Die Festspiele auf der Burg Stettenfels tauchen ins Mittelalter ab
Eigentlich eignet sich das Gemäuer der Burg Stettenfels per se als Bühne für eine im Mittelalter spielende Aufführung. Bühnenbildner Martin Wilhelm hat jedoch eigene Ideen für die Kulisse der Burgfestspiele 2026, die das Stück „Der Name der Rose“ bieten werden.

Es ist ein Kontrastprogramm, mit dem die Macher der Burgfestspiele Stettenfels in der Saison 2026 an den Erfolg der vergangenen Spielzeit anknüpfen wollen. Mit dem lebensfrohen Schlager-Musical „Petticoat und Minirock“ sowie dem Kinderstück „Dschungelbuch“ hatte die Schauspieltruppe von Intendantin Ursula Simon knapp 13.000 zahlende Gäste zu den Aufführungen in die Burg Stettenfels gelockt und damit einen Besucherrekord verzeichnet. Die Marke gilt es wieder zu erreichen; dazu hat die Intendantin für die am 17. Juli startende Spielzeit das Stück „Der Name der Rose“ nach dem Buch von Umberto Eco sowie den Kinderbuchklassiker „Räuber Hotzenplotz“ ins Programm genommen.
Insbesondere den Stoff nach dem Erfolgsroman von Umberto Eco, der mit Sean Connery auch verfilmt wurde, sieht Ursula Simon als Herausforderung an. „Der Name der Rose“ sei mehr als ein Krimi: ein Werk über Macht, Glaubenskämpfe und die Abgründe eines mittelalterlichen Klosters. Als „packendes Freilichtspiel“ – bei der die Zuschauer sollen miträtseln können – durchzogen von Mystik und begleitet von gregorianischem Gesang will Simon es inszenieren.
Erster Entwurf für den Bühnenbau
Bühnenbauer Martin Wilhelm hat schon konkrete Ideen, wie er den nicht unpassenden Aufführungsort im Burggraben der Burg Stettenfels, oberhalb von Untergruppenbach, gestalten will. Auch die Beleuchtung, Audiotechnik und Kostümschneiderei werde wieder in professionelle Hände gegeben, sagt Simon. In den Händen halten die Amateur-Schauspieler auch bereits die Skripte der rund zweistündigen Bühnenfassung des Eco-Stückes.

Fritz Opel wird die Hauptrolle des im düsteren Kloster ermittelnden Franziskanermönchs spielen und somit den größten Anteil an den Dialogen haben. Der 72-jährige pensionierte Finanzbeamte lernt dazu schon fleißig seinen Text auswendig. Insgesamt 14 Männer und sechs Frauen werden auf der Bühne schauspielern.
„Der Räuber Hotzenplotz“ als Kinderaufführung
Die Probenzeiten für die berufstätigen Schauspieler zu koordinieren, erfordere wieder eine logistische Meisterleistung, meint Simon. Zumal mit dem „Räuber Hotzenplotz“ noch ein zweites Stück einstudiert werden müsse – hier würden zudem wieder zwanzig Kinder mitspielen. Die Intendantin kündigt eine heitere und musikalische Gaunerjagd an.
Für beide Aufführungen stehen bereits die Termine fest. Die Premiere des Stückes „Der Räuber Hotzenplotz“ ist am Samstag, 11. Juli. Auch der Vorverkauf hat schon begonnen. Weitere Informationen zum Spielplan, den Eintrittspreisen und den Vorverkaufsstellen sind im Internet unter www.burgfestspiele-stettenfels.com zu lesen.
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