Das Wolfsurteil ist pragmatisch
Viel zu lange ging es hin und her: Dürfen „Problemwölfe“ geschossen werden oder nicht? Ein Urteil hat nun Klarheit geschaffen: Gut, dass es nun möglich ist, einzelne Wölfe zu erlegen, die Probleme bereiten, findet unser Autor.

Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim, wonach einzelne Wölfe, die Probleme bereiten, getötet werden dürfen, atmet den Hauch des Ausgleichs.Darin spiegelt sich keinesfalls der Wille, eine vermeintlich unliebsame Spezies erneut aus der Kulturlandschaft zu verbannen, auch wenn man in vertraulichen Gesprächen mit Bauern und Jägern gelegentlich anderes hört.
Jäger und Bauern sind längst auch Naturschützer
Die örtlich gebundenen Jäger verstehen sich längst als Naturschützer in grüner Kluft und haben die Artenvielfalt stets mit im Fokus. Auch die Bauern sind vielfach Partner im Naturschutz.
Das Urteil atmet auch nicht den Geist einer ideologischen Fixierung auf den Artenschutz. Vielmehr scheint es Ausdruck eines neuen Pragmatismus zu sein, den Ausgleich zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu suchen.
Niemand mag wolfssichere Zäune allerorten sehen
Der Nutzen des Wolfs für die Gesundheit des Wildes in der Natur ist unbestritten, denn der Theorie nach erlegt die Spezies bevorzugt kranke und gehandicapte Tiere. Nur sieht sich der Wolf in dicht besiedelten Kulturlandschaften nicht genötigt, der anstrengenden Jagd nachzugehen, weil es ja Weidetiere gibt, die leichter zu erbeuten sind. Niemand mag überall wolfssichere Zäune in der Landschaft sehen. Deshalb ist es gut, nun eine Möglichkeit zu haben, besonders problematische Einzeltiere abzuschießen.
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Kommentare
Rainer Denz am 19.02.2026 14:34 Uhr
Der Herr Kühl geht das Problem vom VERKEHRTEN ENDE an.
Nicht die Wölfe sind das Problem, sondern die Unmasse an Menschen, welche überall rumlaufen müssen, und somit der Natur keinerlei Freiraum geben zur ungehinderten Entwicklung. UND: der Wolf an der Hornisgrinde hat noch NIE jemandem was getan oder geschadet. Dieser vorauseilende Gehorsam des Erschiessens erscheint mir genauso, als ob man das Auto verbietet, weil es ja einen Menschen töten könnte
Holger Bauer am 19.02.2026 12:24 Uhr
Und die geförderten Herdenschutzhunde lassen Sie unter den Tisch fallen!?