.
Das alte Hallenbad wird abgerissen. An seiner Stelle soll ein zweistöckiges Gebäude entstehen. „Im Erdgeschoss sind neben der Mensa drei Klassenräume vorgesehen“, so Felix Hellmich, stellvertretender Bauamtsleiter der Stadt Leingarten. Im Obergeschoss sollen weitere drei Klassenräume entstehen.
Der vierte Hallenteil soll in Leichtbauweise südlich der Sporthalle errichtet werden. Die veranschlagten Kosten liegen bei rund 8,6 Millionen Euro, im Haushalt sind neun Millionen Euro eingeplant. Aus dem Bundes-Sondervermögen erhält Leingarten rund 6,8 Millionen Euro für neue Infrastrukturinvestitionen. Der Neubau kann damit teilweise finanziert werden.

Eichbottschule Leingarten braucht neue Klassenzimmer: „Schülerzahlen steigen“
„Wenn wir bauen, dann möglichst effizient“, sagt Ralf Steinbrenner. Die Option auf drei zusätzliche Klassenräume, die künftig benötigt werden könnten, will man sich offenhalten. Nach aktueller Planung könnten diese auf dem zweiten Stockwerk realisiert werden. Warum sie nicht gleich mitgebaut werden? „Dafür fehlt uns bislang die Förderung“, so Steinbrenner. Dass die Räume benötigt werden, ist für ihn jedoch klar.
„Die Schülerzahlen steigen, in den umliegenden Schulen sind meines Wissens keine Neubauten geplant“, sagt er. Das Einzugsgebiet der Eichbottschule ist groß. Schulleiter Andreas Heitlinger bestätigt: „Jede Klassenstufe ist am Limit. Kinder, die auf die Schule wechseln wollen, muss ich ablehnen.“ Seiner Schätzung nach bräuchte er aktuell fünf bis sechs zusätzliche Klassenräume zur Entlastung – diese würden nun mit der beschlossenen Maßnahme geschaffen. „Ich finde die Pläne sehr gut. Wir brauchen diese Räume dringend“, sagt Heitlinger.

Das sieht auch Liste-19-Stadtrat Felix Rieker so. Er schlägt jedoch vor, das bisherige Mensa-Provisorium im Kulturzentrum weiterzunutzen und stattdessen Räume für die Ganztagesbetreuung zu bauen – ein Angebot, das künftig für jedes Schulkind möglich sein muss. CDU-Stadtrat Bernd Stahl widerspricht: „Ich bin selbst Kulturtreibender, oft im Kulturzentrum, und sehe, was die Kinder dort so treiben.“ Tische, Stühle und Boden seien durch den täglichen Mensabetrieb dort teilweise stark abgenutzt – das könne so nicht weitergehen. Auch Bürgermeister Steinbrenner hält dagegen: „Ein Provisorium bleibt ein Provisorium“, sagt er. Der Neubau der Mensa werde ein großer Zugewinn für die Schule sein.
Wann Abriss und Baustart geplant sind
Einen genauen Zeitplan für das Projekt gibt es noch nicht, so Bauamtsleiter Ralf Eschelbach und Felix Hellmich. Man hoffe, die Planungen in diesem Jahr zu verfeinern, einen Architekten zu beauftragen und das Projekt dann auszuschreiben.
Auch zur genauen Fläche der Neubauten gibt es noch keine konkreten Angaben. Für die Mensa rechne man mit rund 270 Quadratmetern. Abzuwarten bleibt, wie viel Fläche vom Land gefördert wird, so Hellmich.
Zunächst müsse ohnehin das Hallenbad abgerissen werden, so Ralf Eschelbach. Dies sei für die kommenden Sommerferien geplant.
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