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Der Pflege in Deutschland droht der Notstand 

  
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Deutschland steht bei der Pflege vor einer historischen Herausforderung, meint unsere Autorin.

Immer mehr Pflegeheime sind voll, die Wartelisten sind lang, Angehörige fühlen sich bei ihrer Suche nach einem Heimplatz oft alleingelassen: Und die Situation wird nicht besser.
Immer mehr Pflegeheime sind voll, die Wartelisten sind lang, Angehörige fühlen sich bei ihrer Suche nach einem Heimplatz oft alleingelassen: Und die Situation wird nicht besser.  Foto: Bernd Thissen

16 500 Pflegeheime, 15 500 ambulante Dienste, 5,7 Millionen Pflegebedürftige. Diese Zahlen von 2023 sind heute schon überholt. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt weiter, doch die Zahl der Betten wird nach Ansicht von Fachleuten sinken. Der drohende Pflegenotstand wird die nachkommenden Generationen zwischen Arbeit und Familie zerreißen.

Schon heute fehlt es an vielem. Vor allem aber an  einer politischen Vision. Auch im jüngsten Bundestagswahlkampf wurde der demografische Wandel wieder vornehm ausgespart. Dabei wissen wir schon lange, dass weniger Kinder geboren werden, die Lebenserwartung aber steigt. Nun, da die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach aus dem Arbeitsleben ausscheiden, müssen möglichst schnell die Weichen gestellt werden.

An vielen Orten wird derzeit im Kleinen diskutiert, welche Probleme im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel ganz praktisch gelöst werden können. In zahlreichen Projekten fragen sich Bürger bereits, wie das werden wird: wenn sie selbst einmal gepflegt werden müssen. Doch können Ehrenamtliche richten, was Politik seit Jahren versäumt? Nein. Bürger, Kommunen und Staat müssen hier zusammenstehen – nach ehrlicher Analyse dessen, was kommt.

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